Marc Marquez' Titelverteidigung in der MotoGP-Saison 2026 ist am Samstag in Le Mans noch einmal deutlich unwahrscheinlicher geworden.
Marc Marquez stürzt in Le-Mans-Sprint heftig
Marquez war in einem für ihn holprigen Sprint, in dem er in der Startphase von Platz zwei auf sieben durchgereicht wurde, in Runde von 12 von 13 gestürzt. Der Ducati-Star hatte in der Anfahrt zur vorletzten Kurve die Kontrolle über seine Desmosedici verloren. Nach einem heftigen Wackler blieb Marquez mit dem abgespreizten rechten Fuß am Asphalt hängen, wurde per Highsider abgeworfen und schlug mit der rechten Körperhälfte hart in der asphaltierten Auslaufzone ein.
Schon beim Verlassen dieser war ein Humpeln in Marquez' Gang zu sehen. Er wurde mit dem Scooter zurück an die Box gebracht, wo er bereits von MotoGP-Arzt Dr. Angel Charte und seinem Assistenten Jose Luis Martinez gestützt werden musste. Marquez entledigte sich im Truck hinter der Box seiner Lederkombi und war dann noch beim Verlassen seines persönlichen Raumes in Zivilklamotten zu sehen. Er entlastete seinen rechten Fuß dabei vollständig.
Marc Marquez fällt nach Verletzung aus
Wie sein Ducati-Team kommunizierte, ging es für Marquez direkt zur Untersuchung ins Medical Center. Eine knappe Stunde später folgte die bittere Diagnose: Die Röntgenuntersuchung ergab einen Bruch des fünften Mittelfußknochens am rechten Fuß. Marquez fliegt noch am Samstag zurück nach Madrid, wo er in den kommenden Tagen operiert wird. Er nimmt logischerweise nicht am Rennen in Le Mans teil und wird auch den Grand Prix in Barcelona am kommenden Wochenende verpassen.
Marc Marquez benötigt zweite Operation
Typisch für ihn sah Marc Marquez in einer ersten Stellungnahme aber sofort die positive Seite seiner Verletzung. "Sie ist zur richtigen Zeit gekommen", erklärte er. Wieso? "Wir hatten nach dem Rennwochenende in Barcelona ohnehin eine Operation an meiner rechten Schulter geplant." Diese hatte sich Marquez ja im vergangenen Herbst bei einer Kollision mit Marco Bezzecchi in Indonesien verletzt. Die Operation und Heilung der Fraktur verlief mehr oder weniger wie geplant, dennoch machte die Schulter Marquez Probleme. Ein Check bei seinen Vertrauensärzten in Madrid zeigte die Ursache. Durch den Einschlag in Indonesien wurden bei einer früheren Verletzung eingesetzte Schrauben in der Schulter beschädigt. "Eine dieser Schrauben berührt in der Fahrposition auf einem MotoGP-Bike den Speichennerv. Deshalb war ich manchmal schnell, aber eben nicht konstant. Und oft ist es zu unerklärlichen Stürzen gekommen, wie jetzt auch hier. In diesen Situationen hat mein Körper nicht gemacht, was ich will. Das wusste ich an diesem Wochenende bereits und war deshalb auch extra vorsichtig. Ich habe es aber nicht gesagt, weil ich nicht in der Öffentlichkeit jammern wollte."
Die beschädigte Schraube wird nun also in einer eigenen Operation entfernt. Ein Eingriff, der Marquez keine allzu großen Probleme bereiten sollte: "Eine Schulteroperation klingt erst einmal nach einer langen Pause. Aber die Ärzte müssen lediglich die Schulter öffnen und die Schraube entfernen. Sie haben mir gesagt, dass das in relativ kurzer Zeit wieder in Ordnung sein sollte. Ein genaues Datum kann ich aber noch nicht nennen. Barcelona werde ich auf jeden Fall verpassen und dann müssen wir sehen, wie es für Mugello aussieht."
Marc Marquez: MotoGP-WM-Traum 2026 schon geplatzt?
In der MotoGP-Fahrerwertung liegt Marc Marquez nach seiner Nullnummer im Le-Mans-Sprint nun bereits 51 Punkte hinter WM-Leader Marco Bezzecchi zurück. Marquez' Ausfall am Samstag war bereits sein vierter in der noch jungen Saison 2026 nach den Rennen in Buriram und Jerez sowie dem Sprint von Austin. Auch im Sprint von Jerez war Marquez gestürzt, konnte aber dennoch sensationell gewinnen.



diese MotoGP Nachricht