MotoGP

MotoGP Katar 2018: Zarco knackt Uralt-Pole-Rekord im Quali

Johann Zarco knackt Jorge Lorenzos Pole-Rekord beim MotoGP-Qualifying in Katar 2018. Der Tech3-Yamaha-Pilot setzte sich in einer packenden Session durch.
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Jorge Lorenzo ist seinen Pole-Rekord aus dem Jahr 2008 los! Der neue MotoGP-Rekordhalter auf dem Losail International Circuit in Katar heißt Johann Zarco. Der Tech3-Yamaha-Pilot brannte im Finale eine unfassbare Runde in den Asphalt und startet damit den Saisonauftakt 2018 von der Pole-Position aus.

Die Platzierungen im Q2: Schon in den ersten Runs lieferten sich die MotoGP-Cracks ein spannendes Shootout. Vor den Boxenstopps für frische Reifen drehte Andrea Dovizioso in 1:54.074 die schnellste Runde, dahinter lagen Marc Marquez, Cal Crutchlow, Jack Miller und Johann Zarco. Valentino Rossi lag auf Platz neun, Dani Pedrosa war Elfter, Jorge Lorenzo Zwölfter und damit am Ende des Feldes.

Im Finale scheiterten zunächst Jorge Lorenzo, dann Dani Pedrosa an Doviziosos Marke, sie reihten sich auf den Plätzen drei und vier ein. Johann Zarco knackt schließlich nicht nur Dovizioso, sondern auch den Pole-Rekord von Jorge Lorenzo aus 2008. Mit ihm starten Marc Marquez und Danilo Petrucci aus der ersten Reihe. Cal Crutchlow, Andrea Dovizioso und Alex Rins stehen in Reihe zwei, vor Dani Pedrosa, Valentino Rossi und Jorge Lorenzo. In Reihe vier stehen Jack Miller, Andrea Iannone und Maverick Vinales.

Die Platzierungen im Q1: Maverick Vinales diktierte gleich zu Beginn von Q1 die Pace. In seinem ersten Run legte der Yamaha-Pilot eine 1:54.710 vor und distanzierte damit das restliche Feld um über eine halbe Sekunde. Jack Miller war zu diesem Zeitpunkt Zweiter, doch Franco Morbidelli, Aleix Espargaro und Tito Rabat waren ihm ganz dicht auf den Fersen. Thomas Lüthi beendete seinen ersten Run auf Position neun liegend.

Vinales verbesserte seine Zeit im zweiten Run nochmals auf 1:54.637, am Ende war der Yamaha-Pilot aber nur Zweiter. Denn Jack Miller fuhr in letzter Sekunde noch drei Tausendstel schneller. Miller und Vinales kamen damit eine Runde weiter. Aleix Espargaro wurde am Ende Dritter vor Franco Morbidelli, Hafizh Syahrin, Tito Rabat und Scott Redding. Thomas Lüthi wurde am Ende Achter vor Karel Abraham, Bradley Smith, Alvaro Bautista, Pol Espargaro, Takaaki Nakagami und Xavier Simeon.

Die Zwischenfälle: Kein guter Start in Q1 für Bradley Smith, seine KTM rollte sofort nach der Ausfahrt aus der Boxengasse aus. Der Brite musste schnell zurück rennen und auf sein zweites Bike springen. Beim Rausfahren aus der Box für seinen zweiten Run musste Karel Abraham rechts ran fahren, bei ihm verfing sich ein Reifenwärmer am Hinterrad. Am Ende von Q1 gab zudem Pol Espargaros KTM noch den Geist auf.

Das Wetter: Die Nacht wirkt sich langsam, aber sicher immer mehr auf die Streckenbedingungen aus. Zu Beginn von Q1 kletterte das Quecksilber in der Luft noch auf 24 Grad Celsius, auf der Strecke auf 26 Grad Celsius. Im Verlauf des Qualifyings nahmen die Temperaturen kontinuierlich ab. Weiterhin eine Hauptrolle spielten der starke Wind und damit auch der Sand, der auf die Strecke geweht wurde.

Die Analyse: Die MotoGP macht nahtlos dort weiter, wo sie beim Finale 2017 in Valencia aufgehört hat: Mit einer unglaublichen Show. Auf eine Runde gesehen haben gerade im Q2 alle Fahrer das Zeug zur Pole-Position. Das wahre Kräfteverhältnis wird sich allerdings erst im Rennen zeigen, die Freien Trainings lieferten erste Anhaltspunkte.


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