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MotoGP Phillip Island 2017: Reaktionen zum Australien-Krimi

Marc Marquez krönt sich vor Rossi zum Sieger in Australien. Das hatten die Piloten zum Krimi auf Phillip Island zu sagen:
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - 1. Marc Marquez (Repsol Honda): "Es war ein unglaubliches Rennen. Ich wusste, dass heute ein wichtiger Tag sein würde. Dovizioso hatte schon das ganze Wochenende Probleme. Ich habe das ganze Rennen eigentlich nur gewartet, sieben oder acht Runden vor Schluss habe ich dann nur noch gepusht und alles gegeben. Mein Anzug ist voller Gummi, es waren harte Kämpfe. Aber ich habe es genossen. Das ist gut für die Show."

MotoGP Phillip Island: Das Wichtigste in 70 Sekunden: (01:10 Min.)

2. Valentino Rossi (Yamaha): "Ich habe das Rennen sehr genossen. Die Strecke ist unglaublich und das Rennen war toll. Alle Fahrer waren sehr aggressiv, da musste man selbst dümmer sein als sie. Ich habe den Kampf mit Marquez, Vinales, Zarco und Iannone sehr genossen. Es war ein tolles Rennen. Danke an mein Team."

3. Maverick Vinales (Yamaha): "Meine Strategie war eigentlich anders. Ich wollte in den letzten Runden wegziehen, aber das ging nicht. Ich hatte Kontakt mit Iannone und Zarco. Da kam ich nicht mehr weg. Ich freue mich, dass wir uns so verbessert haben. Schon im Warm-Up haben wir etwas gefunden. Ich freue mich."

4. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Es war ein unglaubliches Rennen. Ich freue mich so, dass ich um den Sieg kämpfen konnte, aber am Ende konnte Marquez davonfahren. Trotzdem habe ich es geschafft, den Grand Prix anzuführen. Nach dem schwierigen Start musste ich das Gas zumachen, um niemanden zu berühren. Ich habe viele Positionen verloren. Trotzdem war ich stark und habe viele Fahrer überholt. Das war ein tolles Gefühl. Ich habe Momente auf der Strecke erlebt, von denen ich mir niemals hätte träumen lassen, dass sie wirklich so passieren. Das ist eine tolle Erfahrung."

5. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Das Rennen war deutlich besser als das Qualifying. Ich habe mich gut gefühlt und war sehr geduldig, weil ich mich am Ende des Rennens auf das Podium arbeiten wollte. Nach fünf oder sechs Runden ist aber eine kleine Lücke zur Spitze aufgerissen und ich musste meinen Hinterreifen extrem beanspruchen, um wieder heranzukommen. Platz fünf ist aber kein schlechtes Resultat, vor allem nach dem Sturz im Warm Up. Das war einer der schlimmsten Highsider meiner Karriere."

6. Andrea Iannone (Suzuki): "Es ist eine Weile her, dass ich das gesamte Rennen lang in der Führungsgruppe kämpfen konnte. Ich bin etwas enttäuscht, dass ich nicht weiter vorne gelandet bin, aber dafür hat mir einfach der Grip beim Beschleunigen gefehlt. Ich habe alles gegeben und bin in den letzten Runden bis auf Platz zwei vorgekommen, aber ich musste dann etwas Tempo rausnehmen, weil ich das Motorrad kaum noch kontrollieren konnte. Das war insgesamt aber ein sehr positives Wochenende für uns."

Andrea Iannone fand auf Phillip Island zurück zur alter Form - Foto: Suzuki

7. Jack Miller (Marc VDS Honda): "Es war ein tolles Gefühl, mein Heimrennen auf Phillip Island anzuführen. Ich habe am Anfang aber vielleicht übertrieben, das hat mir am Ende des Rennens geschadet. Ich hatte kaum noch Grip am Hinterrad, deshalb musste ich ein anderes Motor-Mapping wählen. Es wäre schön gewesen, am Ende noch härter pushen zu können, aber es war ein gutes Wochenende. Vor allem, wenn man meine Verletzung bedenkt. Ich bin von fünf gestartet und Siebter geworden, vor meinen heimischen Fans. Damit bin ich zufrieden."

8. Alex Rins (Suzuki): "Durch die Wetterbedingungen war dieses Wochenende wirklich kompliziert, umso glücklicher bin ich mit diesem Resultat. Ich habe mich heute sehr wohl gefühlt und das Ergebnis ist alles andere als schlecht. Ich konnte fast das gesamte Rennen mit der Führungsgruppe mithalten. Erst als der Hinterreifen etwa sechs Runden vor Ende stark nachgelassen hat, musste ich mich zurückfallen lassen."

9. Pol Espargaro (KTM): "Wir kämpfen in den Rennen jetzt regelmäßig um die Top-Ten - das ist ein großartiges Gefühl. Mit solchen Ergebnissen haben wir vielleicht ein paar Mal in dieser Saison gerechnet, aber jetzt waren wir schon fünf Mal in den Top-Ten. Außerdem waren wir heute nur 16 Sekunden hinter dem Sieger - damit können wir sehr zufrieden sein. In der Startphase hätte ich etwas wenig Grip am Hinterrad, aber am Ende konnten wir viele Fahrer schlagen. Darauf können wir wirklich stolz sein."

10. Bradley Smith (KTM): "Nach meinem guten Qualifying-Ergebnis war ich fest entschlossen, mich in den Top-Ten zu halten. Mir war klar, dass ich das Zeug dazu habe. In Runde eins hatte ich eine kleine Berührung mit Zarco, die mir etwas Zeit gekostet hat. Ich konnte aber dennoch bis zur Rennhälfte an der Führungsgruppe dranbleiben. In der letzten Runde habe ich einen super Zweikampf gegen Pol verloren, aber das ist dennoch ein großartiges Resultat für mich und das gesamte Projekt."

11. Scott Redding (Pramac Ducati): "Ich bin sehr zufrieden mit diesem Rennen. Ich konnte das Fahren endlich wieder genießen. Der Start war nicht gut, aber von den ersten Runden an hatte ich ein gutes Gefühl. Es ist eine tolle Bestätigung nach dieser schweren Zeit für mich. Jetzt möchte ich die Saison mit zwei guten Rennen in Malaysia und Valencia beenden."

12. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Wir hatten hier insgesamt ein hartes Wochenendes und ich konnte mich auch heute nicht steigern. Das Team hat gut gearbeitet, aber ich war einfach nicht stark genug. Da es im Warm Up nass war, konnte ich die Veränderungen für das Rennen nicht vorher testen. In der ersten Runde musste ich einmal weit gehen und habe den Anschluss zur Spitzengruppe verloren. Ich war aber auch später nicht in der Lage, die Pace mitzugehen."

Dani Pedrosa kam auf Phillip Island nicht auf Touren - Foto: Repsol

13. Andrea Dovizioso (Ducati): "Das heutige Rennen war eine riesige Enttäuschung. Wir haben viele Punkte in der WM verloren. Mein Fehler in der Anfangsphase hat das Rennen sicher massiv verkompliziert, aber auch die Wahl des Hinterreifens war vielleicht nicht die beste und unser Motorrad macht uns auf dieser Strecke generell große Probleme. An diesem Wochenende war keine Ducati wirklich schnell."

14. Karel Abraham (Aspar Ducati): "Ich bin sehr zufrieden. Ich denke, dass es ein wichtiges Ergebnis für das Team ist, denn es bringt ein gutes Gefühl zurück. Ich will niemanden crashen sehen, also können wir froh sein, dass vor uns nichts passiert ist. Es war ein starkes Rennen, die Rundenzeiten waren gut und ich konnte mit dem Werks-Ducatis mithalten. Ich hatte einen guten Kampf mit Lorenzo und habe ihn ein paar Mal überholen können."

15. Jorge Lorenzo (Ducati): "Das war ein Wochenende zum Vergessen. Wir waren nie konkurrenzfähig. Ich bin von weit hinten gestartet und konnte mich im Rennen nicht verbessern. Nach etwa zehn Runden konnte ich konstanten Zeiten fahren und war ein paar Zehntelsekunden schneller als am Samstag, aber als der Hinterreifen nachgelassen hat, war es für mich unmöglich, die Pace mitzugehen. Hier hatten alle Ducatis große Probleme."

16. Tito Rabat (Marc VDS Honda): "Ich sammle immer gern Punkte und auch wenn ich das heute nicht geschafft habe, haben wir über das Wochenende viele positive Aspekte gesammelt. Ich habe unter den gemischten Bedingungen viel gelernt. Ich bin im Qualifying 14. geworden und habe das Rennen 26 Sekunden hinter dem Sieger beendet. Das ist ein guter Schritt für mich. Ich bin mit meinem Rennen zufrieden und freue mich auf Sepang nächste Woche."

17. Alvaro Bautista (Aspar Ducati): "Es war ein schwieriges Wochenende. Ich habe mich unter diesen Bedingungen das ganze Wochenende mit den Reifen nicht wohl gefühlt. Heute haben wir alles rausgeholt, was ging. Die Dinge funktionieren nicht so, wie sie sollen. Vor allem die Kombination aus Bike und Reifen, damit ist es schwierig, mehr herauszuholen. Wir haben gesehen, dass hier in Australien alle Ducatis Schwierigkeiten hatten."

18. Loris Baz (Avintia Ducati): "Mir ist ein guter Start gelungen und ich war in den ersten Runden in einer Gruppe mit Abraham, Lorenzo und ein paar anderen Fahrern. Da hatte ich ein wirklich gutes Gefühl. Dann hat mich Redding aber zwei Mal überholt und beim zweiten Mal hat er mich abgedrängt und ich habe den Anschluss verloren. Ich habe voll gepusht, um noch einmal heranzukommen, aber es war unmöglich."

Sam Lowes beendete das Rennen in Australien auf Rang 19 - Foto: Aprilia

19. Sam Lowes (Aprilia): "Natürlich hofft man immer auf ein besseres Ergebnis, aber wenn man die Bedingungen beachtet bin ich zufrieden. Ich habe im Rennen ein paar Fahrer überholt und habe das Wochenende über keine Fehler gemacht. Wir arbeiten gut. Leider konnte Aleix nicht das volle Potenzial des Bikes zeigen, denn er ist gecrasht. Aber wir sind auf dem richtigen Weg."

20. Hector Barbera (Avintia Ducati): "In den ersten Runden war ich nicht schlecht unterwegs, aber dann ist etwas mit meinem Hinterreifen passiert. Von der zweiten Runde an bin ich überall extrem gerutscht. Ich habe das Motor-Mapping geändert, aber die Probleme sind geblieben. Wir müssen jetzt zusammen mit Michelin analysieren, was da passiert ist, denn nach dem Rennen sah der Reifen aus wie neu. Das war sehr eigenartig."

21. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Das war mein schlechtestes Saisonrennen. Wir wissen nicht, warum wir nicht konkurrenzfähig sein konnten. Ich kann es im Moment nicht erklären. Zum Glück ist Sepang schon in einer Woche. Es ist eine Strecke, die ich sehr mag und auf der ich hoffe, dieses Wochenende so schnell es geht vergessen zu können."

22. Broc Parkes (Tech3 Yamaha): "Ich hatte vom Start an einfach keinen Grip am Hinterrad. Vielleicht lag es daran, dass ich nicht viel Zeit auf der Strecke hatte, deshalb hatte ich einige Probleme. Im Rennen dachte ich, dass ich mit den Ducatis und Lowes mithalten können, aber leider bin ich zurückgefallen. Es war schwierig, sich davon zu erholen und eine Weile alleine zu fahren. Ich wollte besser sein, aber ich freue mich, dass ich mein Heimrennen von allen Leuten beendet habe."

DNF Aleix Espargaro (Aprilia): "Das Rennen lief gut. Trotz eines nicht so guten Starts konnte ich wieder zur Führungsgruppe aufschließen und hatte ein gutes Gefühl. Leider wurde ich in Kurve eins von Miller überholt. Ich bin ein bisschen zu weit gegangen und bin auf den schmutzigen Teil der Strecke gekommen. Da bin ich ausgerutscht. Ich sollte am Rennen in Malaysia teilnehmen können, auch wenn ich mich an der Hand verletzt habe. Wir werden sehen, wie die Bedingungen am Freitag sind."


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