MotoGP

Maverick Vinales: MotoGP-WM liegt nicht mehr in meinen Händen

Die MotoGP-Talfahrt von Maverick Vinales erreicht in Motegi einen vorläufigen Tiefpunkt. Im japanischen Regen versenkt er seine Hoffnungen auf den Titel.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - "Es liegt jetzt nicht mehr in meinen Händen" - Zu dieser Erkenntnis musste Maverick Vinales nach einem für ihn schwierigen MotoGP-Rennen in Motegi kommen. Der einstige WM-Topfavorit landete nur auf dem 9. Rang.

Sein Rückstand in der Gesamtwertung auf Leader Marc Marquez beträgt drei Rennen vor Schluss bereits 41 Punkte. Verliert er beim nächsten Lauf auf Phillip Island weitere neun Punkte auf Marquez, hat sich das Thema WM-Titel für ihn endgültig erledigt.

Jetzt brauche ich außergewöhnliche Umstände, damit sich der Gesamtsieg noch irgendwie ausgeht.
Maverick Vinales

"Jetzt brauche ich außergewöhnliche Umstände, damit sich der Gesamtsieg noch irgendwie ausgeht", weiß Vinales, der sich vorerst aber noch in Zweckoptimismus übt: "So lange die Punkte noch nicht vergeben sind, werden wir alles in unserer Macht stehende unternehmen."

Das war aber bereits an diesem Wochenende in Motegi zu wenig. Vinales kam mit seiner Yamaha bei durchgehend schlechtem Wetter nie zurecht. Das Antriebsrad drehte zu stark durch, zudem war der Reifenabrieb auf der griffigen Piste in Japan zu groß. Schon im Training zeichnete sich ab, was im Qualifying und Rennen traurige Gewissheit wurde.

Desaströses Wochenende in Motegi

Zum ersten Mal seit er für Yamaha fährt, verpasste Vinales am Samstag den Sprung in Q2 und holte nur Startplatz 14. So weit hinten war er in der MotoGP-Klasse zuvor nur zweimal gestartet. Im Rennen ging es kaum nach vorne.

Unser Reifen hat unfassbar schnell abgebaut.
Maverick Vinales

Vinales kassierte lediglich die beiden KTM-Piloten sowie Loris Baz, Valentino Rossi und Dani Pedrosa. Am Ende fehlten ganze 36 Sekunden auf die Siegerzeit von Andrea Dovizioso. "Ich wollte das Tempo ein wenig anziehen, als ich auf der Jagd nach Aleix Espargaro war, doch dann verlor ich plötzlich drei Sekunden. Unser Reifen hat unfassbar schnell abgebaut."

Vinales Formkurve zeigt klar nach unten: Seit der Sommerpause stand er in sechs Rennen nur zweimal auf dem Podest, gewonnen hat der Katalane seit Le Mans nicht mehr. Will er beim MotoGP-Finale in Valencia zumindest noch theoretische Chancen haben, muss er auf Phillip Island und in Sepang Marquez mindestens 16 Punkte abnehmen und Dovizioso fünf.

Selbst wenn er plötzlich zu einer Siegesserie ansetzen würde, wird es eng. Sollte Vinales die Rennen in Australien und Malaysia gewinnen, darf Marquez maximal einen zweiten und einen vierten Platz oder in beiden Rennen Rang drei einfahren. Sonst sind die Titelträume von Vinales schon in Fernost ausgeträumt.


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