MotoGP

MotoGP Aragon 2017: Reaktionen zum Marquez-Sieg

Marc Marquez gewinnt das MotoGP-Rennen in Aragon, Valentino Rossi kämpft lange um das Podium. Die Stimmen zum 14. Saisonrennen in Spanien:
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

1. Marc Marquez (Repsol Honda): "Es war ein schwieriges Rennen. Die hohen Temperaturen haben alles schwer gemacht. Ich hatte von Anfang an nicht das Gefühl vom Warm-Up. Ich bin dann flüssiger gefahren und war vorsichtig. Das Gefühl kam bis zum Ende des Rennens nicht zurück. Ich weiß nicht, woran es lag. Aber ich konnte dann einen kleinen Vorsprung herausfahren. Ich freue mich über den Sieg."

2. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Ich bin mit dem Rennen zufrieden. Das ganze Wochenende waren wir konkurrenzfähig. Wir waren uns vor dem Rennen nicht sicher, was für einen Reifen wir nehmen würden. Ich war zu lange hinter Maverick, da habe ich den Anschluss an die Spitze verloren. Als ich dann an ihm vorbei war, konnte ich aufholen. Aber da hat Marc schon geführt und konnte seinen Vorsprung verwalten. Ich bin zufrieden und sehr stolz auf mein Team."

3. Jorge Lorenzo (Ducati): "Ich habe fast gewonnen. Wir waren dicht dran, so dicht wie noch nie. Es ist schade, das Rennen so eng zu verlieren. In den letzten Runden hätten wir ein bisschen mehr Grip am Hinterrad gebraucht. Unsere Wahl war wohl zu weich, Dani und Marc haben es besser getroffen. Ich bin trotzdem mit allem zufrieden, dem Qualifying, den Führungsrunden und dem Podium."

4. Maverick Vinales (Yamaha): "Der harte Reifen hat nicht gut funktioniert, vor allem in den ersten Runden. Danach wurde es besser. Nicht unbedingt in Sachen Grip, aber er hat sich Runde für Runde verbessert. Bei anderen Rennen war die Reifenwahl klarer. Ich habe versucht, die gleichen Fahrer wie die anderen Fahrer zu nutzen. Bei den nächsten Rennen müssen wir am Freitag umso härter arbeiten."

Valentino Rossi ließ viele Gegner hinter sich - Foto: Yamaha

5. Valentino Rossi (Yamaha): "Ich bin stolz, letzte Woche wusste ich noch nicht, ob ich fahren könnte. Ich wusste aber, dass ich in der zweiten Rennhälfte leiden würde. Ich hatte ein paar Schmerzen und wir hatten auch mit der Reifenabnutzung zu kämpfen. Die Arbeit geht nach diesem Rennen aber weiter. Der Kalender kommt mir entgegen, da ich zwei Wochen Zeit habe. Motegi danach wird sehr wichtig, aber es sind ja auch drei Rennen in Folge. Deshalb will ich dort einigermaßen fit sein."

6. Aleix Espargaro (Aprilia): "Ich denke, alle hatten heute Spaß. Es passiert nicht oft, dass so viele Fahrer bis zur Zielflagge so dicht beieinander liegen in der MotoGP. Das Rennen war hart, aber ich mochte es. Ich hatte zwischenzeitlich schon gehofft, mit Vale und Maverick um P4 kämpfen zu können. Aber am Ende haben sie noch einmal Fahrt aufgenommen. Auf jeden Fall bin ich mit P6 zufrieden, und vor allem mit dem Rückstand zum Sieger."

7. Andrea Dovizioso (Ducati): "Ich wollte mit der Spitze mithalten, hatte aber nicht allzu viele Karten die ich ausspielen konnte. Der Freitag hat die Situation komplizierter gestaltet, denn wir wussten, dass es keine gute Strecke für uns ist. Der weiche Hinterreifen war kein Fehler, der Drop am Ende des Rennens hat andere Gründe. Schade dass es nur zu P7 gereicht hat, aber unter diesen Umständen war es das Beste, das ich heute herausholen konnte."

8. Alvaro Bautista (Aspar Ducati): "Es war ein gutes Rennen, das wir weniger als achten Sekunden hinter dem Gewinner beendet haben. In anderen Rennen wäre ich mit diesem Zeitunterschied Fünfter geworden. Ich bin zufrieden, denn ich habe 100 Prozent gegeben und habe versucht, das Meiste aus unserem Paket herauszuholen. Wir sind mit dem weichen Hinterreifen ein Risiko eingegangen, denn wir wussten nicht, wie er sich nach sieben Runden verhalten würde. Mehr sind wir im Training nie zusammenhängend gefahren."

Johann Zarco konnte mit der Spitze nicht mithalten - Foto: Tech3

9. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Ich hatte erwartet, mit gebrauchten Reifen stärker zu sein. Die ersten Runden waren etwas schwierig. Ich hatte keine richtige Gelegenheit zu überholen, und habe ein paar Plätze verloren weil ich fast gestürzt wäre. Danach hat mich die Front limitiert. Da war die Balance wohl nicht perfekt genug, um vorne mitzuhalten. Ich habe alles gegeben, um nur 13 Sekunden hinten zu liegen. Mir hat aber etwas gefehlt, als die Top-Jungs Kallio überholt haben."

10. Pol Espargaro (KTM): "Es war ein weiterer toller Tag, ein Top-10-Ergebnis nur 14 Sekunden hinter der Spitze ist unglaublich. Das gesamte Team hat einen guten Job gemacht, Rennen für Rennen konkurrenzfähig zu sein. Auf neuen Strecken fühlt es sich von Tag zu Tag besser an, was auch am Test-Team um Mika liegt. Er hatte heute einen guten Start und ist danach ein tolles Rennen direkt in meiner Nähe gefahren. Die WM ist eng wie nie, und KTM steigt neu in diese Klasse ein und kann sofort mitkämpfen. Das finde ich wirklich beeindruckend."

11. Mika Kallio (KTM): "Ich denke, wir können damit zufrieden sein. Klar wäre ich lieber in den Top 10 gewesen, aber Pol hat mich gegen Rennende überholt und ich konnte ihm nicht folgen. Man darf nicht vergessen, dass es erst mein drittes Rennen in diesem Jahr ist. Noch zur Rennmitte hatte ich die Jungs an der Spitze im Blickfeld, der Abstand lag zu diesem Zeitpunkt gerade einmal bei sieben Sekunden. Meine Rundenzeiten waren ebenfalls vergleichbar mit den Jungs, daher sind wir glücklich über unsere Pace. Wir müssen noch etwas Haltbarkeit für den Hinterreifen in der zweiten Rennhälfte finden, aber wenn man die Gesichter der Jungs in der Garage sieht und von allen Leuten drum herum, ist das brillant."

12. Andrea Iannone (Suzuki): "Wir hatten an diesem Wochenende weniger Probleme als sonst und ich hoffe, dass ist ein schöner Neustart für Suzuki, das Team und mich. Der positivste Aspekt ist, dass wir zusammen schauen, dass wir uns verbessern und unsere Probleme lösen. Danke an Suzuki für ihre Anstrengungen und ihre Arbeit. Hoffentlich kommen wir bald dort hin, wo wir sein wollen. Ich bin happy mit unserer Performance."

Jack Miller holte drei Punkte - Foto: LAT Images

13. Jack Miller (Marc VDS Honda): "Ich bin zwar zufrieden, aber es war nicht das Rennen, das ich erwartet hätte. Auch, wenn ich ein paar Punkte eingefahren habe. Ich habe den harten Reifen benutzt und habe davon ein bisschen mehr erwartet. Es hat aber nicht so funktioniert. Es war ein positives Wochenende. Ich fühle mich wohl auf dem Bike, vor allem mit der Front. Uns fehlt nur ein bisschen Grip am Hinterrad. Das lag daran, dass wir die harte Front nicht rechtzeitig zum Laufen bekommen haben."

14. Scott Redding (Pramac Ducati): "Ich kann nicht sagen, dass ich mit diesem Ergebnis zufrieden bin. Das Qualifying lief schief, aber ich habe versucht, fokussiert zu bleiben und aufzuholen. Ich hatte eine gute Rennpace und das gibt mir Selbstvertrauen für das anstehende Triple."

15. Tito Rabat (Marc VDS Honda): "Ich kämpfe immer um ein besseres Ergebnis, deshalb ist Platz 15 nicht das Ergebnis, welches wir erreichen wollten. Aber es war trotzdem ein guter Tag, denn wir haben im Rennen einen guten Job gemacht, nachdem wir von weit hinten gestartet sind. Das ist gut für mein Selbstvertrauen und hat mir geholfen, ein paar Punkte zu sammeln."

16. Jonas Folger (Tech3 Yamaha): "Wir sind alle enttäuscht vom Rennen. Ich muss Vertrauen zurückgewinnen und die zwei Wochen Pause jetzt wirklich dazu nutzen, um mich auszuruhen. Dann bin ich mental wieder frisch, um besser auf dem Bike zu sein. Ich liege jetzt 14 Punkte vor dem nächsten Fahrer, aber das Ziel sind weiter die Top-10. Ich muss aber freier werden, wenn ich wieder so fahren will wie zu Saisonbeginn."

Alex Rins fährt mit leeren Händen nach Hause - Foto: Suzuki

17. Alex Rins (Suzuki): "Das war ein sehr hartes Rennen. Der Start ist mir gut gelungen, da habe ich Plätze gewonnen. Aber noch in der ersten Runde bin ich wieder zurückgefallen. Viele Fahrer haben mich auf der Bremse überholt, da habe ich meine größten Probleme. Die Gegner wieder zu überholen war hart, da konnte ich keinen Rhythmus aufbauen. Positiv ist, dass uns das für die Zukunft weiterhilft. Wir haben heute viel gelernt."

18. Hector Barbera (Avintia Ducati): "Es war ein komisches Rennen in Sachen Reifenhaltbarkeit. In den ersten Runden bin ich konservativ gefahren. Ich habe versucht, meine Reifen zu schonen, aber dann habe ich realisiert, dass alle dieselbe Strategie fahren. Ihre Pace ist aber nicht langsamer geworden. Ich habe immer noch dieselben Probleme mit meinem Bike. Wenn ich das Gas öffne, habe ich Chattering und kann das Limit nicht finden."

19. Bradley Smith (KTM): "Ich bin zufrieden, wie sich die Dinge nach dem Training entwickelt haben. Von ganz hinten zu starten war nicht einfach, aber mit dem weichen Reifen war ich wieder im Rennen. Die schlechte Nachricht ist, dass es möglicherweise nicht die beste Reifenwahl für den Long Run war. Es war ein Pokerspiel, schlussendlich war es frustrierend, nicht in die Punkte gekommen zu sein."

20. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Es ist ein Wochenende zum Vergessen. Ich wollte konkurrenzfähig sein, war es aber nicht. Während des Rennens hatte ich Probleme mit dem Hinterreifen. War das mein Fehler? Ich weiß es nicht. Aber unter normalen Bedingungen ist das nicht meine Position."

21. Loris Baz (Avintia Ducati): "Es war ein hartes Rennen, das schwer zu regeln war. Alles, was wir über das Wochenende über versucht haben, hat nicht funktioniert und ich konnte mich nicht verbessern. Wir hatten dieselben Probleme, ich habe überall Grip verloren. Ich hatte einen guten Start und habe versucht, so gut es geht mit Pol Espargaro mitzuhalten. Aber das war unmöglich. Ich habe Positionen verloren und auf dem Bike sitzen zu bleiben, war sehr schwer."

Sam Lowes war der letzte Fahrer im Ziel - Foto: Aprilia

22. Sam Lowes (Aprilia): "Ich wusste, meine Pace ist nicht die schnellste heute, aber ich war konstant und habe keine Fehler gemacht. Natürlich ist mein Ziel ein anderes, aber an einem schwierigen Wochenende mit wenigen trockenen Sessions muss ich auf das Positive schauen."

DNF: Cal Crutchlow (LCR Honda): "Ich hatte kein gutes Gefühl für den Hebel meiner Vorderradbremse, schlicht weil ich mich mit meinem Finger nicht richtig anpassen konnte. Die Temperatur an der Vorderradbremse war am Ende sehr hoch, weil ich im Windschatten war, am Ende der Geraden war der Hebel dann sehr weit entfernt und habe deshalb einen Fehler gemacht, bin weit gegangen. Ich kam dann stark zurück, habe aber gegen Johann einen Fehler gemacht. Ich musste schnell eine Aktion machen, denn ich hatte nicht damit gerechnet, diesen Move zu machen. Ich habe dann die Front verloren. Ein enttäuschendes Ende eines ganz guten Wochenendes."

DNF: Karel Abraham (Aspar Ducati): "Wir sind gut ins Rennen gestartet und während der ersten Runden war ich in einer Gruppe von Fahrern und habe um gute Positionen gekämpft. Ich war hinter Espargaro und habe mich sicher gefühlt. Wir hatten ein Problem beim trockenen Setup mit der Front. Ich habe damit auch im Rennen gekämpft. Im Corkscrew habe ich ein bisschen zu sehr gepusht, zu stark gebremst und dann die Front verloren. Es tut mir Leid für mein Team."


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