MotoGP

Deutschland-GP: Die Stimmen zum Training am Sachsenring

Das Wetter in Sachsen zeigte sich am Trainingsfreitag von seiner schlechtesten Seite. Das sagten die Fahrer nach den ersten zwei Sessions.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - 1. Andrea Dovizioso (Ducati): "Heute war es generell ein guter Tag. Ich bin sehr zufrieden mit dem Morgen. Im Trockenen konnten wir einen positiven Trend vorweisen, besser als in den letzten Rennen. Am Nachmittag auf nasser Strecke hatten wir ein paar Probleme. Es war ein bisschen so wie in Assen, deshalb müssen wir noch ein bisschen arbeiten."

2. Maverick Vinales (Yamaha): "Am Nachmittag haben wir uns nicht so gut gefühlt wie am Morgen, wir haben kein gutes Setup gefunden. Ich hatte im Nassen Probleme und musste hart arbeiten, um das Setting zu verbessern. Wir können es alles zum Arbeiten bringen. Am Morgen lief es ziemlich gut. Ich habe viele Reifen ausprobiert und habe mich gut auf dem Bike gefühlt. Ich habe das Potenzial, mich zu verbessern, auch wenn wir am Nachmittag nicht die Besten waren. Ich freue mich aufs FP3 morgen."

3. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Ein positiver Start in das Wochenende, aber wir haben noch Arbeit mit dem Setup des Motorrads vor uns. Außerdem müssen wir erst herausfinden, welche Reifen im Rennen am besten funktionieren werden. Da es am Nachmittag geregnet hat, wurden wir hier in unserer Arbeit ziemlich eingeschränkt."

Pedrosa überzeugte mit Rang drei - Foto: Tobias Linke

4. Aleix Espargaro (Aprilia): "Ich bin sehr glücklich. Ich mag das Layout der Strecke nicht besonders, aber war hier immer schnell. Ich habe gezeigt, dass ich heute schnell im Trockenen und Nassen sein konnte. Heute Morgen haben wir so viel Arbeit wie möglich in die Reifen gesteckt. Nachdem es regnen konnte, war es wichtig, viele Informationen zu sammeln. Ich war mit vielen Kombinationen schnell. Der neue Asphalt hat sehr guten Grip."

5. Alvaro Bautista (Aspar Ducati): "Im Trockenen habe ich mich gut gefühlt. Wir haben ein paar verschiedene Reifenoptionen ausprobiert, aber auf dem neuen Asphalt mit dem besseren Grip ist es schwer, rauszufinden, was am besten funktioniert. Ich bin in Kurve elf gestürzt. Ich war zu übermütig und habe die Front verloren. Am Nachmittag war unser Ziel, die Haltbarkeit der Reifen zu testen, bevor es angefangen hat zu regnen. Das hat den Test unmöglich gemacht. Ich habe mich im Trockenen nicht wohl gefühlt, aber ein paar Änderungen am Bike haben das verbessert."

6. Marc Marquez (Repsol Honda): "Ich habe mich heute im Trockenen und Nassen sehr stark gefühlt, was extrem wichtig ist, denn hier weiß man ja nie, wie das Wetter wird. Wir haben schon mit einem guten Basis-Setup beginnen, das mir viel Vertrauen gegeben hat. Jetzt müssen wir genau aufpassen, wie sich die Strecke entwickelt, denn ich glaube, dass sich der Asphalt Schritt für Schritt verbessern wird. Das kann alles auf den Kopf stellen."

7. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Ich bin mit dem ersten Tag in Deutschland zufrieden. Heute Morgen musste ich erstmal verstehen, wie das MotoGP-Bike auf der Strecke funktioniert und bin am Ende Siebter auf einem weichen Reifen geworden. Das bedeutet, wenn es morgen regnet, bin ich schon im Q2. Das ist sehr schön. Noch dazu ist der Grip-Level sehr gut, zumindest als es trocken war. Am Nachmittag hat die Session nass begonnen. Dann ist es wieder abgetrocknet, bevor es wieder nass wurde. Dann bin ich auf die Strecke gegangen, um ein Gefühl für den Asphalt zu kriegen und der Grip war dann unglaublich, als es nass war."

8. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Ich bin zufrieden mit dem heutigen Tag. Ich konnte im Nassen oder Trockenen schnell sein. Vor allem im Regen konnte ich auch konkurrenzfähig sein. Ich muss sagen, dass das Bike super funktioniert hat. Im Trockenen haben wir viel getestet, vor allem die Reifen."

9. Jack Miller (Marc VDS Honda): "Die Nachmittags-Session war nicht die Einfachste, ich war draußen, als es sehr nass war. Jedes Mal, wenn die Linie ein bisschen abgetrocknet war, wollte ich kein großes Risiko eingehen. Ich kenne mein Potenzial im Nassen, ich war unter diesen Bedingungen einer der Schnellsten. Ich habe ein gutes Gefühl im Nassen und es hatte keinen Sinn, sich groß aufs Setup zu konzentrieren."

10. Scott Redding (Pramac Ducati): "Das FP1 lief sehr gut, auch wenn wir auf den ersten Runden sehr vorsichtig waren. Wir haben den neuen Asphalt ausprobiert und haben Selbstbewusstsein gesammelt. Es ist schade um den Crash am Ende der Session, denn ich muss ehrlich sein, ich habe hart gepusht und der Sturz kam sehr unerwartet."

11. Jonas Folger (Tech3 Yamaha): "Ich bin sehr zufrieden mit dem, was ich am ersten Tag in Deutschland geschafft habe. Das FP1 lief ziemlich gut. Wir haben den harten Reifen probiert, was viele Fahrer nicht gemacht haben. Ich habe dann die Session nur 0.576 Sekunden hinter dem Führenden beendet. Am Nachmittag hat es geregnet, aber es war unglaublich, wie viel Grip die Strecke hatte. Es war trotzdem schwer, das Limit zu finden. In Assen war es andersrum. Ich brauchte deshalb etwas mehr Zeit, um mich wieder zurechtzufinden und gut zu fühlen. Dann konnte ich das Beste auf dem guten Grip bei Regen machen."

Folger verpasste die Top-Ten knapp - Foto: Tobias Linke

12. Jorge Lorenzo (Ducati): "Heute Morgen habe ich mich im Trockenen darauf konzentriert, mich ans Bike weiter zu gewöhnen. Das ist im Moment mein Ziel. Die Oberfläche liefert viel Grip, im Nassen und im Trockenen. Das ist positiv. Am Nachmittag im Regen habe ich mich gut gefühlt, aber nach dem Start hatte ich ein Problem mit der Carbonbremsen, sodass ich sie nicht auf Temperatur kriegen. Das hat mich die Chance, meine Rundenzeit zu verbessern."

13. Cal Crutchlow (LCR Honda): " Rang 13 ist heute wirklich eine Enttäuschung für mich, auch wenn es nicht meine Schuld ist. Ich war auf einer fantastischen Runde unterwegs, aber dann ist Redding direkt vor mir gestürzt und ich habe 0,6 Sekunden verloren. Sonst wäre ich in den Top-Drei gelandet. Aber das ist nun mal Racing. Hoffentlich ist es in FP3 trocken und wir können Q1 noch entgehen.

14. Hector Barbera (Avintia Ducati): "Da es am Samstag wieder regnen könnte, wäre es wichtig gewesen, im Trockenen eine schnelle Runde zu fahren, um es direkt in Q2 zu schaffen. Es hat aber leider nicht sein sollen. Vielleicht habe ich nicht genug Risiko genommen oder nicht den passenden Moment für einen Angriff gewählt. Ich bin dennoch zufrieden mit dem was wir heute erreicht haben, immerhin war ich im Nassen der schnellste Fahrer."

15. Sam Lowes (Aprilia): "Ich bin mit einigen Zweifeln hergekommen, denn auf der Strecke hatte ich in der Vergangenheit immer Probleme. Aber ich habe mich schon im FP1 gut gefühlt. Ich bin schnell gefahren ohne Fehler zu machen, hatte ein gutes Gefühl und habe mich konstant verbessert. Im Nassen lief es ebenfalls gut. Ich kann gut fahren und habe eine solide Pace in den frühen Runden gesetzt. Ich fühle mich positiv. Ich wachse konstant und komme mit dem Bike besser und besser klar."

16. Valentino Rossi (Yamaha): "Es war ein schwieriger Tag, denn wir waren unter allen Bedingungen langsam. Vor allem im Nassen hatten wir Probleme. Wir haben keine gute Balance für das Bike. Im Trockenen war unsere Pace ein bisschen besser, wenn auch nicht fantastisch. Leider hatte im im letzten Run des FP1 überhaupt kein Gefühl für die Front. Deshalb habe ich es nicht in die Top-10 geschafft. Deshalb hoffe ich, dass das FP3 trocken bleibt. Wenn nicht, wird es schwierig, denn von so weit hinten zu starten wär ein Alptraum für alle."

Rossi kam über P16 nicht hinaus - Foto: Tobias Linke

17. Pol Espargaro (KTM): "Für uns war es gut, dass wir hier heute sowohl im Trockenen als auch im Nassen fahren konnten, weil wir so viele Informationen für KTM gesammelt haben. Außerdem waren wir im Regen viel stärker als sonst. Ich hatte ein wirklich gutes Gefühl und konnte einige Fahrer überholen. Ich kann mir im Moment nicht mehr wünschen."

18. Karel Abraham (Aspar Ducati): "Heute lief es ganz gut. Wir haben den neuen Asphalt heute Morgen ausprobiert und es war das erste Mal seit drei Jahren für mich auf dieser Strecke. Deshalb musste ich mich erstmal wieder daran gewöhnen. Wir haben hart gearbeitet und hatten ein paar Probleme am Morgen. Wir konnten sie aber bis zum Nachmittag lösen. Ich bin meine schnellste Runde im Nassen gefahren."

19. Alex Rins (Suzuki): "Es war etwas schwierig für mich, hier herzukommen und dann zuerst auf trockener und dann auf nasser Strecke zu fahren. Im Trockenen habe ich mich aber gut gefühlt, konnte mich etwas steigern und ein paar Modifikationen vornehmen. Hätte ich noch mehr Zeit gehabt, hätten wir ein paar mehr Ideen ausprobieren können und uns noch weiter gesteigert."

20. Tito Rabat (Marc VDS Honda): "Der heutige Morgen war ziemlich schwierig, denn die Strecke war trocken, aber es war sehr kalt und schwierig, die Bedingungen des neuen Asphalts zu verstehen. Man muss vorsichtig sein, vor allem in Kurve elf, deshalb bin ich es im FP1 ruhig angegangen, statt zu pushen. Am Nachmittag hat der Regen es schwierig gemacht, einen Rhythmus zu finden, aber ich habe das Gefühl, als hätte ich es gut gemacht. Ich habe mich wohler auf dem Bike gefühlt als am letzten Wochenende."

21. Bradley Smith (KTM): "Das war insgesamt ein ganz guter Tag. Ich fühle mich hier sowohl im Trockenen als auch im Nassen stärker als in Assen. Wir sind auf einem besseren Weg. Mein Feeling ist nicht schlecht und wir haben ein paar Fahrer hinter uns gelassen."

22. Loris Baz (Avintia Ducati): "Es ist mir heute etwas schwer gefallen, eine gute Runde zusammenzubekommen. Mit meiner idealen Rundenzeit wäre ich deutlich weiter oben in der Zeitenliste. Wir müssen das Bike also wohl noch besser fahrbar machen. Wenn es am Samstag nicht regnet, sollte uns das auch gelingen."

23. Mika Kallio (KTM): "Ich bin jetzt viele Monate immer alleine auf der Strecke gewesen und habe getestet. Natürlich ist das auch schön, weil ich immerhin die Möglichkeit habe, eines der besten Motorräder der Welt zu fahren. Es ist aber schon interessanter, hier gegen andere Piloten zu fahren. Es freut mich auch, dass ich heute gegen den Rest des Feldes kämpfen konnte und gezeigt habe, dass mein Speed okay ist. Damit bin ich sehr zufrieden."

24. Andrea Iannone (Suzuki): "Die Zeitenlisten sprechen eine deutliche Sprache. Ich hatte heute einfach zu große Probleme. Hoffentlich kann ich am Samstag etwas radikal umstellen und ein paar Schritte nach vorne machen, denn in dieser Situation will ich nicht sein. Ich habe große Probleme beim Bremsen. Nervös zu werden ist nicht der beste Weg, um Probleme zu lösen, also müssen wir verstehen, was hier passiert."


Weitere Inhalte:
Motorsport-Magazin.com fragt
Wir suchen Mitarbeiter