MotoGP

MotoGP-FP1: Dovizioso an der Spitze, Rossi mit technischen Problemen

Mehr Zeit: Die erste Trainingssession auf dem Sachsenring ging 10 Minuten länger als sonst. Dovizioso fuhr auf die Spitze, Rossi hatte ein technisches Problem.
von Sophie Riga

Motorsport-Magazin.com - Das erste Freie Training der Königsklasse auf dem Sachsenring ging bei viel Wind, aber trockener Strecke los. Die Session wurde durch den neuen Asphalt um zehn Minuten verlängert, ging damit also 55 Minuten. Nach Ablauf der Zeit setzte sich Andrea Dovizioso an die Spitze, Valentino Rossi kämpfte mitten in der Session mit einem technischen Problem an seiner Yamaha.

Die Platzierungen: Seinem Ruf als König des Sachsenrings gerecht werdend setzte sich Marc Marquez früh in der Session mit einer 1:23.344 an die Spitze der Zeitnahme, Aleix Espargaro und Cal Crutchlow reihten sich dahinter ein. Marquez drehte aber weiter auf und fuhr eine Bestzeit nach der anderen, sodass er seine Zeit auf eine 1:22 drückte.

Zum Ende der Session schaffte es der Dauersieger aber nicht, sich gegen die Konkurrenz zu behaupten. Dovizioso setzte sich mit einer 1:32.599 nach ganz vorn, 0.038 Sekunden dahinter platzierte sich Maverick Vinales auf Platz zwei. Marquez' Teamkollege Dani Pedrosa wurde mit einer 1:21.789 Dritter. Auf Rang vier landete Aleix Espargaro, dahinter reiht sich auch noch Bautista ein.

Damit ist Marquez im ersten Freien Training auf 'seiner' Strecke nur Sechster, die Top-10 komplettieren Johann Zarco, Danilo Petrucci, Jack Miller und Scott Redding. Jonas Folger wurde bei seinem Sachsenring-Debüt als MotoGP-Pilot Elfter, Lorenzo landet dahinter. Rossi wird am ersten Morgen in Deutschland 16.

Die Zwischenfälle: Nach ein paar Minuten ging Danilo Petrucci in Kurve fünf weit und musste einen Ritt durch den Kies wagen. Er blieb aber auf dem Bike sitzen und fuhr danach normal weiter. Mit knapp 40 Minuten auf der Uhr ging Rossi mit technischen Problemen von der Strecke und rollte erst wenige Minuten später bergab, um sein Bike eventuell neu zu starten. Das klappte aber nicht, sodass er das Bike an Marshalls übergab und auf einem Scooter zurück in die Box fuhr.

Tito Rabat ging kurz nach dem Rossi-Zwischenfall in Kurve acht unverletzt zu Boden, nachdem er sein Bike bei einem Ausflug ins Kiesbett nicht aufrecht halten konnte. Nur wenige Augenblicke später saß er bereits wieder auf seiner Honda und fuhr weiter. Weniger Glück hatte Andrea Iannone in Kurve elf. Dort ging der Suzuki-Pilot schnell zu Boden und brauchte Hilfe der Marshalls, um auf die Beine zu kommen. Danach konnte er aber selbstständig gehen. In der letzten Minute stürzten auch Bautista und Redding.

Das Wetter: Das schönste Wetter packte Sachsen zum ersten Freien Training der MotoGP nicht gerade aus. Die Temperaturen lagen bei 16 Grad in der Luft und auf der Strecke. Dicke Wolken hingen am Himmel, aber es blieb trotzdem trocken.

Die Analyse: Die erste Trainingssession des Wochenendes war für die Piloten von außerordentlicher Wichtigkeit. Keiner der Piloten konnte Erfahrung mit dem neuen Asphalt des Sachsenrings vorweisen, es war für alle das erste Mal. Ebenso wichtig war es, dass die Session trocken blieb, sodass Rossi und Co. so viele Infos wie möglich sammeln konnte. Neuer Asphalt hin oder her, für Marquez schien das aber nichts zu ändern. Früh in der Session machte er erneut klar, warum er bereits so lange Zeit ungeschlagen ist. Zum Ende der Session drehte dann jedoch die Konkurrenz ebenfalls auf.


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