MotoGP

Italien GP: Die Stimmen zum Training in Mugello

Am Vormittag dominierte Andrea Dovizioso auf der Ducati, am Nachmittag schlug ihn Cal Crutchlow. Das hatten die Fahrer zum Freitag in Mugello zu sagen:
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

1. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Ich fühle mich auf dem Motorrad noch nicht fantastisch, weil es mir die letzten Tage nicht so gut ging. Ich schleppe ein paar kleinere Verletzungen mit mir herum, bin daher mit der heutigen Leistung zufrieden. Wir müssen uns noch verbessern, denn das Motorrad ist noch nicht sehr gut in der Mitte der Kurven."

2. Andrea Dovizioso (Ducati): "Wir sind besser als erwartet in dieses Wochenende gestartet. Wir konnten in der Hitze des Nachmittags eine gute Pace halten, sind in der Mitte der Kurven aber noch nicht so schnell wie erhofft. Ducati ist hier echt konkurrenzfähig und wir konnten die komplette Reifenpalette heute austesten. Das ist wichtig für Qualifying und Rennen."

Unser Top-Speed ist zwar nicht berauschend, aber das liegt auch daran, dass wir einen älteren Motor benutzen. Erst morgen wechseln wir auf den stärkeren Motor
Jonas Folger

3. Jonas Folger (Tech3 Yamaha): "Unser Top-Speed ist zwar nicht berauschend, aber das liegt auch daran, dass wir einen älteren Motor benutzen. Erst morgen wechseln wir auf den stärkeren Motor, von daher ist alles im grünen Bereich. Wir müssen morgen schauen, wie lange der weiche Reifen durchhält. Zarco ist damit ziemlich viele Runden gefahren und war noch immer schnell."

4. Michele Pirro (Ducati): "Wir konnten viel Arbeit erledigen und waren auch auf gebrauchten Reifen schnell. Im dritten Sektor haben wir noch so unsere Probleme, legen morgen also unser Hauptaugenmerk darauf. Morgen werden wir die Desmosedici so weit wie möglich nach vorne tragen."

5. Maverick Vinales (Yamaha): "Ich bin über den Kerb gecrasht, vielleicht war dort weniger Grip. Ich wollte mich einfach nur wegdrehen, um nicht mit dem Kopf voran in den Kies einzutauchen. Ich hatte sehr viel Glück, denn in dieser Ecke sind wir richtig schnell. Es war ein Fehler von mir - hoffentlich lerne ich daraus Ich bin ein wenig angeschlagen, aber für diesen Crash geht es mir relativ gut."

6. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Am Morgen musste ich das Motorrad ein bisschen zwingen, am Nachmittag habe ich aber die nötige Kontrolle gefunden. Ich war konstant und es hat Spaß gemacht. Wenn es wärmer wird, wird es hier leider auch schwieriger, sich zu verbessern. Ich liege noch immer in den Top-10 und muss mich dort bis zum Ende des 3. Trainings halten."

Johann Zarco zeigte sich erneut in guter Form - Foto: Tech3

7. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Wir hatten ein bisschen Probleme mit dem Grip, konnten aber am Motorrad einige Dinge ausprobieren und mit den Reifen arbeiten. Unser Rhythmus war konstant und wir haben nützliche Informationen gesammelt, die uns helfen sollten, morgen unsere Rundenzeiten zu verbessern."

8. Hector Barbera (Avintia Ducati): "Wir sind schon lange nicht mehr so gut gestartet. Die bisherigen fünf Rennen waren die schwierigsten meiner Karriere, denn ich wusste, dass wir das Paket haben. Leider musste ich zusehen, wie andere mit dem gleichen Motorrad schneller als ich waren. Jetzt sieht es so aus, als hätten wir endlich die richtige Richtung erwischt. Wir müssen dieses Momentum in den morgigen Tag mitnehmen."

9. Alvaro Bautista (Aspar Ducati): "Wir haben einen guten Job gemacht. Heute Morgen hatten wir ein kleines Problem mit dem Bike und mussten wechseln, aber ich habe mich von Anfang an wohl gefühlt. Wir haben versucht, unser Gefühl und das Setting zu verbessern, vor allem am Kurvenausgang am Gas, denn am Morgen bin ich da oft weit gegangen. Am Nachmittag hat sich das verbessert. "

Ohne einen kleinen Fehler, hätte ich die gleiche Rundenzeit erzielt wie Dovi.
Jorge Lorenzo

10. Jorge Lorenzo (Ducati): "Am Vormittag war ich stark, auch wenn ich mich in den Bremszonen noch nicht wohl gefühlt habe. Ohne einen kleinen Fehler, hätte ich die gleiche Rundenzeit erzielt wie Dovi. Im zweiten Training habe ich viele Runden auf gebrauchtem Hinterreifen absolviert, daher fehlte dort ein wenig die Konkurrenzfähigkeit. Im Moment bin ich noch nicht zufrieden."

11. Andrea Iannone (Suzuki): "Ich bin mit dem Verhalten des Bikes hier sehr zufrieden. Ich denke, es ist einer der Besseren für uns, die uns liegen. Leider fühle ich mich nicht optimal, ich leide schon seit fünf Tagen unter Magenbeschwerden und bin ziemlich schwach. Gemeinsam mit den Ärzten versuchen wir, die Situation zu verbessern. Ich hoffe, dass ich mich ab heute Nacht besser fühle, denn es wäre schade, bei so einer Chance nicht zu 100 Prozent kämpfen zu können."

12. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Ich bin gut gestartet, doch dann ist mein Motorrad einfach plötzlich einfach stehengeblieben. Danach musste ich das Ersatzbike nehmen, das völlig anders eingestellt war. Ich habe auf diesem Motorrad nie ein gutes Gefühl gefunden."

Bei Marc Marquez rauchten nach dem Training die Köpfe - Foto: HRC

13. Marc Marquez (Repsol Honda): "Aufgrund der guten Wetterprognose haben wir uns dazu entschlossen, viele Dinge beim Setup auszuprobieren. Vor allem wollten wir mein Vertrauen in die Front erhöhen. Wir haben dafür einige schnelle Runden geopfert und den weichen Hinterreifen gar nicht erst aufgezogen. Okay, wir haben zwar ein paar Probleme, aber mein Rhythmus ist nicht allzu schlecht."

Das größte Problem war mein rechter Arm.
Valentino Rossi

14. Valentino Rossi (Yamaha): "Das größte Problem war mein rechter Arm. Vor allem beim Beschleunigen, wenn man das Gas öffnet und mit ganzer Kraft auf dem Lenker bleiben muss, da habe ich starke Schmerzen. Am Morgen habe ich es ohne Schmerzmittel versucht, aber so waren die Schmerzen zu stark. Am Nachmittag haben wir es daher mit einem leichten Schmerzmittel versucht. Wir hoffen, das reicht."

15. Scott Redding (Pramac Ducati): "Ich hatte heute einige Probleme, aber immerhin ist der Abstand zu den Top-10 relativ gering. Mit den Medium-Reifen ging es mir nicht gut, weshalb wir am Nachmittag auf die harten Reifen gewechselt haben. Dort lief es ein wenig besser, aber mir fehlt nach wie vor das nötige Gefühl für die Front."

16. Aleix Espargaro (Aprilia): "Wir sind viel besser als die Zeiten zeigen. Leider bin ich auf meinem ersten Bike gecrasht. Der Motor läuft besser und auf dieser Strecke hätte man da wirklich einen Unterschied gesehen. Es war ein langsamer Crash, nichts ernstes, aber es hat den Rest der Session schwierig gemacht. Ich konnte aber eine gute Pace in den letzten Runden halten und mit Vinales mithalten. Hier in Mugello am WM-Führenden zu hängen, ist definitiv ein gutes Zeichen."

17. Jack Miller (Marc VDS Honda): "Ich erhole mich noch immer von meinem großen Crash in Le Mans, aber ich habe mich auf dem Bike gut gefühlt. Ich habe ehrlich gesagt erwartet, hier ein paar Probleme mit den Geraden zu haben und muss auf noch mehr Gefühl hoffen. Sobald ich die Bremsen losgelassen habe, bin ich etwas weit gegangen und konnte die Kurve nicht richtig verlassen. Dabei ist genau das hier sehr wichtig. Es war kein schlechter Tag und ich bin zufrieden mit meiner Pace auf Rennreifen. Ich denke, wir können gute Rundenzeiten fahren, wenn wir das Bike für die späteren Teile der Schikanen richtig eingestellt haben. Dann kann ich auch mit genug Selbstvertrauen auf die Geraden gehen. Die Front fühlt sich noch ein bisschen leicht an, darauf konzentrieren wir uns jetzt."

18. Tito Rabat (Marc VDS Honda): "Ich denke, dass ich heute einen sehr guten Job gemacht habe. Ich war in beiden Sessions konstant und freue mich über den Fortschritt, den wir gemacht haben. Die tollen Bedingungen haben es uns erlaubt, ausschließlich am Bike für das Rennen zu arbeiten. Ich denke, wir haben für Sonntag eine gute Richtung gefunden. Die Zeiten sind sehr eng beisammen und ich liege nicht weit hinter Jack. Wir müssen sichergehen, dass wir auf den starken Start aufbauen, um am Sonntag um Punkte zu kämpfen."

Loris Baz kämpft noch mit dem neuen Vorderreifen, gegen dessen Einführung er in Le Mans stimmte - Foto: Avintia

19. Loris Baz (Avintia Ducati): "Dieser Tag war hart für mich. Wir müssen noch am Setup des Motorrads für den neuen Vorderreifen arbeiten. Ich hatte Probleme mit Chattering und die Front hat in jeder Kurve gezogen. An Q2 darf ich aktuell nicht einmal denken daher konzentriere ich mich darauf, mich generell zu verbessern."

20. Sam Lowes (Aprilia): "Um ehrlich zu sein habe ich mich noch nie so gut wie heute auf dem Bike gefühlt. Heute Morgen lief es gut. Durch ein kleines Problem am ersten Bike musste ich die komplette Session auf dem Zweitbike fahren. Ich war ziemlich schnell, sogar auf benutzten Reifen. Am Nachmittag sind wir auf harten Reifen gestartet, aber konnten mit der Pace mithalten. Der Crash hat uns etwas Zeit gekostet und hat die Arbeit schwieriger gemacht, aber ich bin optimistisch für morgen."

21. Karel Abraham (Aspar Ducati): "Nach Barcelona war es ein sehr positiver Tag für uns. Am Morgen habe ich mich mit der Front nicht gut gefühlt. Es war nicht so schlimm wie in Barcelona, aber es war auch nicht gut. Wir haben hart gearbeitet und konnten im FP1 einen großen Schritt nach vorn machen. Im FP2 haben wir dann noch mehr geschafft, ich konnte eine 1:49.0 auf Reifen fahren, die schon fast eine ganze Renndistanz hinter sich hatten. Das ist eine gute Rundenzeit."

22. Pol Espargaro (KTM): "Wir hatten seit Katar nicht mehr so große Probleme. Das Schwierigste ist, alles unter einen Hut zu bringen. Wir sind gut auf der Bremse und beim Powermanagement, aber noch nicht gut beim Umlegen. Bradley und ich haben uns die Arbeit aufgeteilt, morgen werden wir Quervergleiche ziehen."

23. Bradley Smith (KTM): "Wir hatten am Vormittag noch unsere Probleme, denn mit dem neuen Motor sind wir zum ersten Mal auf einer Strecke mit dieser Charakteristik. Daher verlief es schwierig, aber zwischen erstem und zweiten Training bekamen wir die meisten Dinge in den Griff."

24. Sylvain Guintoli (Suzuki): "Diese Strecke ist sehr kompliziert und man muss sehr viel bei hohen Geschwindigkeiten riskieren. Ich muss eine bessere Pace finden. Immerhin habe ich am Nachmittag bereits um eine Sekunde zugelegt."


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