MotoGP

Die Stimmen zum Qualifying der MotoGP in Le Mans, Frankreich

Maverick Vinales holte die Pole Position in Frankreich. Was die Piloten nach dem Qualifying zu sagen hatten:
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

1. Maverick Vinales (Yamaha): "Es war ein schwieriges Qualifying, den die Strecke war nicht im besten Zustand. Aber unser Bike ist hier sehr gut. Ich wusste, dass ich es schaffen konnte, deshalb habe ich mich nur konzentriert und so gut gepusht, wie ich konnte, um die Pole zu holen. Wir müssen mit dem Wetter vorsichtig sein. Wir müssen uns verbessern. Wir müssen heute Abend arbeiten und uns morgen verbessern."

2. Valentino Rossi (Yamaha): "Ich bin zufrieden, denn heute hatten wir das erste komplett trockene Training. Da weiß man nie. Wir haben das Setting ein bisschen verändert. Das hat zusammen mit dem neuen Asphalt und der Strecke dazu geführt, dass das Bike sehr gut funktioniert hat. Es war ein wirklich gutes Qualifying. Ich denke, dass ich auf der ersten Fliegenden Runde sehr schnell war, aber ich war zu schnell an Jack dran, deshalb habe ich etwas Zeit verloren. Es ist schade um die verpasste Pole, aber von Platz zwei ins Rennen starten ist ok."

Hier in Le Mans muss man ruhig bleiben, um schnell zu sein. Daher muss ich meine Emotionen im Griff haben und einen guten Start hinlegen.
Johann Zarco

3. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Vor dem Qualifying war ich ein wenig nervös, wegen meinem Sturz heute Morgen. Aber ich hatte im FP4 eine gute Pace, das hat mir mein Vertrauen zurückgegeben. In Q1 konnte ich meine Pace weiter steigern und Zweiter werden. Im Q2 hatte ich dann nur noch einen neuen Hinterreifen, also habe ich ein bisschen gewartet. Ich habe mir die Pace der anderen Fahrer angeschaut und das hat mich ermutigt, denn ich wusste, dass ich einen guten Job machen kann. Im Rennen will ich mit den Top-Jungs mithalten, aber hier in Le Mans muss man ruhig bleiben, um schnell zu sein. Daher muss ich meine Emotionen im Griff haben und einen guten Start hinlegen."

4. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Es war ein zufriedenstellender Tag. Es ist ein schwieriges und komisches Wochenende bisher. Wir hatten kaum trockene Strecke und auch im Qualifying war die Strecke noch ein bisschen nass. Wir haben als Team einen guten Job gemacht, aber ich bin am Ende keine gute Runden gefahren und habe ein paar Fehler gemacht. Ich bin enttäuscht, jetzt in der zweiten Reihe zu stehen."

5. Marc Marquez (Repsol Honda): "Wir wussten, dass wir auf dieser Strecke normal mehr Probleme haben, aber immerhin waren wir nicht so weit weg. Wir sind noch nicht ganz da, wo wir hinwollen, aber wir werden heute Abend hart arbeiten, die Daten prüfen, und im morgigen Warm-Up hoffentlich etwas näher dran sein. Wir hatten dieses Wochenende nur eine ganz trockene Session, also war das FP4 wie ein normales FP1, und mit dem neuen Asphalt hätten wir mehr Zeit auf der Strecke und Runden gebraucht, um das Bike einzustellen. Meine Stürze waren beide in derselben Kurve. Im FP4 versuchte ich, das Limit zu finden, und im Qualifying hatten wir das Setup etwas verändert und ich hätte diese Kurve wohl etwas anders fahren sollen."

6. Andrea Dovizioso (Ducati): "Es ist ein ziemlich kompliziertes Wochenende, aber letztlich konnte ich, nachdem ich am Vormittag die Top Ten nur um ein paar Zehntel verfehlte, im QP1 eine exzellente Zeit setzen und für das Rennen morgen einen Platz in der zweiten Startreihe erkämpfen. Ich bin optimistisch, weil ich glaube, dass wir eine gute Pace haben, obwohl es schwierig ist, die Pace der anderen Topfahrer zu verstehen. Wir wissen, dass unsere Rivalen sehr stark sein werden, aber wir werden auf jeden Fall versuchen, an ihnen dranzubleiben."

Andrea Dovizioso freut sich über Reihe 2 - Foto: Ducati

7. Scott Redding (Pramac Ducati): "Ich denke, der Test in Jerez gab mir Zuversicht. In diesen ersten beiden Tagen waren wir in gemischten und trockenen Bedingungen sehr gut. Ich bin auch zufrieden damit, wie es im FP4 lief, wo ich versuchte, an der Rennpace zu arbeiten. Das Qualifying lief sehr gut. Auf dem zweiten Run versuchte ich zu pushen, aber ich fing an, mehr Chattering an der Front zu fühlen. Die Rundenzeit war sehr gut, aber leider stürzte ich. Ich hätte mindestens die zweite Reihe geschafft, aber das ist in Ordnung."

8. Pol Espargaro (KTM): "In Jerez haben wir herausgefunden, dass wir dort viel besser sind als auf anderen Strecken. Wir wussten nicht genau, warum, ob es an der Strecke, am Motor oder an beidem lag. Hier in Le Mans haben wir bestätigt, dass der Motor gut arbeitet. Wir waren auf eine schnelle Runde im Qualifying gesehen nur 1,4 Sekunden hinter den Top-Jungs, das ist supergut. Sicher kommen noch Strecken, die uns besser oder schlechter liegen, aber das Bike ist noch zu jung, um zu wissen auf welchen Strecken es wie aussieht."

9. Karel Abraham (Aspar Ducati): "Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden, obwohl ich hoffte, am Nachmittag eine 1:32.9 zu schaffen und das Beste, was wir erreichten, ein paar 33.5 waren. Jedenfalls war es heute Vormittag wie gestern - erst Regen, dann trocken, sodass wir am Ende Slicks aufziehen konnten. Es war nicht einfach, konzentriert zu bleiben und keinen Fehler zu machen, aber es funktionierte und ich war Sechster, was toll war. Ich kam direkt ins QP2, sodass wir im FP4 etwas Anderes probieren konnten, aber das funktionierte nicht. Im Qualifying hatte ich anfangs kein gutes Gefühl, aber gegen Ende wurde es stetig besser."

10. Bradley Smith (KTM): "Wir haben offensichtlich von den Bedingungen profitiert. Viele sagen, dass mich nur dies oder jenes direkt in Q2 gebracht hat, aber um das zu realisieren, braucht man auch das nötige Vertrauen ins Motorrad. Man braucht zwei Jungs, die wissen, dass man das unter diesen Bedingungen realisieren kann, und zwei Jungs mit der nötigen Motivation, um genau das zu tun."

Es war ein übler Crash, und ich habe Glück, dass ich nur mit ein paar Prellungen davongekommen bin.
Jack Miller

11. Jack Miller (Marc VDS Honda): "Ich war froh, im Qualifying wieder aufs Bike zu steigen, nachdem ich mich nach dem Crash im FP4 nicht hundertprozentig fühlte. Es war ein übler Crash, und ich habe Glück, dass ich nur mit ein paar Prellungen davongekommen bin. Durch Turn 1 hatte die Front zugemacht, sodass ich auf die Mauer zu raste, und als ich sah, dass ich nicht rechtzeitig anhalten konnte, ließ ich los, bevor ich in der Mauer einschlug. Im QP2 war ich auf meinem ersten Run schneller, aber meine Hand fühlte sich nach dem Sturz nicht perfekt an und ich hatte Mühe, das Motorrad in der letzten Kurve abzubremsen und kam auf die Kerbs. Echt schade, aber ich werde fürs Rennen bereit sein, wenn ich etwas Eis auf die Hand und mein Knie halte, um die Schwellungen zu behandeln."

12. Loris Baz (Avintia Ducati): "Heute Vormittag lief alles wirklich gut und wir kamen direkt ins QP2. Wir wussten, dass das FP4 sehr wichtig wird, weil es die erste trockene Session am Wochenende war. Aber wir hatten ein kleines Problem am Ersatzbike und konnten nicht zurück auf die Strecke. Das zwang uns, mit einer Einstellung an der Front, die wir nie zuvor getestet hatten, ins Qualifying zu gehen, und es hat nicht funktioniert. Ich fuhr wieder hinaus, mein Gefühl war nicht gut, aber ich versuchte, trotzdem eine schnelle Runde zu fahren und stürzte."

Im Trockenen hatte Loris Baz seine Probleme - Foto: Avintia

13. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Dieses Wochenende ist generell sehr schwierig. Wegen dem Wetter haben wir Probleme mit der Reifentemperatur. Heute Vormittag hatten wir einige kleine Probleme am Bike, die bedeuteten, dass ich meine Zeit nicht verbessern und direkt ins QP2 einziehen konnte. Das FP4 lief ziemlich gut. Im QP1 waren wir schnell, aber leider nicht genug, um weiterzukommen. "

14. Alvaro Bautista (Aspar Ducati): "Das Level im QP1 heute war unglaublich. Mit meiner Zeit wäre ich in die ersten beiden Startreihen gekommen. Es ist schwierig, eine schnelle Runde zu schaffen, aber heute waren wir sehr nahe daran, ins QP2 einzuziehen, und dann schlugen nur fünf Fahrer wirklich meine Rundenzeit aus dem QP1, aber in der Realität starten wir jetzt vom 14. Platz. Heute Morgen waren die Bedingungen ziemlich schwierig. Die Strecke war ziemlich nass, aber wir gingen auf Slicks hinaus, um zu versuchen, ins QP2 zu kommen, obwohl wir viele Risiken eingehen mussten."

Meine persönliche Bestzeit war gut, und wenn man die Zeiten vergleicht, dann hätte ich Sechster werden können.
Jonas Folger

15. Jonas Folger (Tech3 Yamaha): "Vielleicht hatte ich heute etwas Pech, meine persönliche Bestzeit war gut, und wenn man die Zeiten vergleicht, dann hätte ich Sechster werden können. Das ist schade, aber wir sehen, dass die Strecke der Yamaha sehr gut liegt. Daher ist für morgen noch nichts verloren, auch wenn ich etwas Pech hatte. Ich hatte einen Crash im FP4 und der hat mir etwas Vertrauen gekostet. Aber zum Glück bin ich okay und ich konnte im Q1 immer noch mein Bestes geben."

16. Jorge Lorenzo (Ducati): " Es ist eine unterschiedliche Strecke, ein unterschiedlicher Belag und uns fehlte einfach die Zeit mit trockenen Bedingungen. Ich brauche immer noch länger als Dovizioso, um mich ans Limit zu tasten. Ich brauche einfach mehr Runden. Aber leider hatten wir etwas Pech mit dem Wetter. Ich bin immer noch nicht so konkurrenzfähig, wie ich es mit einem sehr, sehr vertrauten Bike war, als ich von der ersten oder zweiten Runde an schnell fahren konnte. Ich muss immer noch unterschiedliche Dinge verstehen. Wir haben immer nur 30 oder 40 Minuten. Das reicht für mich nicht, um auf sichere Weise schnell zu fahren, und das ist das Problem."

17. Andrea Iannone (Suzuki): "Das war ein ungewöhnlicher Qualifying-Tag. Viele Fahrer, die in Q2 vor mir waren, sind langsamere Zeiten gefahren als ich in Q1. Wir haben unsere Konkurrenzfähigkeit nicht zur Schau stellen können. Es ist schade, dass ich nun von so weit hinten ins Rennen gehen muss."

18. Aleix Espargaro (Aprilia): "In der ersten Vormittagssession riskierte ich nichts. In diesen Bedingungen war es leicht, Fehler zu machen, die uns dann das Wochenende verdorben hätten. Im FP4 fühlte ich mich im Trockenen gut, sowohl, was die Zeiten, als auch die Pace angeht, aber im Qualifying machte ich einen dummen Fehler. Es ist schade, dass ich so weit hinten starten muss, aber ich bin mir sicher, dass das Rennen morgen Spaß macht. Wir können mit vielen von den Fahrern vor uns kämpfen."

Aleix Espargaro stürzte im Q1 - Foto: Aprilia

19. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Es war im Qualifying nicht mein bester Tag. Ehrlich gesagt ist das das schlechteste Qualifying, seit ich bei Pramac bin. Ich verlor den Einzug ins QP2 um wenige Millisekunden, und im QP1 war die Konkurrenz wirklich sehr stark. Das Problem ist, dass ich nach dem FP4 große Probleme mit Chattering bekam, besonders mit weichen Reifen. Morgen muss ich wieder eine Aufholjagd starten, aber aus der siebten Startreihe wird das sehr schwierig."

20. Hector Barbera (Avintia Ducati): "Mein Platz im Qualifying war nicht der Beste, aber zumindest kam ich etwas näher an die Spitze. Ich war am Ende nur 0,4 Sekunden hinter Lorenzo und sehr nahe an Petrucci, also glaube ich, dass wir einen kleinen Fortschritt gemacht haben. Das Gefühl auf dem Bike war besser, und ich glaube, das liegt an den Verbesserungen, die wir im Jerez-Test vorgenommen haben."

21. Sam Lowes (Aprilia): "Wir gehen weiter in die richtige Richtung. Ich war den ganzen Tag recht konkurrenzfähig. Ich bin nur knapp am QP2 vorbeigeschrammt und hatte insgesamt ein gutes Gefühl im Sattel. Wir nahmen keine großen Veränderungen vor. Wir setzen einfach unsere Arbeit fort und die Ergebnisse kommen. Das Qualifying lief nicht sonderlich gut, aber das Level in der MotoGP ist extrem hoch. Das sind 15 kritische Minuten, in denen man perfekt sein muss. Wir sind für das Rennen bereit. Das Ziel ist ein konkretes Ergebnis und meine ersten Punkte zu holen."

22. Tito Rabat (Marc VDS Honda): "Es waren sehr schwierige Bedingungen, nicht nur dieses Streckenlayout, sondern auch das Wetter mit dem Regen und dann der halb trockenen, halb nassen Strecke im Freien Training. Sogar im Qualifying gab es ein paar nasse Stellen, aber ich schaffte eine gute Verbesserung und fuhr meine schnellste Zeit. Ich hatte ein paar Schrecksekunden und stürzte auf dem zweiten Run beinahe, aber ohne viele Runden auf trockener Strecke finde ich das ok. Jetzt konzentriere ich mich darauf, ein gutes Rennen zu fahren."

23. Sylvain Guintoli (Suzuki): "Ich musste mich rasch anpassen und eine gute Pace finden. Die Position ist nicht sehr gut, aber die Rundenzeit liegt nicht ganz so fernab der nötigen Pace. Mir fehlt leider ausreichend Zeit auf der Strecke, um mich an dieses Motorrad zu gewöhnen."


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