MotoGP

Amerika GP: Die Stimmen zum MotoGP-Training am Circuit of the Americas in Austin

Marc Marquez konnte am ersten Trainingstag seine Vormacht in Texas aufrecht halten. Das hatten der Austin-King und das restliche Fahrerfeld zu sagen:
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - 1. Marc Marquez (Repsol Honda): "Der heutige Tag lief ganz in Ordnung. Im FP2 habe ich angefangen, mich wohler zu fühlen. Es gibt noch Bereiche im Setup, an denen wir arbeiten müssen. Vor allem das Gefühl für die Front müssen wir verbessern. Positiv ist, dass wir über den Tag verteilt viel Arbeit erledigen konnten und alle Reifen ausprobiert haben. Jetzt wissen wir, wie das Bike reagiert. Am Nachmittag haben wir auch mit der Elektronik einen Schritt nach vorn gemacht. Wir haben eine gute Basis gefunden, auch wenn wir mehr Details bearbeiten wollen, um das Verhalten des Bikes mit den Bodenwellen zu verändern."

2. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Das ist ein sehr positiver Start in das Wochenende für uns. Zuerst bin ich viele Runden auf den Medium-Reifen gefahren und am Ende habe ich die Softs aufgezogen, die auf dieser Strecke sehr gut funktionieren. Damit konnte ich dann eine wirklich schnelle Runde fahren, wie im Qualifying. Es war genau die richtige Strategie, zuerst ordentlich Kilometer zu sammeln und dann Gas zu geben. Morgen werden wir dann schon für das Rennen arbeiten, ich bin aber zuversichtlich, dass ich im Qualifying eine gute Leistung zeigen kann."

Wichtig ist für uns, aufs Rennen hinzuarbeiten und die letzten zehn Runden vorzubereiten.
Maverick Vinales

3. Maverick Vinales (Yamaha): "Ich bin sehr zufrieden, wir haben gut für das Rennen gearbeitet. Ich bin zuversichtlich und weiß, dass wir einen guten Job abliefern können. An der Elektronik müssen wir an einigen Punkten noch arbeiten, aber ich fühle mich toll. Das ist das Wichtigste. Wir konzentrieren uns auf uns selbst und versuchen, uns Schritt für Schritt zu verbessern. Wichtig ist für uns, aufs Rennen hinzuarbeiten und die letzten zehn Runden vorzubereiten, denn da können wir uns noch verbessern."

4. Valentino Rossi (Yamaha): "Auf dieser Strecke könnten die Winglets helfen. Wir beschleunigen viel aus geringen Geschwindigkeiten, aber wir haben auch viele Richtungswechsel. Deshalb ziehen wir es vor, mit der normalen Verkleidung rauszugehen. Im Vergleich zu den beiden ersten Rennen ist der Start hier besser. Die waren aber auch ein Desaster. Ich denke, dass dieser Start wichtig für uns ist, denn wir haben das Setting seit Argentinien nicht viel verändern, sondern haben versucht zu verstehen, wie das Bike auf dieser Strecke funktioniert. Es funktioniert anders."

"Heute Morgen war ich schon in den Top-10 und nicht weit weg von Platz eins. Es sieht so aus, als könnten wir uns noch verbessern, aber wir verstehen das Basis-Setting jetzt besser. Am Nachmittag bin ich eine gute Runde mit weichen Reifen gefahren. Deshalb bin ich Vierter, aber wir müssen unsere Pace noch weiter verbessern. Vor allem beim Bremsen ist es schwierig zu stoppen, aber im Vergleich zu Katar und Argentinien ist es ein guter Anfang. Nach Katar habe ich bessere Ergebnisse erwartet, aber in Argentinien musste ich viel einstecken. Dort haben wir die Balance des Bikes verändert und jetzt habe ich ein besseres Gefühl. Für mich haben wir heute etwas sehr Wichtiges verstanden."

Valentino Rossi fühlt sich deutlich besser in Form - Foto: Yamaha

5. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Wir konnten uns nach der ersten Trainingssession verbessern und ein paar Dinge in Sachen Setup ausprobieren. Auch an den Reifen haben wir gearbeitet. Wir müssen diese Informationen jetzt nutzen, um morgen einen weiteren Schritt nach vorn zu machen. Wir wollen uns vor allem im ersten und dritten Sektor verbessern und das Rennen so gut wie möglich vorbereiten."

6. Andrea Dovizioso (Ducati): "Es war ein ungewöhnlicher Tag, denn die Strecke war ganz anders als im letzten Jahr. Es gibt viele Neigungen, das macht alles komplizierter. Es ist nicht einfach, das richtige Setup zu finden, denn es gibt nicht viel Grip und man kann an der Front nicht hart pushen. Außerdem müssen wir die Reifeabnutzung für das Rennen beachten. Aber auch, wenn das allgemeine Gefühl nicht besonders ist, ist unsere Pace absolut in Ordnung. Im Moment haben Vinales und Marquez mehr Pace, aber nach ihnen hängen wir alle zusammen. Morgen sollten die Temperaturen etwas niedriger sein als heute. Wir werden versuchen, das zu nutzen und mit dem Rennen im Kopf zu arbeiten."

7. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Im ersten Training habe ich mich mit dem Motorrad und den Reifen nicht wohlgefühlt. Am Nachmittag habe ich dann aber ein gutes Setup gefunden und mit dem harten Reifen vorne und hinten hat das Bike besser funktioniert. Wir haben noch einige Dinge wir ausprobieren und Bereiche in denen wir uns verbessern wollen. Hoffentlich gelingt uns das am Samstag."

Nach diesem soliden Tag bin ich mir sicher, dass wir hier am Sonntag einen guten Job machen werden.
Jonas Folger

8. Jonas Folger (Tech3 Yamaha): "Nach diesem soliden Tag bin ich mir sicher, dass wir hier am Sonntag einen guten Job machen werden. Die Strecke ist sehr technisch mit vielen Kurven, also habe ich etwas Zeit gebraucht, um mit dem MotoGP-Bike in den Flow zu kommen. In FP2 konnte ich mit den Soft-Reifen dann aber gute Zeiten fahren und ein Top-Ten-Ergebnis am ersten Tag hier ist stark. In ein paar Kurven mache ich aber noch Fehler und verliere Zeit, also muss ich mir ansehen wo ich noch zulegen kann."

9. Scott Redding (Pramac Ducati): "Ich bin ziemlich zufrieden. Am Morgen haben wir immer denselben Reifen benutzt und das Gefühl war gut. Ich habe meine beste Rundenzeit auf der letzten Runde gesetzt. Das ist ein weiteres gutes Zeichen. Am Nachmittag hatten wir viele Reifen zur Auswahl. Am Ende haben wir den Angriff auf die Bestzeit mit einem Medium-Reifen an der Front und einem weichen Reifen hinten gewagt. Das war eine gute Kombination, auch wenn ich bis zum Limit pushen musste. Alles zusammengenommen ist mein Gefühl positiv und ich denke, dass wir uns morgen noch verbessern können."

Andrea Iannone schob Jorge Lorenzo kurz vor Schluss aus den Top-10 - Foto: Suzuki

10. Andrea Iannone (Suzuki): "Heute war ein harter Tag. Wir haben uns zwar am Nachmittag gesteigert, aber leider nicht genug. Hier erleben wir Probleme, die wir schon in der Vergangenheit hatten, aber sie treten von Strecke zu Strecke unterschiedlich stark auf. Wir haben ein paar Dinge versucht, um das Motorrad in diesen Bereichen zu verbessern, aber im Moment sind wir zu keiner Lösung gekommen. Ich muss mich also wohl daran gewöhnen."

Die neue Sitzposition gibt mir ein besseres Gefühl und fühlt sich allgemein und im Kurveneingang sicherer an.
Jorge Lorenzo

11. Jorge Lorenzo (Ducati): "Auch wenn meine Position nicht sehr gut ist und ich im Moment außerhalb der Top-10 bin, bin ich ziemlich zufrieden. Wir haben immer noch die FP3-Session morgen früh, aber das Wichtigste ist, dass sich das Bike seit Argentinien verbessert hat. Die neue Sitzposition gibt mir ein besseres Gefühl und fühlt sich allgemein und im Kurveneingang sicherer an. Im Endeffekt sind wir nicht weit vom vierten oder fünften Platz entfernt und morgen werden wir hoffentlich einen Schritt nach vorn machen."

12. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Ich bin in den letzten zwei Jahren nicht viele Runden auf dieser Strecke gefahren, deshalb hatte ich Probleme, mein Gefühl wiederzufinden. Um ehrlich zu sein, sind die Bodenwellen auf der Strecke noch schlimmer geworden. Ich kann mit meiner heutigen Leistung nicht zufrieden sein. Die Position ist nicht gut und die Rennpace war auch nicht die Beste. Ich hatte Schwierigkeiten, das richtige Setup zu finden, aber wir müssen trotzdem positiv in den morgigen Tag gehen. Wir haben die richtige Richtung gefunden, deshalb bin ich zuversichtlich. Aber wir müssen uns natürlich um einiges verbessern."

13. Jack Miller (Marc VDS Honda): "Ich habe mich heute wohl auf dem Bike gefühlt, aber die Strecke hat definitiv mehr Bodenwellen als in der Vergangenheit. Deshalb müssen wir heute Abend am Setting arbeiten, um unser Bike ein bisschen benutzerfreundlicher zu machen. Es scheint, als würde das Bike instabil werden, sobald man über eine Bodenwelle fährt. Es ist schwer, den Schwung und das Zittern zu stoppen. Das größte Problem mit den Bodenwellen hat man in der Mitte der Kurve. Ich denke, dass es von der Formel 1 kommt, denn die haben so viel Downforce und gehen mit so viel Speed und Druck durch die Kurven, dass der Asphalt Bodenwellen in der Mitte der Kurve wirft. Das macht es schwierig."

14. Aleix Espargaro (Aprilia): "Es war sicher nicht unser bester Trainingstag. Ich hatte Probleme, vor allem mit der Front-Stabilität. Auch mit dem Richtungswechsel hatten wir so unsere Schwierigkeiten. Das Bike ist immer noch nicht so agil, wie ich es gerne hätte. Jetzt müssen die Jungs aus dem Team die Daten analysieren. Morgen werden wir an der Geometrie und der Gewichtsverteilung arbeiten. Die Wahl des Hinterradreifens sollte jedoch kein Problem sein. Ich habe zwei Optionen ausprobiert und fühlte mich mit beiden gut. Deshalb werden wir uns auf die Front konzentrieren, unser momentan größtes Problem."

Aleix Espargaro landete auf Platz 14 - Foto: Aprilia

15. Hector Barbera (Avintia Ducati): "Heute war ein positiver Tag. Ich muss meinen Fahrstil noch ans Bike anpassen, aber heute habe ich mich viel besser gefühlt. Mein Fahrstil kommt jetzt natürlicher. Wir müssen so weiterarbeiten, denn dann holen wir das Maximum heraus. Wir sind immer noch weit von dem entfernt, wo wir sein wollen, aber wir kommen früher oder später dorthin."

Ich dachte, dass er mich durchlassen würde, aber dann kam er wieder auf die Strecke und es gab nicht mehr genug Raum für uns beide.
Alvaro Bautista

16. Alvaro Bautista (Aspar Ducati): "Es war ein seltsamer Tag, die Strecke hatte noch mehr Bodenwellen als sonst. Ich hätte gedacht, dass wir mit dem weichen Reifen konkurrenzfähiger sein könnten, aber er war dem Medium-Reifen sehr ähnlich. Ich habe eine gute Runde verpasst, aber unsere Pace ist gut. Was den Zwischenfall mit meinem Teamkollegen angeht: Ich habe gesehen, dass er langsam gefahren ist. Ich wollte ihn in Kurve elf gar nicht auf der Bremse überholen, deshalb habe ich damit bis zur Geraden gewartet. Ich dachte, dass er mich durchlassen würde, aber dann kam er wieder auf die Strecke und es gab nicht mehr genug Raum für uns beide. Wir haben uns berührt und er ist gestürzt. Zum Glück ist er aber ok."

17. Tito Rabat (Marc VDS Honda): "Heute Morgen habe ich mich stark und sicher gefühlt, aber am Nachmittag kam das Gefühl nicht zurück. Ich habe ein Problem gehabt und ich muss meinem Team dafür danken, dass sie schnell eine Lösung gefunden haben, die es mir ermöglicht hat, etwas von dem Gefühl vom Morgen zurückzukriegen. Ich war zuversichtlich, dass ich meine Rundenzeiten am Ende der Session verbessern könnte, aber als ich gepusht habe, war viel Verkehr. Deshalb war es nicht möglich."

18. Alex Rins (Suzuki): "Wir hatten schon lange Probleme beim Setup der Front, nun sind uns endlich Fortschritte gelungen. Ich passe mich nach und nach immer besser an die Maschine an, aber umgekehrt auch die Maschine an mich. Mein Knöchel fühlt sich schon ganz gut an. In einigen Passagen habe ich zwar noch Schmerzen, aber ich versuche dann, meinen Fahrstil so anzupassen, dass ich den Knöchel nicht zu sehr belaste."

19. Loris Baz (Avintia Ducati): "Der erste Tag war komplizierter als Argentinien, aber wir sind nicht so schlecht, wie die Position vermuten lässt. Am Morgen wollten wir den weichen Reifen am Ende der Session nicht verwenden. Ich bin die 45 Minuten mit demselben Reifen gefahren, das hat uns für das Rennen wichtige Informationen gegeben. Am Nachmittag ahbe ich meine Pace verbessert und das Gefühl war gut. Beim Bremsen in Kurve eins habe ich einen kleinen Fehler gemacht und bin gestürzt."

20. Pol Espargaro (KTM): "Diese Strecke ist langt und wir sind nicht sehr schnell. Dass ich nur drei Sekunden zurück liege, ist gut. In Argentinien hat uns noch einiges gefehlt. Mit der neuen Verkleidung haben wir mehr Stabilität und können mehr Kraft vom Motor freigeben. Die ganze Elektronik muss sich nun aber erst wieder einspielen."

Abraham geriet mit Bautista aneinander - Foto: Aspar

21. Karel Abraham (Aspar Ducati): "Der Tag lief enttäuschend, denn gerade als wir den weichen Reifen aufgezogen haben, um eine schnelle Runde zu fahren, habe ich in der Kurve vor der Gegengeraden ein bisschen zu spät gebremst und musste weit gehen. Als ich das Gas wieder aufgedreht habe, kam Alvaro gerade aus der Kurve. Ich weiß nicht, ob sich sein Bike bewegt hat, aber er hat mich von der Seite berührt. Ich habe das nicht erwartet und hatte einen schweren Crash. Das Bike ist auf mir gelandet. Ich habe Schmerzen und muss meinen Knöchel röntgen lassen. Ich hoffe, dass ich morgen wieder fit bin. Ich ärgere mich, denn normalerweise lernt man bei einem Crash etwas. Dieser war komplett nutzlos."

22. Sam Lowes (Aprilia): "Die zweite Session lief ganz gut. Ich konnte mein Gefühl und meine Zeit verbessern. Wie es so oft der Fall ist, war unsere Pace besser als unsere Fliegende Runde. Die Strecke ist auf einem MotoGP-Motorrad sehr fordernd, aber das sind Schwierigkeiten, die mir dabei helfen, mich schnell zu verbessern, meine Linien, meinen Fahrstil und meine Fahrposition zu ändern. Die Strecke hat viele Neigungen, aber unser Bike ist eigentlich stabil. Hier haben wir aber Probleme damit, die Bodenwellen zu absorbieren. Das Problem werden aber viele Fahrer haben, denke ich. Wir versuchen, dem durch Arbeit am Setting und durch die Veränderungen einiger Linien entgegenzuwirken."

23. Bradley Smith (KTM): "Die Top-10 hatten wohl alle den weichen Reifen drauf, ich hingegen habe meine beste Runde auf dem harten absolviert. Ich bin zufrieden, wo ich aktuell stehe. Wir haben verschiedene Dinge mit dem Getriebe ausprobiert, müssen die richtige Kombination aber noch finden. Die neue Verkleidung wurde konzipiert um weniger Wheelie zu generieren und das hat gut geklappt."


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