MotoGP

Heftige Klatsche für Pedrosa und Lorenzo im MotoGP-Qualifying - Chaos in Assen: Dovi-Pole, Marquez fährt Scooter

Regen, Pedrosa-Klatsche, Zeitlupen-Sturz von Vinales... Am Ende setzte sich Dovizioso im Assen-Qualifying durch. Marquez hatte die Lacher auf seiner Seite.
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Andrea Dovizioso startet beim Niederlande-GP der MotoGP in Assen von der Pole-Position. In einem chaotischen Qualifying mit zahlreichen ungewöhnlichen Ereignissen drehte der Ducati-Pilot in letzter Sekunde die schnellste Runde und startet damit mit Valentino Rossi und Scott Redding aus der ersten Reihe. Eine bittere Klatsche hingegen mussten Jorge Lorenzo und Dani Pedrosa hinnehmen. Lorenzo wurde nur Elfter und Pedrosa blieb im Q1 hängen und muss das Rennen von Platz 15 aus angreifen.

Die Platzierungen im Q2: Während sich die Top-10 der drei freien Trainings sich noch herantasten mussten, übernahm Q1-Fahrer Pol Espargaro die deutliche Bestzeit in 1:48.313, gefolgt von Bruder Aleix. Acht Minuten vor dem Ende setzte sich Andrea Dovizioso an die zweite Position, Valentino Rossi lag auf Platz vier, Jorge Lorenzo auf Platz sechs. Einen Umlauf später übernahm Dovizioso die provisorische Pole in 1:47.638. Etwas weniger als vier Minuten vor dem Ende kletterte Yonny Hernandez auf Platz zwei.

Espargaro war damit nur noch Dritter, fuhr aber eineinhalb Minuten vor Schluss eine neue Bestzeit in 1:46.997, Danilo Petrucci übernahm wenige Sekunden darauf die zweite Position. Nach Ablauf der Zeit übernahm Dovizioso im Windschatten von Rossi wieder die Bestzeit vor dem Doktor und Scott Redding. Marc Marquez setzte sich nach seiner Scooter-Einlage noch an die vierte Stelle vor Cal Crutchlow und Hernandez. Pol Espargaro fiel noch bis auf Platz sieben zurück, vor Bruder Aleix, Andrea Iannone und Danilo Petrucci. Jorge Lorenzo wurde Elfter vor Maverick Vinales.

Die Platzierungen im Q1: Zunächst übernahm auf feuchter Strecke Yonny Hernandez das Kommando in 1:49.752, gefolgt von Hector Barbera und Esteve Rabat. Schon im zweiten Umlauf gelang Barbera eine deutliche neue Bestzeit von 1:48.830, der Avintia-Pilot verdrängte damit Hernandez von der Spitze. Kurz darauf aber stürzte Barbera in Turn 11, Hernandez seinerseits konterte mit einer neuen Bestzeit von 1:48.571. Hernandez drückte den Bestwert in der Runde danach nochmals um einige Tausendstel auf 1:48.535.

Jack Miller dagegen übertrieb es und crashte in Turn 10. Auch Michele Pirro ging zu Boden, den Avintia-Pilot erwischte es in Kurve 15. Sorgenfalten ebenfalls bei Dani Pedrosa: selbst eine neue persönliche Bestzeit zwei Minuten vor Schluss reichte noch nicht für den Einzug in die Top-2. Pol Espargaro hingegen schaffte es noch: In seiner letzten Runde fuhr der Tech3-Pilot Sessionbestzeit in 1:48.482. Damit erreichten Espargaro und Hernandez Q2, während Barbera knapp scheiterte und Dritter wurde. Ebenso verpassten Bradley Smith als Vierter, Alvaro Bautista als Fünfter und Pedrosa als Sechster die Top-2. Stefan Bradl kam auf Platz acht.

Die Zwischenfälle: Schon im Q1 sorgte die feuchte Strecke für einige Sturzopfer. So erwischte es Hector Barbera in Turn 11, Jack Miller in Turn 10 und Michele Pirro in Turn 15, alle drei Crashes liefen zum Glück harmlos ab. Gleich zu Beginn von Q2 stürzte Maverick Vinales auf seiner Outlap in Turn 5. Neuneinhalb Minuten vor Schluss verlor Marc Marquez auf seiner ersten schnellen Runde die Front seiner Honda in Kurve neun und fuhr sofort selbst mit einem Roller zurück an die Box.

Das Wetter: Durch den Regen im FP4 war die Strecke zu Beginn der Qualifying-Sessions nass. Das machte es dem MotoGP-Feld bei der Zeitenjagd alles andere als einfach. Das Thermometer zeigte vor der ersten Session etwas weniger als 18 Grad Celsius in der Luft und etwas weniger als 22 Grad Celsius auf dem Asphalt an. Bis zum Start von Q2 sanken die Temperaturen noch minimal.

Die Analyse: Nach einem verregneten Qualifying wissen wir nur eines: Für ein Trockenrennen haben wir hier keine Erkenntnisse erhalten. Was sich hingegen auch dieses Mal wieder gezeigt hat: Jorge Lorenzo und Dani Pedrosa fahren in Holland unter ferner Liefen. Und Marc Marquez kann jede Art von motorisiertem Zweirad am Limit bewegen.


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