MotoGP

Marquez in Texas mit einer Hammerrunde nach der anderen - FP3 in Austin: Marquez weiter unschlagbar

Austin und Marc Marquez passen perfekt zusammen. Das zeigte sich auch im FP3 der MotoGP. Valentino Rossi hatte einige Schwierigkeiten.
von Andrea Blendl

Motorsport-Magazin.com - Bereits in den ersten Minuten der Session verbesserte Jorge Lorenzo seine Zeit um eine halbe Sekunde und reihte sich hinter Marc Marquez auf den vorläufig zweiten Rang ein. Der aber packte schon nach wenigen Runden den Hammer aus und brannte eine 2:03.885 in den texanischen Asphalt. Auch die Ducatis konnten ihre Rundenzeiten bald verbessern, doch Maverick Vinales und Valentino Rossi taten sich bei kühlerem Asphalt damit lange schwer. Vierzehn Minuten vor Schluss bliesen dann auch sie zum Angriff und zogen weiche Slicks auf. Prompt preschte Rossi auf eine 2:04.450, vorläufig der vierte Rang. Auch Dani Pedrosa konnte sich endlich steigern, während sein Teamkollege Marquez seine Bestzeit sogar noch auf 2:03.861 verbesserte. Dann drehte Andrea Iannone auf und fuhr sich bis auf eine Zehntelsekunde an Marquez heran. Auf seiner letzten fliegenden Runde haute Cal Crutchlow einen raus und preschte mit 2:04,408 sogar noch an Lorenzo vorbei, der aber noch einmal kontern konnte. Marquez verbesserte seine Zeit unterdessen sogar noch um ein Zehntel. Rossi konnte nicht mehr nachlegen und hatte am Ende sieben Zehntel Rückstand auf Marquez.

Stefan Bradl brauchte lange, um seine Zeit vom Vortag verbessern zu können. Als sechzehnter handelte er sich am Ende mehr als 1,8 Sekunden Rückstand auf Marquez ein, war damit aber immerhin 0,6 Sekunden vor seinem Teamkollegen Alvaro Bautista.

Die Platzierungen: Erneut konnte niemand an Marquez‘ Bestzeit kratzen, Iannone musste sich mit 0,196 Sekunden Rückstand mit Rang zwei begnügen. Dritter wurde Lorenzo vor Vinales, Crutchlow und Rossi. Pedrosa lag am Ende auf Rang sieben vor Baz und Dovizioso. Gerade noch auf direktem Wege ins QP2 schaffte es Redding. Auf dem undankbaren elften Rang landete Pol Espargaro. Bradl war am Ende auf 16.

Die Zwischenfälle: Kurz vor der Session gab es eine Mitteilung vom MarcVDS-Team: Nach seinem Horror-Highsider am Freitag musste sich Jack Miller wegen starker Schmerzen noch einmal röntgen lassen, dabei wurde festgestellt, dass er sich entgegen ersten Erkenntnisse doch einen Knochenbruch im rechten Fuß zugezogen hat. Er trat aber trotzdem zum FP3 an. Zur Halbzeit erwischte es dann Andrea Dovizioso, der in Turn 11 im Kies landete, aber unverletzt blieb.

Das Wetter: Dunkle Wolken waren im vorhergehenden Moto3-Training aufgezogen, zeitweise hatte es sogar genieselt. Die Ideallinie aber blieb aber im gesamten Training trocken. Die Temperaturen waren mit 17 Grad in der Luft und 23 Grad auf dem Asphalt etwas kühler als am Freitag.

Die Analyse: An Marquez führt in Austin kein Weg vorbei. Das stellte er auch im dritten Freien Training eindrucksvoll unter Beweis. Es scheint, um die Pole könnte er sich nur durch einen eigenen Fehler bringen. Zwar gelang es Iannone, sich mit einer Runde auf der wirklich allerletzten Rille bis auf zwei Zehntel heranzufahren, doch Marquez konnte gleich mehrere 2:03er-Runden hinlegen, von denen Iannone nur eine einzige und den Konkurrenten, wie zum Beispiel Lorenzo und Rossi, gar keine gelang. Dass die Strecke aber dennoch keine reine Honda-Strecke ist, sondern Marquez‘ Fabelzeit wohl eher daran liegt, dass sie seinem persönlichen Stil perfekt entgegenkommt, zeigt sich einerseits an Pedrosas Problemen, andererseits aber auch an der Tatsache, dass vier verschiedene Hersteller die ersten vier Plätze errangen. Eine große Unbekannte ist nun das Wetter von Austin. Sollte es bis zum Qualifying zu regnen beginnen, wäre alle Abstimmungsarbeit aus den Freien Trainings wieder hinfällig.


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