MotoGP

Jorge Lorenzos Dominanz auch am Samstag ungebrochen - Misano: Die Stimmen zum Qualifying

Auch am zweiten Tag des Wochenendes an der italienischen Adria ist ein Spanier nicht zu schlagen.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - Jorge Lorenzo (Yamaha, Platz 1):Wichtiger als die Pole Position ist es, immer Erster oder Zweiter zu sein. Ich bin in allen Sitzungen Erster gewesen, mal abgesehen vom ersten Training, unter allen möglichen Bedingungen und mit alten und neuen Reifen. Ich denke, dass wir über das Wochenende mit dem Bike einen guten Job gemacht haben. Wir haben ein starkes Setting. Wir müssen nur noch die letzten Details für morgen ändern. Es wird interessant sein, zu sehen, wir der Hinterreifen abnimmt, da der neue Asphalt aggressiver ist. Es wird schwierig sein, die gleiche Pace das ganze Rennen über zu halten, aber da jeder dieselben Probleme haben wird, sind wir gut auf das Rennen vorbereitet.

Marc Marquez (Repsol Honda, Platz 2):Ich bin mit meiner Qualifying-Session nicht zufrieden. Ich denke, ich hätte meine Zeit verbessern können, aber manchmal verlaufen die Dinge nicht so, wie du es hoffst. Das Wichtigste ist jetzt, dass wir trotz allem aus der ersten Reihe starten und das wir nur ein Zehntel hinter Jorge sind. Morgen erwarte ich ein hartes Rennen, weil Jorge, Valentino und Dani eine gute Pace haben. Aber wir werden versuchen, bis zum Ende im Kampf zu bleiben.

Valentino Rossi (Yamaha, Platz 3):Das Ende der Session war schwierig, weil es eine Menge Verkehr gab. Ich habe aber den richtigen Moment gefunden, um eine gute Runde zu fahren. Das Setting und auch meine Pace hat sich heute verbessert und für das Qualifying war mein Bike nicht so schlecht. Ich habe immer noch Probleme, vor allem im dritten Sektor, in dem wir uns verbessern müssen. Aus der ersten Reihe zu starten ist wichtig für das morgige Rennen, weil Jorge sehr stark sein wird und derjenige mit der besseren Pace ist. Marc ist immer in der Lage, ihm zu folgen, deshalb ist die erste Runde am entscheidendsten. Weil dies mein Heimrennen ist, will mich jeder schlagen. Deshalb repräsentiert der Hai auf meinem Helm Jorge, Marc und die Ducatis. Jeder von ihnen will mich fressen, weil ich der kleine Fisch bin, der flüchten will. Das ist mein Ziel!

Dani Pedrosa (Repsol Honda, Platz 4):Es war eine komische Qualifying-Session, weil ich an einigen Stellen auf der Strecke ein paar Fehler gemacht hab. Ich hätte es besser machen können. Nun müssen wir uns auf morgen konzentrieren. Wir werden versuchen, die bestmögliche erste Runde zu fahren und stark zu sein. Wir wollen unsere Position halten und versuchen, die beste Pace zu bekommen, die wir das ganze Rennen über haben können.

Dani Pedrosa schaffte es erneut in die erste Startreihe - Foto: Tobias Linke

Michele Pirro (Ducati, Platz 5): Ich freue mich sehr, weil wir das ganze Wochenende lang immer bei den Spitzenplätzen dabei waren und ein Start aus Reihe zwei, vom fünften Startplatz, ein fantastisches Ergebnis ist. Es war nicht leicht, das zu erreichen, obwohl ich fest geglaubt habe, dass ich es schaffen könnte. Lob muss vor allem an das Team gehen, das einen unglaublichen Job gemacht hat. Ich möchte mich bei Claudio Domenicali, Gigi Dall´Igna und allen bedanken, die meine Anwesenheit als Wild Card-Fahrer ermöglicht haben und mir die Gelegenheit gegeben haben, zu zeigen, wie schnell ich bin.

Bradley Smith (Tech3, Platz 6):Ich muss mit dem Job, den ich heute gemacht habe, zufrieden sein. Wir haben es wieder geschafft, in die zweite Reihe zu kommen. Das ist aufgrund des Layouts der Strecke sehr wichtig. Morgen ist es wichtig, einen guten Start hinzulegen und da ich in der ersten Kurve auf der Innenseite der Strecke bin, habe ich einen Vorteil.

Andrea Iannone (Ducati, Platz 7):Heute lief es grundsätzlich besser als gestern. Wir haben auf einigen Teil der Strecke immer noch Probleme und wir müssen verstehen, wo wir uns verbessern können. Um ehrlich zu sein, bin ich mit meinem Ergebnis aus dem zweiten Qualifying, weil ich keine perfekte Rundenzeit abliefern konnte. Heute konnte ich nur zwei weiche Reifen verwenden und im Enfeffekt bin ich mit dem Harten zufrieden gewesen.

Während er in Silverstone noch auf dem Podium stand, muss sich Andrea Dovizioso nun Teamkollege Andrea Iannone und Testfahrer Michele Pirro geschlagen geben - Foto: Ducati

Andrea Dovizioso (Ducati, Platz 8):Mein Qualifying war wirklich nicht gut, aber ich konnte keine perfekte Runde machen. Ich war mir sicher, dass ich es auf den vierten oder den fünften Platz schaffen würde, deshalb bin ich enttäuscht. Die zweite Reihe ist wichtig. Immerhin konnten wir unser Setup im FP4 noch verbessern und wenn wir morgen einen guten Start haben, können wir konkurrenzfähig sein.

Danilo Petrucci (Pramac, Platz 9):Ich freue mich über das Qualifying. Mit allen Ducatis in der dritten Reihe wird es bestimmt eine tolle Show. Ich bin aber immer noch nicht mit der Renn-Pace zufrieden. Ich habe mit dem gebrauchten Reifen nicht genug Gefühl. Wir werden mit dem Team heute Nacht hart arbeiten, um vor dem Warm-Up eine Lösung zu finden. Trotzdem freue ich mich über den neunten Platz. Ein bisschen voraus zu sein, wird für das Rennen morgen ein guter Vorteil sein.

Aleix Espargaro (Suzuki, Platz 10):Wir haben unsere Maschine im Vergleich zu gestern etwas verbessert und jetzt sind wir etwas dichter an der Spitze. Gestern hatten wir viele Probleme mit dem Grip. Heute liefen die Dinge besser, auch wenn das Problem immer noch dasselbe ist. Uns fehlt es an Beschleunigung. Wir können die Kraft nicht auf den Boden bringen, aber heute hat meine Crew einen fantastischen Job gemacht. Tom hat ein gutes Setting gefunden, dass mir geholfen hat, die kräftezehrenden Wheelies zu verringern. Von der Qualifying-Zeit abgesehen, glaube ich, dass sich meine Pace um einiges verbessert hat, also werde ich morgen versuchen, einen guten Start abzuliefern und vorn zu bleiben.

Für LCR-Fahrer Cal Crutchlow hätte das Qualifying sicher besser verlaufen können - Foto: Tobias Linke

Cal Crutchlow (LCR, Platz 11):Wir hatten heute sicher einen schwierigen Tag. Wir haben auf beiden Bikes verschiedene Setups probiert und es hat keinen Unterschied gemacht. Wir haben für das morgige Rennen also ein paar Probleme. Ich denke, es ist offensichtlich, dass Scott Redding und ich im Vergleich zu den Werks-Fahrern Probleme haben, aber es gibt dafür keinen offensichtlichen Grund. Wir müssen uns heute Abend die Daten anschauen und hart arbeiten, dann können wir morgen hoffentlich ein gutes Rennen fahren. Das Ziel ist es immer, zu gewinnen, aber das ist von der Realität momentan weit entfernt. Trotzdem müssen wir unseren Glauben bewahren und das Team motivieren. Wir geben jedes Wochenende unser Bestes, manchmal klappt es und manchmal eben nicht, aber wir haben einige Ideen für morgen, deshalb denke ich, dass wir heute einfach einen falschen Weg eingeschlagen haben.

Pol Espargaro (Tech3, Platz 12):Genau wie gestern habe ich mich mit dem Bike wohl gefühlt. Wir hatten vom ersten Training an ein gutes Setup. Wir haben ein paar neue Modifikationen am Bike ausprobiert, nachdem wir die Daten letzte Nacht analysiert haben. Sie haben ganz gut funktioniert, auch wenn wir noch einiges zu tun haben, da ich nicht denke, dass wir auf einer Strecke wie dieser da sind, wo wir sein könnten.

Scott Redding (Marc VDS, Platz 13):Auf meiner letzten fliegenden Runde ist mir in Kurve 11 die Front weggerutscht und ich musste mich auf meinem Ellenbogen abstützen, während ich versucht habe, mit dem Gas wieder Traktion zu bekommen. Es war eine ziemlich schnelle Kurve, um so etwas zu machen, also habe ich ziemlich viel Schwung verloren und das war der Hauptgrund, warum ich am Ende so kämpfen musste. Wir sind von unserer Rennpace her besser und besser geworden. Wir haben verschiedene Reifen und alles Mögliche ausprobiert dieses Wochenende und wir hatten es echt nicht leicht, aber wir haben wirklich einen Haufen Sachen getestet und im FP4 einen guten Schritt nach vorn gemacht. Ich glaube, dass wir morgen ein gutes Rennen haben können und hoffentlich in die Top Ten kommen und dann von da aus weiterarbeiten.

Scott Redding konnte einen Sturz nur knap verhindern - Foto: Tobias Linke

Maverick Vinales (Suzuki, Platz 14):Ich bin mit dem heutigen Tag nicht zufrieden, das war wahrscheinlich das schlechteste Qualifying des ganzes Jahres für mich. Als wir zum Testen hier waren, waren meine Rundenzeiten schneller, aber, was noch viel wichtiger ist, unsere Fähigkeit, ein gutes Setup zu finden, war wesentlich höher. Hier konnten wir kein gutes Setup finden, das Bike ist viel geslidet und konnte an meine vorherige Zeit nicht herankommen. Es ist wirklich schade, wir haben hier viel gearbeitet, um das Rennen vorzubereiten und jetzt, wo wir in der Rennsituation sind, finden wir keine Lösung. Aber mit dem harten Reifen ist mein Gefühl nicht so schlecht. Meine Pace ist konstant und schnell, also werde ich am Start so viele Plätze aufholen, wie ich kann und versuche, an der Top 10 dranzubleiben.

Yonny Hernandez (Pramac, Platz 15)Wir haben uns im Gegensatz zu Freitag verbessert. Mir fehlt es immer noch ein bisschen am Gefühl, gerade an den schnellen Punkten der Strecke. Ich muss sagen, dass mir die Entwicklungen heute ein gutes Gefühl geben. Unsere Rundenzeiten sind nicht so weit von denen der Spitze entfernt. Wenn ich morgen gut starte, dann bin ich mir sicher, dass es ein gutes Rennen werden kann.

Loris Baz (Forward, Platz 16)Bisher war es ein gutes Wochenende. Dank der Änderungen, die wir heute Morgen vorgenommen haben, konnten wir einen guten Schritt vorwärts machen und noch mehr Gefühl für das Motorrad entwickeln. Ich dachte, ich könnte sogar noch schneller sein, aber die Temperaturen sind stark gestiegen und die Strecke war sehr heiß. Ich hatte eine gute Pace und bin sicher, dass wir morgen darum kämpfen können, die Open-Class zu gewinnen.

Loris Baz verfehlte die Punkte nur knapp - Foto: Forward Racing

Jack Miller (LCR, Platz 17):Ich bin sehr glücklich damit, wie es heute gelaufen ist. Unsere Pace mit dem harten Reifen ist sehr, sehr gut. Ich bin davon beeindruckt, da wir mit dem harten Reifen sonst nicht so gut zurechtgekommen sind. Ich bin gespannt darauf, zu sehen, wie es morgen im Warm-Up und im Rennen läuft. Aber es wird auch spannend zu sehen, wie sich die harten Reifen im Rennen verhalten werden, da es so aussieht, als ob die anderen Open-Fahrer sich für die weichere Variante entschieden haben. Ich bin mir aber sicher, dass wir denselben Speed haben, wie die, die den weicheren Reifen gewählt haben, also sollte ich am Beginn nicht so viel verlieren und am Ende des Rennens von den Reifen profitieren.

Hector Barbera (Avintia, Platz 18):Wir hatten heute einen wirklich produktiven Tag. Anfangs habe ich mich mit der Front nicht wohl gefühlt. Ich kann mich nicht daran erinnern, in meiner Karriere so viele verschiedene Lenkwinkeleinstellungen ausprobiert zu haben. Aber schlussendlich haben wir im FP3 etwas gefunden, mit dem ich mich wohlfühle, schnell bin und ich eine gute Pace für das Rennen habe.

Bradl: Ohne Sturz um Platz 14 bis 15

Stefan Bradl (Aprilia, Platz 19):Während des vierten Freien Trainings haben wir ein paar gute Lösungsansätze gefunden, die die Leistung des Motorrades etwas verbessert haben. Das hat mir geholfen, heute schneller zu sein, auch wenn wir hier mehr Probleme haben als auf anderen Strecken. Ich habe mich im Qualifying sehr angestrengt und 100 Prozent oder mehr gegeben. Ich habe Grip an der Front verloren und bin ohne große Konsequenzen geschlittert. Es ist wirklich schade, dass ich die Runde nicht zu Ende fahren konnte, weil ich meine Zeit etwas hätte verbessern können. Das Wichtigste ist jetzt allerdings, dass wir heute das Bike-Setup verbessern konnten, das jetzt eine höhere Stabilität beim Bremsen hat und sich besser Händeln lässt. Das hilft mir, meine Linie in schnellen Kurven zu halten.

Aprilia-Routinier Alvaro Bautista startet hinter Neu-Teamkollege Stefan Bradl - Foto: Aprilia

Alvaro Bautista (Aprilia, Platz 20):Ich hatte gehofft, im Qualifying schneller zu sein, aber wir haben während aller Sessions hart gearbeitet, um das Bike für das Rennen gut aufzustellen. Ich bin mir sicher, dass mir das auf meiner Fliegenden Runde geholfen hat. Ich konnte nicht genug pushen, aber das ist in den letzten Rennen immer so gewesen. Wir haben im Qualifying mehr Probleme, aber dann sieht es für das Rennen immerhin ganz gut aus. Morgen wird ein langer Tag und ich denke, ich werde ihn gut nutzen und in der Nähe der Punke bleiben.

Eugene Laverty (Aspar, Platz 21):Die Reifen haben etwas gebraucht, um auf Temperatur zu kommen. Ich konnte drei oder vier Runden lang nicht pushen. Morgen müssen wir auf den ersten Runden aufpassen, aber es werden 28 lange Runden, also haben wir Zeit, um uns ein Gefühl aufzubauen. Ich bin heute morgen gecrasht und das hat mich zurückgeworfen. Am Nachmittag wurde es heiß und die Strecke dadurch rutschig, sodass wir nicht das erhoffte Resultat erzielen konnten. Zum Glück arbeitet das Bike seit gestern schon gut und wir haben eine gute Pace. So können wir auch von dort hinten zurückschlagen und das Wochenende mit einem positiven Ergebnis beschließen.

Mike Di Meglio (Avintia, Platz 22):Heute Morgen haben wir unsere Pace von gestern verbessert, aber am Nachmittag, mit den heißeren Streckentemperaturen, war das Bike komplett verändert, obwohl wir das Setup nicht umgestellt haben. Dann haben wir für das Qualifying eine kleine Änderung ausprobiert. Das hat uns verbessert, aber nicht ausreichend genug. Wir müssen weiterarbeiten, denn beim Rennen morgen wieder es heiß und wir müssen für den Mangel an Grip bei Hitze eine Lösung finden.

Mike Di Meglio landete vier Plätze hinter Teamkollege Hector Barbera - Foto: Tobias Linke

Nicky Hayden (Aspar, Platz 23):Wir hatten im FP4 eine gute Pace, aber im Qualifying lief es nicht nach Plan. Ich wollte auf dem zweiten Reifensatz ein bisschen härter pushen, als wir technische Probleme bekamen, die unsere Session früh beendeten. Das ist schade, denn ich glaube wir hätten uns viel weiter oben platzieren können. Die Startposition ist hier wichtig, da überholen schwierig ist, vor allem im ersten Sektor.

Claudio Corti (Forward, Platz 24):Ich bin mit dem Qualifying sehr zufrieden. Am Morgen haben viele neue Lösungsansätze ausprobiert und ich konnte mich in allen Sektoren etwas verbessern. Morgen ist das Ziel, das Gefühl bei der Beschleunigung und den Grip noch zu verbessern, aber ich bin zuversichtlich. Wir sollten in diese Richtung weitermachen.

Karel Abraham (AB Motoracing, Platz 25): Ich bin überhaupt nicht zufrieden. Gestern hatten wir große Probleme mit dem Setup für das Motorrad. Ich habe mich den ganzen Tag darüber beschwert. Ich bin überzeugt, dass das mit ein Grund war, warum ich eine kleinere Verletzung an meiner linken Hand erlitten habe. Es war ein Highsider. Ich konnte dabei überhaupt nichts tun. In letzter Zeit hatte ich das zu oft, es ist ein Zeichen dafür, dass das Bike nicht richtig funktioniert. Außerdem tut mir mein Fuß immer noch weh. Ich habe große Probleme, mich auf dem Motorrad zu halten. Dann habe ich keinen Raum für Beschleunigung und Verbesserungen. Ich weiß, dass ich eigentlich ganz andere Zeiten schaffen sollte.


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