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MotoGP

Verpatztes Qualifying in Katar - Defektteufel bringt Bradl zur Verzweiflung

Gleich beide Motorräder von Stefan Bradl machten am Samstag Mätzchen. was schief gehen konnte, lief im Qualifying dann auch schief.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Nur Platz 18, Q2-Einzug um eine halbe Sekunde verpasst und nur viertbester Fahrer auf einem Open-Motorrad - Stefan Bradl hatte sich sein Debüt-Qualifying für Forward Racing sicherlich anders vorgestellt. Sah es nach den Trainings noch vielversprechend für den ehemaligen Moto2-Champion aus, so lief am Samstag alles schief.

Wir haben das erste Motorrad aufgewärmt, doch dann gab es Probleme, sodass wir es nicht einsetzen konnten.
Stefan Bradl

Schon im vierten Training unmittelbar vor der Qualifikation nistete sich der Defektteufel in Bradls Yamaha ein. "Wir haben das erste Motorrad aufgewärmt, doch dann gab es Probleme, sodass wir es nicht einsetzen konnten", führte der Deutsche aus. So musste Bradl auf das Ersatzbike wechseln, dass von Defekten aber auch nicht verschont blieb. "Beim zweiten Motorrad gab es Elektronikprobleme - die Speedsensoren haben nicht einwandfrei funktioniert und daher haben die Messwerte nicht gepasst."

Neustart im 4. Training

"Eigentlich mussten wir im vierten Training noch einmal von vorne anfangen mit dem Motorrad und in kurzer Zeit ein komplettes Setup hinbekommen", sagte Bradl. Also brach bei Forward schon vor dem Qualifying Hektik aus. Zu einem Zeitpunkt, zu dem es eigentlich nur mehr um die letzte Feinabstimmung für die entscheidenden Hundertstelsekunden gehen sollte.

In der Qualifikation selbst ging es daher viel schlechter als erwartet. "Ich hatte beim ersten Reifen Chattering, der zweite war zwar okay, aber ich hatte keine Chance mehr auf eine gute Rundenzeit." Von den Open-Fahrern ware Hector Barbera, Mike di Meglio und Nicky Hayden am Ende schneller, an einen möglichen Einzug in das zweite Quali-Segment war erst gar nicht zu denken.

Am Sonntag nur noch Schadensbegrenzung

Am Ende konnte ich nicht einmal mehr eine Startübung durchführen, weil die Elektronik nicht funktioniert hat.
Stefan Bradl

"Schlussendlich lief alles falsch, was falsch gehen konnte. Am Ende konnte ich nicht einmal mehr eine Startübung durchführen, weil die Elektronik nicht funktioniert hat", ärgerte sich Bradl. Von Startplatz 18 wartet eine schwere Aufgabe am Sonntag auf Deutschlands einzige Hoffnung in der MotoGP.

Was von diesem Platz im Grid noch möglich ist? "Man muss versuchen, ein paar Plätze gut zu machen. Nach hinten geht ohnehin nicht mehr viel", nahm Bradl seinen schwarzen Samstag zumindest mit etwas Humor. Kleiner Trost: Schlechter als im Vorjahr kann es am Sonntag kaum laufen. Denn damals fiel Bradl nach wenigen Runden in Führung liegend aus und schrieb schon beim Auftakt die erste Null der Saison an.


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