MotoGP / Hintergrund

MotoGP Katar: Strecke und Statistik

Auf dem Losail International Circuit in Katar beginnt unter den Flutlichtern traditionell die MotoGP-Saison. Der Blick auf Strecke und Statistik.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - Es ist zur MotoGP-Tradition geworden, dass der feierliche Auftakt einer neuen Saison auf dem Losail International Circuit in Katar gefeiert wird. Unter den Flutlichtern in der Wüste wird in ein neues Jahr MotoGP gestartet. Vor dem Saisonbeginn ein Blick auf die Strecke und die Statistik in Katar.

Die Strecke

Am 2. Oktober 2004 fand das erste Rennen auf dem Losail International Circuit statt, der sich nur knapp 30 Kilometer außerhalb der katarischen Hauptstadt Doha befindet. In weniger als einem Jahr war der 58 Millionen US-Dollar teure Kurs aus dem Wüstensand gestampft worden. Sandverwehungen auf der Strecke stellen bis heute ein Problem auf der Strecke dar, trotz der großflächigen Kunstrasenfelder, die den Staub binden sollen. Diese stehen seit jeher auf verlorenem Posten.

Das Asphaltband des Kurses erstreckt sich über eine Länge von 5,380 Kilometer und zählt damit zu den längsten im Kalender. Auch die Start-Ziel-Gerade ist mit 1,068 Kilometern Länge im Spitzenfeld der MotoGP-Strecken zu finden. Insgesamt warten 16 Kurven (zehn rechts und sechs links) auf die Piloten, in die die Fahrer voll reinhalten können, da der Losail Circuit weitläufige, asphaltierte Auslaufzonen bietet. Der Streckenverlauf ist durch viele kurze Geraden, die von den langsamen Kurven gefolgt werden, etwas unrhythmisch.

Seit 2007 richtet Katar den Saisonauftakt aus, im Jahr 2008 gab es das erste Nachtrennen, woran man bis heute festhält. Rund 15 Millionen Dollar wurden in die 1.200 Flutlichtmasten investiert, die seither für perfekte Sicht zu später Stunde (das MotoGP-Rennen startete stets um 22:00 Uhr Ortszeit) sorgen. Für 2018 wurde der Zeitplan an die natürlichen Gegebenheiten angepasst, die Fahrer monierten oft den nachlassenden Grip durch Tau. Der Rennstart erfolgte nun um 19:00 Uhr Ortszeit (17:00 Uhr in Mitteleuropa). Im Jahr 2019 sollte der GP eigentlich wieder um 20:00 Uhr starten, nachdem aber einige Fahrer Bedenken äußerten, ist jetzt im Gespräch, das Rennen wieder wie gewohnt um 19:00 Uhr zu beginnen.

Zuschauer sind in dem 1,6 Millionen-Einwohner-Land allerdings seit jeher Mangelware, daher stehen außer der großen Haupttribüne gegenüber der Boxengasse auch keine weiteren Zonen für Fans bereit. Dabei sind die Tickets nirgendwo so günstig wie in Katar.

Die Statistik

2011 feierte Stoner seinen vierten und letzten Sieg in Katar - Foto: Milagro

Rekordsieger in Katar sind Casey Stoner, der das Rennen zwischen 2007 und 2011 vier Mal gewann, und Valentino Rossi. Rossi holte sich den Wüsten-Triumph in den Jahren 2005, 2006, 2010 und 2015. Jorge Lorenzo siegte 2012 und 2013 zwei Mal in Folge, zudem noch einmal im Jahr 2016. Bemerkenswert ist die schwache Statistik Hondas in Katar: Von 15 Rennen konnten die Japaner nur drei gewinnen.

Ducati kommt dank Stoner und Andrea Dovizioso auf vier Siege, Yamaha hält aktuell bei acht. Der Pole-Rekord in Katar datiert aus dem Jahr 2018 und gehört Johann Zarco. Älter ist hingegen der Rundenrekord, den Jorge Lorenzo 2016 aufstellte und den er bisher ungeschlagen hält. Die höchste je in Losail gemessene Geschwindigkeit erzielte Danilo Petrucci im Jahr 2018 auf der Ducati, als er mit über 351 km/h geblitzt wurde.

KategorieRekord und Fahrer
Rekordsieger: Valentino Rossi und Casey Stoner (4)
Rundenrekord: 1:54.927 (Jorge Lorenzo, 2016)
Quali-Rekord: 1:53.680 (Johann Zarco, 2018)
Top-Speed: 351,9 km/h (Danilo Petrucci, 2018)

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