Ben Spies kam in Brünn auf einen guten fünften Startplatz, worüber er sich freute. Für das Rennen macht er sich jedoch ein paar Sorgen, ob er mit seinem eingeklemmten Nerv die volle Distanz am Limit fahren kann. "Ich bin mit dem Motorrad sehr zufrieden. Das Problem ist nur, dass ich nicht zu 100 Prozent funktioniere. Die Maschine ist im Moment einfach besser als ich", begann Spies. "Der eingeklemmte Nerv tut nach vier bis fünf Runden sehr weh und mein gesamter linker Arm wird taub. Wir arbeiten daran und es wird immer besser, aber ich befürchte, dass ich nicht das ganze Rennen die schnellen Zeiten fahren kann."

"Ich weiß auch nicht, woher das kommt. Ich habe nichts komisches gemacht. Ich habe nicht trainiert oder irgendetwas eigenartig hochgehoben. Ich saß da und plötzlich hatte ich diesen Schmerz", suchte er nach einer Erklärung. "Es kann sein, dass ich morgen aufwache und alles ist gut. Wir müssen jetzt einfach jeden Tag abwarten. Es soll keine Entschuldigung sein, denn wir werden trotzdem alles geben."

Spies sieht dem Rennen trotzdem positiv entgegen und auch wenn es im Nassen leichter für ihn ist, wünsche er sich kein Regenrennen. "Ich bin jeden Tag im Clinica Mobile, wo ich massiert werde. Es muss alles wieder gelockert werden. Wir machen da nichts magisches. Ich fühle mich aber nach zwei Tagen auf der Maschine in einigen Bereichen besser und in anderen nicht. Ich muss den Schmerz umgehen. Dafür beanspruche ich andere Muskelgruppen, die ich sonst nicht benutze. Es ist schwer zu beschreiben. Ich habe mich aber heute im Nassen viel besser gefühlt. Es macht es etwas leichter. Dennoch will ich jetzt nicht sagen, dass ich mir ein Regenrennen wünsche, denn das Motorrad funktioniert im Trockenen sehr gut. Ich denke, dass wir mit etwas Glück, Konzentration und Adrenalin ein gutes Rennen fahren können", gab der Texaner zu Protokoll.

Vorfreude auf die 1000er

Am Montag nach dem Rennen steht in Brünn ein offizieller MotoGP-Test an. An diesem Tag wir er auch zum ersten Mal auf die 1000ccm-Maschine steigen, von der er noch nicht viel weiß, außer dass sie sehr viel Leistung haben soll. "Ich freue mich auf die 1000er. Es ist ein neues Kapitel für mich und für die Serie. Alles, was ich aber darüber weiß, ist, dass sie sehr viel mehr Kraft haben soll. Meine Mannschaft freut sich schon auf mein Gesicht, wenn ich wieder reinkomme. Wir werden einfach sehen, wie sich der Prototyp anfühlt, aber was wir genau machen werden, weiß ich ehrlich gesagt nicht", gestand er.