Als Valentino Rossis Wechsel von Yamaha zu Ducati bekanntgegeben wurde, schrieb der Italiener einen Abschiedsbrief an seine Yamaha M1, in der er an die schöne gemeinsame Zeit zurückdachte. Nun geht es auf zur Desmosedici und eine neue Beziehung beginnt. Als er gefragt wurde, ob der Neustart schwierig wird, packte Rossi der Humor.

"Ich habe mich schon weiterbewegt, da ich zuerst böse wegen des Endes der Beziehung [zur M1] war. Ihr wisst, wie das ist: man ist verärgert, also schickt man sich SMS-Nachrichten. So war das. Jetzt sind wir Freunde und haben es akzeptiert. Wir können auf einen Drink gehen und über Dinge reden. Und ich habe mich schon in ein anderes Mädchen verliebt, die Ducati. Also werde ich nicht verärgert sein, wenn ich die Yamaha in Valencia verlasse", sagte er.

Maschinen auf ähnlichem Niveau

Sorgen darüber, dass er so eine gute Maschine wie die M1 in den Händen seines Rivalen Jorge Lorenzo zurücklässt, machte er sich nicht. Die Honda sei 2003 auch die beste Maschine gewesen, als er von dort fortging. "Jetzt sind die MotoGP-Maschinen sehr ähnlich. Während der vergangenen Rennen haben wir Probleme bei der Yamaha gesehen und dann war sie wieder sehr gut. Die Leistungs-Niveaus der verschiedenen Maschinen liegen also eng beisammen. Die Yamaha ist aber wohl die konstanteste Maschine von Strecke zu Strecke."

Auch zu Lorenzo selbst hatte Rossi etwas zu sagen und fand dabei durchaus Lob für seinen Noch-Teamkollegen. Zwar wollte er nicht bewerten, ob der Spanier sein mental bisher stärkster Gegner ist, aber die fahrerischen Qualitäten fand er gut. "Man kann seinen Speed und seine Fähigkeit, auf beinahe allen Strecken und in allen Bedingungen schnell zu sein, nicht leugnen. Er ist in der Beziehung sehr stark. Er kommt auch gut mit Widrigkeiten zurecht, weil er jung ist. Das hilft einem, sich schneller wieder zu fangen."