Die Top Sechs hatte Marco Simoncelli vor dem Rennen auf dem Sachsenring als Ergebnis angestrebt, die Top Sechs wurden es dann auch. Doch der Italiener hatte nicht nur mit seinem Resultat Spaß. "So viel Spaß hatte ich in der MotoGP seit dem Beginn meiner Debüt-Saison nicht", sagte er. "Natürlich ist Platz sechs ein wichtiges Ergebnis, aber was mir am meisten Freude macht, war der Kampf, den ich das ganze Rennen hatte. Ich hatte in den letzten Runden gegen Dovizioso und Hayden so viel Spaß - es war wie ein Minibike-Rennen. Wir haben uns jede Runde mehrere Male überholt und ich unterhielt mich so gut, dass es mir sogar egal ist, dass ich Platz fünf verpasst habe."
In der letzten Kurve wollte er den eigentlich noch holen und griff Andrea Dovizioso an, doch er verbremste sich und kam nach außen. Doch er war zufrieden und wollte sich auch nicht beschweren, da er auch Glück hatte. Denn beim Restart konnte er sich einen Reifen aufziehen lassen, den er schon im Training verwendet hatte und mit dem war seine Pace viel besser. Seinem Teamkollegen Marco Melandri half der Abbruch nicht, er hatte nie ein gutes Gefühl gefunden. "Nach Rund zehn Runden hatte ich keine Kraft mehr in meinem Arm und ich bekam viele Schmerzen. Es gibt hier so viele Linkskurven und da verlor ich meinen Rhythmus - ich konnte nur daran denken, es bis zum Ende zu schaffen."
Für seine Leiden gab es auch Mitleid von Teamchef von Fausto Gresini. Der freute sich aber viel mehr über Simoncellis gutes Abschneiden. "Wieder einmal hat er gezeigt, dass er in der MotoGP Top-Ergebnisse holen kann. Er zeigte einen tollen Kampf, kämpfte mit Dovizioso und Hayden und gab bis zum Ende nicht auf. Er weiß, wie er sich verbessert und ich denke, das wird er den Rest der Saison auch tun", sagte Gresini.

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