Der Sieg auf dem Sachsenring war für Dani Pedrosa irgendwie etwas Besonderes. Das lag nicht daran, dass es sein zweiter Saisonsieg war oder er für 2008 Revanche an der Strecke nehmen konnte, sondern daran, dass er ihn im Kampf gegen Jorge Lorenzo holte. "Dieser Sieg ist besser als jener in Italien, denn in Mugello fuhr ich einfach vorne weg und es gab keinen Kampf. Hier habe ich im ersten und zweiten Rennen mit Lorenzo gekämpft und ihn schließlich geschlagen. Das ist also nicht wichtiger. Wir waren vor dem Rennen auch nicht sicher, was das Wetter macht, doch es blieb klar und das Wochenende endete perfekt", sagte Pedrosa, der sich nach dem Sieg schon darauf gefreut hatte, am Podest sein Spanien-Trikot anzuziehen.

Nicht so gut war die Stimmung bei Andrea Dovizioso, denn der Italiener hatte alles gegeben und war lediglich Fünfter geworden, nachdem er im Qualifying noch Vierter gewesen war. "Ich war heute einfach nicht schnell genug, um an den Spitzenfahrern dranzubleiben und ich fuhr sehr aggressiv, vielleicht überfuhr ich sogar, um dranzubleiben. Wenn man das macht, verbraucht man den Reifen schneller und braucht auch mehr Energie, mir war also klar, dass das nicht richtig war, doch ich musste versuchen, vorne dranzubleiben", sagte er.

Dovizioso hatte das ganze Wochenende nicht das richtige Setup für Elektronik und Maschine gefunden, auch eine Anpassung zwischen den beiden Rennen half nicht. In Kurve sieben, Kurve zwölf und auf der Geraden verlor er viel Zeit. "Jetzt freue ich mich einfach auf Laguna Seca nächste Woche, wo ich es richtig hinkriegen und wieder stark sein will", meinte Dovizioso.