Das Pech vom Samstag verfolgte Ben Spies auch am Sonntag noch. Nachdem er im Qualifying auf dem Öl von Jorge Lorenzos kaputtem Motor ausgerutscht war, musste der Amerikaner weit hinten in das Rennen auf dem Sachsenring starten. Nach Abbruch und Kampf war er Achter, war aber überzeugt, dass er ohne sein Qualifying-Pech weiter vorne hätte sein können. "Es war nicht einfach, an Melandri vorbeizukommen, denn seine Maschine beschleunigt wirklich gut, aber sobald ich vorbei war und mein eigenes Rennen fahren konnte, war ich echt zufrieden mit meiner Leistung", sagte Spies.
Andrea Dovizioso, Marco Simoncelli und Nicky Hayden waren zu dem Zeitpunkt aber schon rund fünf Sekunden weg und die Zeit reichte nur mehr, um den Rückstand auf eine Sekunde zu reduzieren. "Ich war so in etwa der fünftschnellste Mann auf der Strecke und der fünfte Platz war da heute sicher drin. Mit dem Sturz im Qualifying hatte ich einfach Pech. Ich fahre hier aber mit einem Top-Acht-Ergebnis weg und bin nicht so weit von Platz vier in der WM weg", meinte Spies. Er freute sich nun auf sein Heimrennen in Laguna Seca, denn die Strecke liebt er und er rechnete dort mit den Top Fünf.
Zu tief in die letzte Kurve
Auch Colin Edwards hofft darauf, dass zuhause alles besser wird, denn auf dem Sachsenring war gar nichts gut. Schon beim Start verlor er viel Zeit und danach wollte er pushen. Das bedeutete, was er beim Beschleunigen an Zeit verlor, wollte er auf der Bremse wieder gutmachen. "Es war dann mein Fehler. Ich kam zu tief in die letzte Kurve und war vielleicht einen Meter neben der Linie. Als ich sie zurückziehen wollte, verlor ich die Front. Das war nicht das Ergebnis, das ich vor meinem Heimrennen in Laguna Seca haben wollte, aber ich bin motivierter denn je, es wieder hinzukriegen und eine schwierige Phase hinter mir zu lassen", betonte Edwards.
Team Manager Herve Poncharal fühlte mit Edwards mit, denn er war überzeugt, dass der Texaner viel mehr auf dem Kasten hat. Der Franzose war nur froh, dass sich sein Pilot beim Sturz nicht verletzt hatte. Die Leistung von Spies hatte Poncharal wieder einmal beeindruckt, vor allem seine Fähigkeiten beim Streckenlernen. "Leider wurde sein Rennen von seinem Startplatz bestimmt, der nicht durch sein Verschulden zustande kam. Das war schade, denn wir sahen, dass er die Pace für die Gruppe um Platz fünf hatte. Er holte stark auf sie auf und war wie üblich am Ende des Rennens sehr schnell. Er beendete das Wochenende mit einem Hoch und ist jetzt wirklich heiß auf Laguna Seca kommende Woche."

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