Nach Monaten der Stagnation und Frustration gelang Noah Dettwiler vor zwei Wochen zum Abschluss des ersten Double-Headers in Übersee ein Lichtblick. Im Indonesien-Grand-Prix schrammte der Schweizer Moto3-Pilot als 17. nur knapp an den Punkten vorbei und hätte diese durchaus auch einfahren können, wären ihm nicht einige kleinere Fehler unterlaufen. Mit gestärktem Selbstvertrauen sollte es dann halt auf Phillip Island endlich mit den ersten Zählern des Jahres klappen. Doch der Australien-GP verkam zur Horrorshow.
Im 1. Freien Training auf nasser Strecke als Elfter noch sehr ordentlich in das Rennwochenende gestartet, fiel Dettwiler mit der Rückkehr zu 'normalen' Streckenverhältnissen schnell auf die hinteren Plätze im Feld zurück. Den Q2-Einzug verpasste er im Qualifying um rund eine Sekunde, musste sich mit Startplatz 23 zufriedengeben.
Noah Dettwiler schonungslos: Versaue mir das Rennen immer am Anfang!
Hoffnung machte zu diesem Zeitpunkt noch, dass Dettwiler auch in Mandalika nur von P22 gestartet war und dennoch ein gutes Rennen hingelen konnte. Doch eine Wiederholung gelang ihm am Sonntag auf Phillip Island nicht. Stattdessen fand sich der CIP-Green-Power-Pilot im Australien-GP schon nach vier Kurven wieder auf dem 26. und letzten Platz wieder. Ein Rückfall in alte Muster, den er im weiteren Rennverlauf nicht mehr wettmachen konnte. Mit 45 Sekunden Rückstand auf Sieger Jose Antonio Rueda stand bei Zielankunft nur P23 zu Buche.
"Es ist vor allem enttäuschend, dass ich mir das Rennen immer mit den ersten ein, zwei Minuten versaue", nahm Dettwiler anschließend im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com kein Blatt vor den Mund. Sichtlich angefressen haderte er: "Heute wäre wieder viel mehr drin gewesen. Ich habe mich gut gefühlt auf dem Motorrad. Ich konnte mit meiner Gruppe kämpfen und hatte das Gefühl, dass ich noch mehr [Reserven im Tank, Anm.] hatte als sie. Aber wenn ich sie überholt habe, sind sie jedes Mal mit dem Windschatten wieder vorbeigegangen."
Noah Dettwiler verzweifelt: Weiß nicht, was ich noch ändern kann
Die altbekannten Probleme also, die Dettwiler ein besseres Resultat kosteten. Wieso der 20-Jährige aus Basel in den ersten Runden einfach nicht auf Zack kommt? "Es ist allgemein das Vertrauen, ich bin nicht aggressiv genug und kann die frischen Reifen nicht richtig nutzen. Es kommt irgendwie alles zusammen", vermutete er und offenbarte, so langsam mit seiner Mathematik am Ende zu sein: "Ich bin selbst ein bisschen verloren. Ich weiß nicht, was ich noch ändern kann."



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