Der reine Blick auf das Ergebnis des Moto3-Rennens in Barcelona sieht für Leo Rammerstorfer ernüchternd aus. Doch der Österreicher sieht trotzdem eine positive Entwicklung und kennt einen einleuchtenden Grund für seinen großen Rückstand.
Startvorfall bricht den Windschatten: Leo Rammerstorfer fällt aus dem Zug
"Eigentlich ist es positiv. Prinzipiell wird das Motorrad immer ein bisschen besser und ich entwickle ein besseres Gefühl dafür. Im Rennen waren die Zeiten auf den gebrauchten Reifen auch ziemlich gut", zieht der SIC58-Pilot im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com sein Fazit des Katalonien GP. Das äußert spannende Rennen gibt es hier noch einmal im Bericht:
Bei 27 Sekunden Rückstand und Platz 23 hört sich das erstmal befremdlich an. Doch in Barcelona ist der Windschatten auf der langen Start-Ziel-Geraden König. Die Rennen werden stets zu Windschattenschlachten, so auch am Sonntag. In den Genuss dieses Vorteils kam Rammerstorfer aufgrund eines Vorfalls in der Startphase aber nie: "Das Problem war, dass ich in der ersten Runde (Nicola) Carraro hintendrauf gefahren bin und dabei den Anschluss verloren habe. Allein habe ich den Speed noch nicht, da nochmal ranzufahren."
Schneller auf alten Reifen: Das Qualifying-Defizit des Leo Rammerstorfer
Ohne diesen Vorfall schätzt er seine Chancen optimistischer ein: "Wenn das Gefühl aber immer besser wird, wie zuletzt, dann glaube ich, bald an der Gruppe dran zu sein. Ich glaube, da kann ich mitfahren. Vor allem auf der Bremse bin ich bereits stark." Dennoch gibt er auch zu, dass er noch nicht voll auf WM-Niveau dabei ist: "Natürlich fehlt so ein bisschen das letzte Quäntchen. Man will nicht um den letzten Platz kämpfen. Das ist Mist. Aber das Team gibt mir Zeit und wir sehen positive Entwicklungen. Ich verbessere mich Session für Session. Dieses Wochenende wurde ich jede Session eine halbe Sekunde schneller."

Wichtig wäre vor allem eine bessere Ausgangslage für das Rennen. Im Qualifying tut sich der Rookie besonders schwer. Das hat mit den Gummis zu tun: "Mit den gebrauchten Reifen bin ich recht gut. Ich mag es, wenn das Motorrad ein wenig rutscht. Was ich noch nicht kann, ist die neuen Reifen auszunutzen. Da habe ich ordentlich zu kämpfen, da mal 'Augen zu und durch' zu fahren." Tatsächlich war er dann im Rennen sogar schneller unterwegs als im Q1.
Vorfreude auf Mugello: Im Rookies Cup geführt
Da trifft es sich gut, dass in zwei Wochen ein Rennen ansteht, bei dem Rammerstorfer mit gutem Mut antreten kann. "An Mugello habe ich richtig gute Erinnerungen. Da habe ich letztes Jahr im Rookies Cup erstmals ein Rennen angeführt. Da sollte das Selbstvertrauen passen", freut er sich auf den Klassiker in der Toskana.
Leo Rammerstorfer blieb zwar ohne Punkte, aber zum Glück auch von schweren Unfällen verschont. Diese ereigneten sich dann leider einige Stunden später im Rennen der MotoGP. In Unserem Video gibt es alle Informationen zu einem dramatischen Sonntag:



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