Die 24 Stunden von Daytona 2026 haben Rekordzahlen geschrieben: Nie zuvor besuchten mehr Zuschauer den Langstrecken-Klassiker im US-Bundesstaat Florida. Laut Angaben des Daytona International Speedway strömten dieses Jahr 180.000 Besucher über das lange Wochenende von Donnerstag bis Sonntag an die Rennstrecke.
IMSA-Präsident John Doonan hatte schon während der 64. Auflage der 24h Daytona beim dritten Porsche-Sieg in Folge von einem neuen Zuschauerrekord gesprochen. Konkrete Zahlen veröffentlicht die US-Rennserie allerdings selten bis nie. In diesem Jahr machten die Verantwortlichen eine Ausnahme - und die rekordträchtigen Zahlen decken sich mit unseren Eindrücken von der Strecke.
Zuschauer: Die 24-Stunden-Klassiker im Vergleich
Allein die Startaufstellung am Samstag vor dem Rennen - hier dürfen im Gegensatz zu vielen anderen Rennserien alle Zuschauer rein und hautnah an die Autos heran - war brechend voll. Laut Schätzungen vor Ort sollen mehr als 70.000 Fans das 24-Stunden-Rennen von Samstag auf Sonntag auf der gigantischen Haupttribüne und aus dem Infield-Camping verfolgt haben. Das deckt sich in etwa mit den von der IMSA veröffentlichten Wochenend-Zahlen.
Angesichts dieses Besucherandrangs braucht sich Daytona inzwischen nicht mehr vor den anderen 24-Klassikern in Europa zu verstecken. Zum Vergleich ein Blick auf das Jahr 2025: 332.000 Zuschauer verfolgten die 24 Stunden von Le Mans vor Ort. Zum 24h-Rennen Nürburgring pilgerten 280.000 Motorsport-Fans und auch das 24-Stunden-Rennen von Spa vermeldete mit 128.000 Besuchern einen neuen Rekord. Die Zahlen gelten stets für das gesamte Wochenende.
IMSA: Hypercars bringen neue Zuschauer
Während die Rennen in Le Mans und auf dem Nürburgring schon immer echte Zuschauermagneten waren, erlebt Daytona seit geraumer Zeit einen echten Aufschwung. Unter den Fahrern genießt das 'Rolex 24' seit mehr als 60 Jahren einen sehr hohen Stellenwert, doch das Interesse der US-Zuschauer am Sportwagen-Sport hielt sich eher in Grenzen. Voll wurde - und wird - es stattdessen beim Daytona 500 der NASCAR und dem Indy 500 der IndyCar-Serie.
Im Schatten der beiden großen US-Rennserien fristeten die IMSA und ihre Vorgängerserien eher ein Schattendasein. Das änderte sich rigoros zum Jahr 2023 mit der Einführung der Hypercars, die in der GTP-Topklasse antreten. Mit Porsche, BMW, Acura, Cadillac und inzwischen auch Aston Martin hat die Sportwagen-Meisterschaft ganz neue Fan-Gruppen erschlossen, die sich bisher eher auf die WEC fokussiert hatten.
Kostenlose IMSA-Livestreams zahlen sich aus
Das gesteigerte Interesse von Fans außerhalb der Vereinigten Staaten schlägt sich auch in den Online-Kennzahlen nieder. Laut IMSA-Angaben verzeichnete die Livestream-Übertragung der 24h Daytona auf YouTube insgesamt 3,7 Millionen Ansichten - ein Anstieg um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Allein im Januar habe der YouTube-Kanal 229.000 neue Abonnenten hinzugewonnen und die 1,5-Millionen-Marke geknackt. 63 Prozent der Zuschauer seien zwischen 18 und 34 Jahren alt gewesen, was gerne als 'Zielgruppe' bezeichnet wird.
Im März 2024 hatte sich die IMSA dazu entschieden, alle Saisonrennen inklusive der 24h Daytona im kostenfreien Livestream auf YouTube zu übertragen. Nur in den USA verbleiben die Übertragungsrechte bei NBC (1,1 Millionen Zuschauer bei Daytona) und Peacock (784.000 Zuschauer bei Daytona). Der Verzicht auf eine exklusive Rechtevergabe in Europa hat der IMSA einen deutlichen Fan-Zuwachs beschert, wie die jüngsten Zahlen belegen.
Du willst alle Breaking News und Hintergrund-Infos zur DTM, WEC, IndyCar, den 24-Stunden-Rennen und Co. bekommen? Dann abonniere jetzt unseren Motorsport-WhatsApp-Channel! Brandaktuelle News aus der Motorsport-Welt direkt auf dein Handy:



diese IMSA Nachricht