Für die IndyCar-Serie und Neueinsteiger Mick Schumacher hat die neue Woche mit den ersten gemeinsamen Testfahrten des Jahres begonnen.

Am Montag nahmen die neun Teams in Abwesenheit von Prema Racing den ersten von zwei Testtagen in Sebring auf. Die Zukunft des italienischen Traditionsrennstalls bleibt offen. Zuletzt wurde mit dem früheren Porsche- und Chip-Ganassi-Projektleiter Stephen Mitas einer neuer Geschäftsführer und Teamchef in Personalunion vorgestellt. Die berühmte Buckelpiste ('Home of the Bumps') im US-Bundesstaat Florida zählt zwar nicht zum Rennkalender, dient aber seit Jahren als willkommene Testgelegenheit für die Stadtkurs-Rennen.

IndyCar-Debüt: Mick Schumachers merkwürdiger erster Oval-Test (12:47 Min.)

Die IndyCar-Teams spulen ihre Runden auf einer 2,6 Kilometer kurzen Variante des Sebring International Raceway ab, während etwa die IMSA-Serie bei ihrem 12-Stunden-Rennen die 6 Kilometer lange Streckenversion nutzt. Aus diesem Grund entschieden sich die Teams, ihre Fahrer in zwei Gruppen am Vor- und Nachmittag aufzuteilen. Für den zweiten Testtag am Dienstag wird getauscht, damit die Piloten bei unterschiedlichen Temperaturbedingungen fahren können.

Mick Schumacher zum Test-Auftakt an letzter Stelle

Schumacher ging am Montagvormittag mit seinem #47 RLL-Honda auf die Strecke und spulte die ersten Kilometer in Sebring ab. Wenige Tage nach seinem Oval-Test in Homestead-Miami geht es jetzt darum, sich auf die Stadtkurs-Rennen vorzubereiten; dazu zählt unter anderem der Saisonauftakt in St. Petersburg, Florida am 01. März 2026.

Schumacher belegte in der Vormittags-Gruppe den zwölften und damit letzten Platz. Der IndyCar-Rookie benötigte 54,269 Sekunden für seine beste Runde auf dem Flugplatzkurs. Sein erfahrener RLL-Teamkollege Graham Rahal ordnete sich in der selben Session an achter Stelle mit einer persönlichen Bestzeit von 53,325 Sekunden ein. Der dritte Fahrer von Rahal Letterman Lanigan Racing, der Rookie des Jahres 2025 Louis Foster, brauchte am Nachmittag bei wärmeren Temperaturen 53,167 Sekunden.

Mick Schumacher mit den IndyCars in Sebring
Mick Schumacher beim IndyCar-Test in Sebring, Foto: INDYCAR/Chris Jones

Grosjean zurück im IndyCar - Bestzeit für Palou

In der kombinierten Tagestabelle landete Schumacher auf Platz 23. Direkt vor ihm ordnete sich mit Romain Grosjean ein weiterer ehemaliger Formel-1-Fahrer ein. Der Franzose saß zum ersten Mal seit 2024 wieder in einem IndyCar und testete für Dale Coyne Racing. Grosjean, der nach seinem Lamborghini-Aus zuletzt die 24 Stunden von Daytona auf einem Ford Mustang GT3 Evo bestritt, ist bislang nicht als Stammfahrer für die Saison bestätigt worden.

Die Bestzeit des Tages ging an den viermaligen und amtierenden IndyCar-Champion Alex Palou im #10 Honda von Chip Ganassi Racing. Der spanische Überflieger umrundete den Kurs in 52,626 Sekunden. Der schnelle Schwede Felix Rosenqvist (Chip Ganassi Racing, 52,650) fuhr mit knapp drei Hundertstelsekunden Rückstand zu Platz zwei, gefolgt von Rinus Veekay (Juncos Hollinger, 52,756) an dritter Stelle.

Die Top-3 und der Viertplatzierte Josef Newgarden (Penske, 52,846 Sekunden) erzielten ihre schnellsten Rundenzeiten am Vormittag. Marcus Armstrong (Meyer Shank Racing, 52,847) war am Nachmittag der schnellste Mann auf der Strecke und ordnete sich auf P5 in der kombinierten Zeitenliste ein. Mit Kyle Kirkwood (Andretti, 52,918) gelang es einem weiteren Fahrer, unterhalb der 53-Sekunden-Marke zu bleiben.

Mick Schumacher in Sebring beim IndyCar-Test
Schumacher spulte seine ersten Runden in Sebring ab, Foto: INDYCAR/Chris Owens

Fahrer bei Sebring-Test mit unterschiedlichen Reifen

Die Top-10 des ersten Tages komplettierten Pato O'Ward (Arrow McLaren), Scott McLaughlin (Penske), Sting Ray Robb (Juncos Hollinger) und Kyffin Simpson (Chip Ganassi Racing). Zwischen dem Tagesschnellsten Palou und dem Zehntplatzierten CGR-Piloten Simpson lag rund eine halbe Sekunde Abstand. Die insgesamt recht großen Zeitenunterschiede deuten stark darauf hin, dass die Teams ihren Fokus auf die Vorbereitung der Stadtkurs-Setups legten.

Laut dem Portal 'Racer' stellte Reifenlieferant Firestone jedem Fahrer vier Reifensätze zur Verfügung, zwei aus der Saison 2025 sowie zwei Sätze einer neuen 2026er Spezifikation speziell für Stadtkurs-Rennen. Mit welchen Reifen die Piloten ihre Rundenzeiten setzten, ist nicht bekannt. Am Dienstag wartet der zweite Testtag auf die Fahrer, dann in umgekehrter Reihenfolge. Demnach würde Schumacher in der zweiten Gruppe am Nachmittag zum Einsatz kommen.

IndyCar-Test in Sebring - Ergebnis Montag (Kombinierte Zeitenliste)

Pos. Fahrer Team Bestzeit Gruppe
1Alex PalouChip Ganassi Racing 52.626sVormittag
2Felix RosenqvistMeyer Shank Racing52.650sVormittag
3Rinus VeeKayJuncos Hollinger Racing52.756sVormittag
4Josef Newgarden Penske52.846sVormittag
5Marcus ArmstrongMeyer Shank Racing52.847sNachmittag
6Kyle KirkwoodAndretti52.918sVormittag
7Scott McLaughlin Penske 53.039sNachmittag
8Pato O'WardArrow McLaren53.018sVormittag
9Sting Ray RobbJuncos Hollinger Racing 53.050sNachmittag
10Kyffin SimpsonChip Ganassi Racing 53.135sNachmittag
11Marcus EricssonAndretti 53.165sVormittag
12Louis FosterRahal Letterman Lanigan Racing 53.167sNachmittag
13Nolan SiegelArrow McLaren 53.172sNachmittag
14Scott DixonChip Ganassi Racing 53.210sNachmittag
15Graham RahalRahal Letterman Lanigan Racing 53.325sVormittag
16Santino FerrucciAJ Foyt Racing53.337sNachmittag
17Will PowerAndretti 53.337sNachmittag
18Dennis HaugerDale Coyne Racing 53.413sNachmittag
19David MalukasPenske53.442sVormittag
20Caio ColletAJ Foyt Racing 53.656sVormittag
21Christian LundgaardArrow McLaren53.769sNachmittag
22Romain GrosjeanDale Coyne Racing53.798sVormittag
23Mick SchumacherRahal Letterman Lanigan Racing54.269sVormittag

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