Zweiter und letzter Tag für die versammelte IndyCar-Belegschaft bei den Testfahrten in Sebring: Am Dienstag spulten neun der zehn Teams - Prema Racing fehlte komplett, die Zukunft bleibt ungeklärt - noch einmal fleißig ihre Runden auf einer Kurzversion des Sebring International Raceway ab. Die berühmte Buckelpiste in Florida zählt nicht zum Rennkalender der US-Formelserie, dient aber als geeignete Vorbereitung auf die unterschiedlichen Stadtkurse.
Mick Schumacher war im Reigen der 24 Fahrer nur am Dienstagnachmittag an der Reihe. Die Piloten wurden an den beiden Testtagen in zwei Gruppen am Vor- und Nachmittag aufgeteilt, um auf der 2,6 Kilometer kurzen Streckenversion einen allzu starken Verkehr zu vermeiden. Der IndyCar-Rookie reihte sich an elfter Stelle ein und landete damit direkt vor seinem RLL-Teamkollegen Graham Rahal.
Mick Schumacher steigert sich bei Sebring-Test
Schumacher erzielte seine persönliche Bestzeit in 53,430 Sekunden während der vierstündigen Session - rund eine Zehntelsekunde schneller als der routinierte Sohn von Teammitbesitzer Bobby Rahal. In der Vorbereitung auf seine erste IndyCar-Saison gelang Mick eine Verbesserung im Vergleich zum Vortag von immerhin 0,838 Sekunden. Am Montag landete er mit einer 54,269 auf dem 23. und damit letzten Platz in der Zeitentabelle. Am Dienstag verbesserte er sich um eine Position.
Es ist unklar, auf welche Programme die einzelnen Teams in Sebring ihren Fokus legten. Bekannt ist nur, dass Exklusivlieferant Firestone zwei unterschiedliche Reifen-Spezifikationen im Gepäck hatte: eine Variante aus der abgelaufenen Saison sowie eine neue Mischung, die 2026 bei den Stadtrennen zum Einsatz kommen soll. Jedem Fahrer sollen laut eines Berichts des US-Portals 'Racer' je zwei Reifensätze zur Verfügung gestanden haben.
Armstrong Schnellster - Palou-Bestzeit hat Bestand
Die Bestzeit am Dienstag ging an Marcus Armstrong im Honda von Meyer Shank Racing. Der 25-jährige Neuseeländer benötigte am Nachmittag 52,372 Sekunden für seine schnellste Rundenzeit - über eine Sekunde schneller als Schumacher, seinem früheren Teamkollegen in der Formel-3-Europameisterschaft. Armstrong gelang es zudem, die Montags-Bestzeit von Alex Palou (52,626 Sekunden) zu knacken.
Bemerkenswert: In allen vier Sessions am Montag und Dienstag setzte ein Fahrer mit Honda-Power die Bestzeit. Am Dienstag waren die Top-4 des Klassements mit Motoren des japanischen Autobauers ausgestattet. Hinter Spitzenreiter Armstrong reihten sich Kyle Kirkwood (Andretti), Scott Dixon (Chip Ganassi Racing) und Will Power in einem weiteren Andretti-Boliden ein. Die Top-4 trennten am Ende des Tages rund zweieinhalb Zehntelsekunden.

Romain Grosjean zurück im IndyCar
Der schnellste Chevrolet-Vertreter in Form von Scott McLaughlin (Penske) fuhr auf den fünften Rang. Auf den Positionen sechs bis acht folgten Felix Rosenqvist (Meyer Shank Racing), Santino Ferrucci (A.J. Foyt Racing) und Hunter McElrea (Ed Carpenter Racing). Das Team Ed Carpenter Racing stieg erst am Dienstag ins Testgeschehen ein und ließ den Neuseeländer McElrea am gesamten Tag fahren, obwohl er nicht zum Stammpersonal in der Saison 2026 zählt.
Auch der frühere Formel-1-Fahrer Romain Grosjean ist noch ohne festes Cockpit, durfte bei den Sebring-Testfahrten aber wieder einmal ans Steuer eines IndyCars. Der Franzose schloss den Dienstag in einem Boliden von Dale Coyne Racing auf dem 18. Platz ab. Der vierfache und amtierende Champion Alex Palou steuerte seinen Ganassi-Honda nach der Bestzeit am Vortag auf die elfte Position.
Für den IndyCar-Tross und Neueinsteiger Schumacher geht es schon kommende Woche mit dem Testprogramm weiter. Am Dienstag, 17. Februar beginnt ein für zwei Tage angesetzter Test auf dem Ovalkurs des Phoenix Raceway. Dort findet das zweite Saisonrennen nach dem Auftakt in St. Petersburg, Florida (01. März) statt. Für Schumacher wird es die zweite Probe im Oval nach seiner kürzlich erfolgten Premiere in Homestead-Miami. Wie sich der 26-Jährige dort geschlagen hat, könnt ihr in diesem Artikel lesen:
IndyCar-Test in Sebring - Ergebnis Dienstag (Kombinierte Zeitenliste)
| Position | Fahrer | Team | Bestzeit | Gruppe |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Marcus Armstrong | Meyer Shank Racing | 52.372s | Vormittag |
| 2 | Kyle Kirkwood | Andretti | 52.479s | Nachmittag |
| 3 | Scott Dixon | Chip Ganassi Racing | 52.514s | Vormittag |
| 4 | Will Power | Andretti | 52.611s | Vormittag |
| 5 | Scott McLaughlin | Penske | 52.636s | Vormittag |
| 6 | Felix Rosenqvist | Meyer Shank Racing | 52.702s | Nachmittag |
| 7 | Santino Ferrucci | A.J. Foyt Racing | 52.715s | Vormittag |
| 8 | Hunter McElrea | Ed Carpenter Racing | 52.729s | Vor- und Nachmittag |
| 9 | Marcus Ericsson | Andretti | 52.823s | Nachmittag |
| 10 | Rinus VeeKay | Juncos Hollinger Racing | 52.845s | Nachmittag |
| 11 | Alex Palou | Chip Ganassi Racing | 52.874s | Nachmittag |
| 12 | Caio Collet | A.J. Foyt Racing | 52.891s | Nachmittag |
| 13 | Josef Newgarden | Penske | 53.018s | Nachmittag |
| 14 | Patricio O'Ward | Arrow McLaren | 53.036s | Nachmittag |
| 15 | Christian Lundgaard | Arrow McLaren | 53.085s | Vormittag |
| 16 | David Malukas | Penske | 53.167s | Nachmittag |
| 17 | Louis Foster | RLL | 53.177s | Vormittag |
| 18 | Romain Grosjean | Dale Coyne Racing | 53.220s | Nachmittag |
| 19 | Dennis Hauger | Dale Coyne Racing | 53.226s | Vormittag |
| 20 | Kyffin Simpson | Chip Ganassi Racing | 53.228s | Vormittag |
| 21 | Nolan Siegel | Arrow McLaren | 53.286s | Vormittag |
| 22 | Mick Schumacher | RLL | 53.430s | Nachmittag |
| 23 | Sting Ray Robb | Juncos Hollinger Racing | 53.509s | Vormittag |
| 24 | Graham Rahal | RLL | 53.519s | Nachmittag |
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