Mick Schumacher hat bei seinem ersten Qualifying in der IndyCar-Serie ein ernüchterndes Ergebnis erzielt. Der Neueinsteiger vom Team RLL landete beim Saisonauftakt in St. Petersburg, Florida auf den hinteren Plätzen und muss sich bei seinem ersten Rennen am Sonntag (18:00 Uhr deutscher Zeit) durchs Feld kämpfen.

Schumacher belegte bei der Zeitenjagd am Samstag nur den 21. Startplatz. Die Pole Position auf dem temporären Stadtkurs ging an Scott McLaughlin (Penske), der sich die erste Startreihe mit dem früheren Formel-1-Fahrer Marcus Ericsson (Andretti) teilt. Rookie-Sensation Dennis Hauger (Dale Coyne Racing) und der viermalige sowie amtierende Champion Alex Palou (Chip Ganassi) folgten auf den Positionen drei und vier.

St. Petersburg: Mick Schumacher im Qualifying durchgereicht

Schumacher ging im geteilten Qualifying in der Gruppe 1 an den Start und landete an elfter und damit vorletzter Stelle. Seine schnellste Runde erzielte er im dritten Umlauf mit einer 1:01.398, was ihm zur Hälfte der zehnminütigen Gruppen-Session kurzzeitig den ersten Platz einbrachte. Im Anschluss konnte sich der 26-Jährige allerdings nicht steigern und wurde bis auf P11 durchgereicht.

Schumacher legte auf dem 2,8 Kilometer langen Stadtkurs direkt mit den schnelleren Soft-Reifen von Firestone los, während mehrere Konkurrenten sich zunächst mit den Hart-Mischungen einfuhren. Insgesamt legte er sieben Runden zurück, wobei er seine persönliche Bestzeit im letzten schnellen Run um vier Zehntelsekunden verpasste.

Schumacher hatte im Vorfeld des Saisonauftakts bei Testfahrten nur wenige Gelegenheiten, um sich mit den unterschiedlichen Reifenmischungen vertraut zu machen. Auf einem Stadtkurs (Sebring) hatte er nur einmal vor dem Saisonauftakt in Florida getestet. In Gruppe 1 betrug sein Rückstand auf Spitzenreiter Marcus Ericsson 0,572 Sekunden.

Rookie-Überraschung beim IndyCar-Saisonauftakt

Noch hinter Schumacher landete der erfahrene Penske-Pilot Josef Newgarden, der mit P12 ein Debakel erlebte und sich im Rennen mit der vorletzten Startreihe begnügen musste. Schumacher war der einzige IndyCar-Rookie in Gruppe 1, während Dennis Hauger und Caio Collet in der 2. Gruppe an den Start gingen. Erstgenanntem gelang auf P4 überraschend der Sprung in die Runde der Top-12, während Collet die zwölfte Position in der Gruppe und somit den 24. Startplatz im Rennen belegte.

Schumachers Teamkollege Louis Foster schaffte es in Gruppe 1 erfolgreich durch die erste Phase des Zeittrainings und zog in die Runde der besten Zwölf ein. Dort belegte der Rookie des Jahres aus Großbritannien den neunten Platz und nimmt das Rennen von dieser Position in Angriff.

"Gestern hatte ich einen dummen Crash, aber heute haben mir die Jungs ein gutes Auto gegeben", sagte Foster. "Es war ein bisschen rutschiger als letztes Jahr und ziemlich knifflig auf der Strecke." Der dritte RLL-Fahrer im Bunde, der erfahrene Graham Rahal aus den USA, hatte die Gruppenphase ebenfalls nicht überstanden und startet von Platz 18.

In der abschließenden Runde der Top-6 ("Fast Six") setzte sich schließlich Scott McLaughlin im Kampf um die Pole Position durch. Der Penske-Pilot benötigte 1:00.542 Minuten für seine beste Runde - 0,019 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten Marcus Ericsson. Rookie Hauger gelang mit P3 eine echte Sensation, womit er Superstar Alex Palou auf die vierte Position verwies. Auf den Plätzen fünf und sechs folgten David Malukas und IndyCar-Rückkehrer Romain Grosjean.

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IndyCar St. Petersburg 2026: Qualifying-Ergebnis (Top-12)

StartplatzFahrerTeam
1Scott McLaughlinPenske
2Marcus EricssonAndretti
3Dennis HaugerDale Coyne
4Alex PalouChip Ganassi
5David MalukasPenske
6Romain GrosjeanDale Coyne
7Marcus ArmstrongMeyer Shank
8Pato O'WardArrow McLaren
9Louis FosterRLL
10Kyffin SimpsonChip Ganassi
11Felix RosenqvistMeyer Shank
12Christian LundgaardArrow McLaren