Alex Palou hat den Saisonauftakt der IndyCar-Meisterschaft 2026 in St. Petersburg, Florida gewonnen. Der Chip-Ganassi-Pilot setzte sich nach 100 Runden auf dem Stadtkurs vor Pole-Setter Scott McLaughlin (Penske) und Christian Lundgaard (Arrow McLaren) durch, die das Podium auf den Plätzen zwei und drei komplettierten. Für den vierfachen und amtierenden Champion Palou war es der 20. Sieg in seinem erst 99. IndyCar-Rennen.

Für Serienneuling Mick Schumacher war das Rennen schon kurz nach dem Start beendet. Der RLL-Pilot wurde unverschuldet in eine Kollision zwischen Sting Ray Robb und Santino Ferrucci verwickelt. Schumacher konnte bei der Anfahrt zu Kurve 4 nicht rechtzeitig ausweichen und traf das Heck des gestrandeten Ferrucci.

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Die Rennleitung machte Robb als Unfallverursacher verantwortlich und brummte dem Juncos-Hollinger-Pilot eine 30-Sekunden-Boxenstopp-Strafe auf. Während der US-Amerikaner das Rennen mit einigen Runden Rückstand fortsetzen konnte, war das Rennen für den von Platz 21 gestarteten Schumacher sowie Ferrucci vorzeitig beendet.

Nach dem Re-Start zur sechsten Runde verteidigte Pole-Setter Scott McLaughlin zunächst die Führung. Der Penske-Pilot musste sich nach der ersten Runde der Pflicht-Boxenstopps jedoch seinem ärgsten Verfolger Marcus Ericsson geschlagen geben.

Dixon hat ein Rad ab - Palou übernimmt Führung

Wenig später löste Chip-Ganassi-Pilot Scott Dixon eine Caution-Phase aus, nachdem sich das rechte Hinterrad kurz nach seinem Stopp gelöst hatte. Als großer Profiteur dieser Situation ging Alex Palou hervor, der nach einem Overcut-Boxenstopp von P3 die Führung erbte. Der Spanier hatte das Rennen von der vierten Position aufgenommen und kurz nach dem Start Rookie Dennis Hauger den dritten Rang hinter McLaughlin und Ericsson abgeluchst.

In Runde 65 verlor Ericsson die zweite Position wieder an McLaughlin. Im folgenden Umlauf geriet der Schwede auch noch unter Druck von Marcus Armstrong, der die Position nach dem Überholmanöver allerdings nicht behaupten konnte. Davon profitierte Christian Lundgaard, der von P5 den dritten Platz in dieser Situation übernahm.

Palou legte als erster Fahrer aus der Spitzengruppe mit komfortablen 14 Sekunden Vorsprung in Runde 67 seinen zweiten Boxenstopp ein und wechselte auf die Hart-Reifen. Nach einer Regeländerung waren alle Fahrer angehalten, im Rennen zweimal die Soft- sowie einmal die Hart-Mischung von Reifenlieferant Firestone nutzen zu müssen. Palou wurde zurück in die Führungsposition geschwemmt, nachdem alle Fahrer im vorderen Feld ihren zweiten Stopp eingelegt hatten.

Palou-Show bei IndyCar-Saisonauftakt in St. Petersburg

Danach entwickelte sich das Rennen zu einer weiteren Palou-Show in der US-Formelmeisterschaft: Der Spanier baute den Vorsprung zum Zweitplatzierten Kyle Kirkwood kontinuierlich auf mehr als zehn Sekunden aus und fuhr in einer eigenen Liga. Kirkwood konnte die Position nicht halten und fiel während der 94. Runde in einem Zug hinter McLaughlin und Christian Lundgaard bis auf Platz vier zurück.

An dieser Reihenfolge im Spitzenfeld sollte sich bis zum Zieleinlauf nach 100 Runden nichts mehr ändern. Palou überquerte die Ziellinie mit gigantischen 12,4 Sekunden Abstand zu McLaughlin und Lundgaard als Erster. Auf den Plätzen vier bis acht folgten Kirkwood, Pato O'Ward, Ericsson, Josef Newgarden und IndyCar-Rückkehrer Romain Grosjean.

Für die IndyCars und Mick Schumacher geht es schon am kommenden Wochenende weiter: Auf dem Phoenix Raceway in Arizona (Samstag, 07. März) steigt das zweite Rennen der Saison und der erste Lauf auf einem Oval-Kurs.

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