Dass die 24 Stunden von Daytona tatsächlich 24 Stunden lang dauern, hatten beim Rennstart am heutigen Sonntag offenbar nicht alle Fahrer auf dem Zettel... Die Autos kamen nach dem Start um 13:40 Uhr Ortszeit (19:40 Uhr MEZ) keine zehn Runden weit, da hatte es schon die zweite Safety-Car-Phase bzw. Full Course Yellow gegeben.
Crash-Auftakt am Daytona International Speedway! Für die erste Unterbrechung sorgte eine Karambolage im LMP2-Feld, in die vier Prototypen verwickelt waren. Darunter unverschuldet der gebürtige deutsche Jung-Milliardär Tobias Lütke (Mitgründer von Shopify), der das #11 Auto von TDS Racing mit zerstörter Frontpartie zurück an die Box schleppen musste.
Porsche-Fahrer nach Crash aus Medical Center entlassen
Nach dem ersten Re-Start dauerte es nur vier Runden, bis das Safety Car ein weiteres Mal auf die Strecke abbiegen musste. Vorausgegangen war ein schwerer Unfall des Porsche-Fahrers Eric Zitza, der mit seinem RS1-Porsche 911 GT3 R nach einem Dreher seitlich in die Reifenstapel vor der Mauer am Boxeneingang einschlug. Der US-amerikanische Amateur-Pilot konnte das Medical Center nach der obligatorischen Untersuchung zügig verlassen.
Porsche-Penske-Pilot Felipe Nasr ließ sich vom anfänglichen Chaos nicht beirren und eroberte früh die Führung vom dritten Startplatz. Nasr, der die Zuffenhausener 2024 und 2025 zum Gesamtsieg geführt hatte, verwaltete die Spitze in der ersten Rennstunde. Knapp dahinter lag Kevin Estre im zweiten Porsche mit der Startnummer #6 (L. Vanthoor, Estre, Campbell). Der Ex-WEC-Weltmeister war von P5 ins Rennen gegangen.
24h Daytona: Porsche macht Alarm in Startphase
Die beiden Porsche 963 waren zu Beginn die einzigen Autos im Feld der elf GTP-Boliden, die Plätze gutmachen konnten. Nasr und Estre hielten Pole-Setter Renger van der Zande im #93 Acura (van der Zande, Yelloly, Palou, Ohta) mit rund drei Sekunden Abstand in Schach. Dahinter folgten die beiden Cadillac V-Series.R von Wayne Taylor Racing mit den Startfahrern Louis Deletraz und Filipe Albuquerque.
Die beiden BMW M Hybrid V8 des neuen IMSA-Einsatzteams WRT fuhren auf den Positionen acht und neun. Marco Wittmann in der #25 (Eng, Wittmann, Magnussen, Marciello) lag vor dem #24 Schwesterauto (D. Vanthoor, S. van der Linde, Frijns, Rast), nachdem sich Dries Vanthoor ohne Feindkontakt gedreht hatte. An elfter und damit letzter Stelle lag der #31 Cadillac nach einem frühen Boxenstopp von Jack Aitken, der am Donnerstag die Pole Position nachträglich verloren hatte.
In der LMP2-Klasse führte die #343 von Inter Europol Competition (Smiechowski, Kolovos, Siegel, Cassidy) vor den ersten Boxenstopps. GTD-Pro-Polesetter Alexander Sims verteidigte die Führung in der #3 Pratt-Miller-Corvette (Garcia, Sims, Kirchhöfer) vor Markenkollege Nicky Catsburg und Mercedes-Pilot Maro Engel. In der GTD-Kategorie lag Philip Ellis im #57 Mercedes-AMG GT3 von Winward Racing (Ward, Ellis, Dontje, Auer) vorne.



diese IMSA Nachricht