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Formel E

Formel E, Wehrleins Porsche-Debüt: Rückkehr nach sechs Monaten

Pascal Wehrlein hat seinen ersten Formel-E-Test für den neuen Arbeitgeber Porsche absolviert. Neuer Antriebsstrang für 2021 im Belastungstest.
von Robert Seiwert
Formel E: Pascal Wehrleins erste Porsche-Testfahrt im Video: (01:16 Min.)

Der prominente Porsche-Neuzugang hat seine ersten Kilometer im Elektro-Renner aus Zuffenhausen abgespult. Pascal Wehrlein saß im Anschluss an das Saisonfinale der Formel E in Berlin zum ersten Mal im neuen Porsche-Rennwagen, mit dem der Autobauer in der 2021 beginnenden, siebten Saison an den Start gehen wird.

Bei einem zweitägigen Test auf einer nicht näher benannten Teststrecke in Deutschland - über die genauen Orte sprechen die Formel-E-Teams traditionell nicht gerne - saßen Wehrlein und Teamkollege Andre Lotterer am Steuer und legten gemeinsam 688 Kilometer zurück.

Im Einsatz war zudem die neue Power Unit, mit der Porsche Anfang 2021 seine zweite Saison in der Formel E bestreiten wird. Im Zuge der Corona-Krise und einer neu eingeführten Kostensparmaßnahme steht es den Herstellern frei, für die Saison 7 einen neuen Antriebsstrang zu entwickeln oder weiter auf das aktuelle Paket zurückzugreifen.

"Es war schön, nach fast sechs Monaten wieder in einem Formel-E-Fahrzeug zu sitzen", sagte Wehrlein, der beim Berlin-Finale nicht für sein ehemaliges Team Mahindra angetreten war. Nach eineinhalb gemeinsamen Saisons trennten sich Wehrlein und der indische Rennstall trotz bestehenden Vertrags vorzeitig.

Wehrlein weiter: "Es ist ein großartiges Gefühl, die Beschleunigung und die Kräfte zu spüren. Natürlich gab es für mich im neuen Team und mit dem neuen Fahrzeug viel zu lernen. Grundsätzlich habe ich ein sehr gutes Gefühl im Porsche 99X Electric und bin einwandfrei damit zurechtgekommen."

Der frühere DTM-Champion und Formel-1-Fahrer folgt bei Porsche auf den glücklosen Neel Jani. Der Le-Mans-Sieger aus der Schweiz bleibt dem Sportwagenhersteller künftig bei anderen Projekten erhalten. Teamkollege Lotterer, der zwei Podestplätze und eine Pole Position für den Debütanten erzielte, steht vor seiner vierten Saison in der Formel E.

"Die Pause nach den Rennen in Berlin war kurz", sagte Lotterer, der in diesem Jahr erstmals seit 2008 nicht bei den 24 Stunden von Le Mans antreten wird. "Es war ein äußerst produktiver Test und gleichzeitig war es auch interessant zu sehen, welche Erfahrungen Pascal aus seiner bisherigen Formel-E-Karriere mitbringt. Die Zusammenarbeit mit ihm läuft gut und auch die Entwicklung für Saison 7 stimmt mich positiv."

Deutsches Duo für Porsche: Pascal Wehrlein und Andre Lotterer - Foto: Porsche AG

Nach der Debütsaison möchte Porsche ab der kommenden Saison, die erstmals als FIA-Weltmeisterschaft ausgetragen wird, um Siege mitkämpfen. In der abgelaufenen Saison war Porsche das einzige von zwölf Teams, das nicht auf Daten aus dem Vorjahr zurückgreifen konnte.

"Es war ein sehr gelungener erster Test - so kurz nach dem Ende unserer ersten Formel-E-Saison", sagte Amiel Lindesay, Porsche-Einsatzleiter Formel E. "Wir haben den Antriebsstrang für das kommende Jahr getestet und dabei wichtige Erkenntnisse erzielt. Alles, was wir im Hinblick auf das Fahrzeug für Saison 7 noch aussortieren müssen, geht in die richtige Richtung. Das bestätigen sowohl unsere gesammelten Daten, als auch das Feedback der Fahrer. Es sind Details in den Bereichen Hard- und Software, die den Unterschied machen."


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