Formel E

Formel E: Mercedes gelingt Einstand nach Maß in Saudi-Arabien

In den ersten Formel-E-Rennen als Werksteam fährt Mercedes auf Anhieb zwei Podestplatzierungen ein. Dabei spielte nicht zuletzt das Glück eine Rolle.
von Daniel Geradtz

Motorsport-Magazin.com - Mit gleich zwei Podestplatzierungen ist Mercedes in eine neue Ära gestartet: Beim Saisonauftakt der Formel E in Saudi-Arabien beeindruckten die Silberpfeile bei ihrem Werksdebüt. Der Belgier Stoffel Vandoorne beendete beide Rennen in Ad Diriyah auf dem dritten Platz.

Sein Teamkollege Nyck de Vries kam jeweils als Sechster ins Ziel. Nach dem zweiten Lauf wurde der amtierende Formel-2-Champion jedoch mit einer Zeitstrafe belegt, die ihn auf Platz 16 zurückwarf.

Nach der erfolgreichen Elektro-Premiere war Teamchef Ian James glücklich über die Leistungen seiner beiden Piloten. "Ich bin auch damit zufrieden, dass wir heute genauso konstant waren wie gestern. Beide Ergebnisse zeigen, dass wir uns als Team auf einem vielversprechenden Weg befinden."

Am Freitagmorgen stellten Vandoorne und de Vries in der Qualifikation für das erste Rennen unter Beweis, dass sie um die vorderen Positionen mitkämpfen wollen. Sie zogen in die Super Pole ein und holten dort die Startplätze zwei und drei. "Wir hatten mit unseren späteren Gruppen vielleicht einen kleinen Vorteil, aber wir mussten diese Leistung auch erst einmal abrufen und das ist uns gelungen", analysierte Vandoorne nach dem Qualifying.

Vandoorne und de Vries erhalten zweimal Fanboost

Die Annahme, dass das gute Abschneiden durch das späte Fahren in der Qualifikation begünstigt wurde, bewahrheitete sich am zweiten Renntag des Wochenendes in der Wüste. Wegen ihrer guten Position in der Gesamtwertung mussten Vandoorne und de Vries die Qualifikation aufgrund des Reglements in der ersten Gruppe in Angriff nehmen - die gilt seit jeher als jene mit den schwierigsten Streckenbedingungen. Das zeigte sich auch in der sechsten Saison der Formel E: De Vries qualifizierte sich lediglich für den letzten Startplatz, sein Teamkollege wurde Zwölfter.

Ein ereignisreicher Rennverlauf half den Mercedes-Fahrern schließlich bei der Aufholjagd. Mehrfach musste das Safety Car nach Unfällen auf die Strecke fahren. "Im Rennverlauf gab es viele Gelb- und Safety-Car-Phasen sowie knifflige Situationen, etwa bei den Re-Starts, mit denen ich richtig umgehen musste. Für das erste Rennwochenende des Teams können wir mit unserer Punkteausbeute absolut zufrieden sein", berichtete der frühere Formel-1-Fahrer Vandoorne. De Vries und Vandoorne hatten in beiden Rennen den Fanboost erhalten und konnten damit zusätzliche Leistung nutzen.

Teamchef James bilanzierte nach dem ersten von zwölf Rennwochenenden in der Saison 2019/20: "Ich bin auf jeden Einzelnen wahnsinnig stolz, ganz besonders auf unsere Fahrer, die sich beide nach vorne gekämpft haben. Nycks Aufholjagd war sehr beeindruckend und Stoffel hat die Eindrücke von gestern noch einmal bestätigt."

Mercedes in der Teamwertung vorne

In den ersten beiden Saisonläufen haben die Silberpfeile ohne Anlaufschwierigkeiten einen starken Eindruck hinterlassen. Vandoorne liegt mit 30 Punkten auf dem zweiten Platz in der Gesamtwertung der Fahrer Sam Bird (26 Punkte) und Oliver Rowland (22 Punkte). Die Teamwertung führen die Silberpfeile (38 Punkte vor Virgin (36 Punkte) und BMW (35 Punkte) sogar an.


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