Formel E

Wehrlein vor Formel-E-Debüt: 1. Statement nach Vertrags-Ärger

Pascal Wehrlein äußert sich nach langer Pause kurz vor seinem ersten Rennen in der Formel E. Der Mahindra-Fahrer kündigt zudem Neuigkeiten an.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Bald ist es soweit: Pascal Wehrlein gibt sein Renndebüt in der Formel E. Der frühere DTM- und Formel-1-Fahrer geht beim zweiten Saisonrennen in Marrakesch am kommenden Samstag, 12. Januar 2019 für sein neues Team Mahindra an den Start. Den Auftakt zur Saison im Riad im Dezember hatte Wehrlein wegen vertraglicher Angelegenheiten auslassen müssen.

Nachdem Wehrlein selbst sich lange Zeit überhaupt nicht geäußert hatte, meldete sich der 24-Jährige nun auf seiner Instagram-Seite zu Wort. "In den letzten paar Wochen war es etwas ruhig hier", schrieb Wehrlein. "Ich wünschte, ich hätte das erste Rennen in Riad fahren können, aber was soll's... Das Kapitel ist geschlossen. Ich hatte eine sehr gute Pause und kann es nicht erwarten, endlich nächste Woche mit Mahindra meine Saison in der Formel E zu beginnen."

Und damit nicht genug: Außerdem kündigte Wehrlein weitere Neuigkeiten an, die in Bälde bekanntgegeben werden sollen. Worum es sich dabei genau handelt, verriet Wehrlein nicht.

Wehrlein: Vertragsgespräche gescheitert

Wehrlein hatte das erste Rennen der Formel-E-Saison 2018/19 in Saudi-Arabien wegen vertraglicher Angelegenheiten auslassen müssen. Während sein Vertrag mit Mercedes-Benz zum Saisonende 2018 auslief, war der Vertrag mit seinem DTM-Team HWA bis zum Jahresende datiert. Deshalb durfte Wehrlein das Riad-Rennen nicht für Mahindra Racing bestreiten.

"Wir haben uns geeinigt, dass er seinen Fahrervertrag bis Ende des Jahres erfüllt", hatte HWA-Vorstand Uli Fritz kurz vor dem Rennen zu Motorsport-Magazin.com gesagt. "Das heißt: Er ist bis Ende des Jahres ein HWA-Fahrer." Gespräche über eine vorzeitige Auflösung des Vertrages waren gescheitert, die genauen Gründe sind nicht bekannt.

Wehrlein-Teamkollege auf dem Podium

So nimmt Wehrlein das Abenteuer Formel E mit einem Rennen Rückstand in Angriff. Was beim Auftakt in Riad potenziell möglich gewesen wäre, machte Teamkollege Jerome D'Ambrosio vor: Der frühere Formel-1-Fahrer und Mahindra-Neuzugang belegte im Rennen den dritten Platz hinter Sieger Antonio Felix Da Costa (BMW) und dem amtierenden Meister Jean-Eric Vergne (DS Techeetah).

Wehrlein wurde im ersten von 13 Saisonrennen durch Felix Rosenqvist ersetzt. Der Schwede kehrte kurzzeitig in die Formel E zu Mahindra zurück, nachdem er bereits seinen Wechsel in die IndyCar-Serie zum Jahr 2019 angekündigt hatte. Rosenqvist fiel im Rennen in der achten Runde vorzeitig aus.

Wiedersehen mit HWA

Wehrlein war beim Saisonstart in Riad nicht vor Ort. Seine Vorbereitung auf die Formel E mit dem neuen Gen2-Rennwagen bestand aus 148 Runden bei den offiziellen Testfahrten vor der Saison in Valencia. Beim dreitägigen Test Mitte Oktober erzielte der DTM-Meister von 2015 die zehntschnellste Rundenzeit aller Fahrer.

In Marrakesch trifft Wehrlein erstmals auf seinen alten Arbeitgeber HWA. Das Team aus Affalterbach ist ebenfalls neu in die Formel E eingestiegen. Teamchef und Vorstand Uli Fritz hat für die Debütsaison DTM-Champion Gary Paffett sowie den früheren Formel-1-Fahrer Stoffel Vandoorne verpflichtet. Fritz hatte sich Mitte 2018 auch mit Wehrlein über ein mögliches Engagement unterhalten, dieser setzte seine Hoffnungen allerdings auf ein Comeback in der Formel 1.


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