Exklusiv
Formel E

Formel E 2018: Testfahrten wieder in Valencia

Die Formel E bereitet sich erneut in Valencia auf die kommende Saison vor. Motorsport-Magazin.com kennt den Ablaufplan für die zwölf Teams in Spanien.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Im Oktober dieses Jahres starten alle Teams der Formel E zum ersten Mal gemeinsam auf einer Rennstrecke. Wie Motorsport-Magazin.com erfahren hat, steigen die offiziellen Testfahrten vor dem Saisonstart erneut in Valencia. Mitte Oktober sind drei Tage für Test-Sessions mit den brandneuen Generation-2-Rennautos angesetzt, die in der kommenden Saison ihre Debüt geben.

Vom Montag, 15. Oktober bis Freitag 19. Oktober treffen die zwölf Formel-E-Teams wie schon im Vorjahr auf dem spanischen Circuit Ricardo Tormo aufeinander, um ihre neuen Boliden zu testen. Neben den drei Testtagen (Dienstag, Mittwoch, Freitag) ist der Montag für Setuparbeiten reserviert. Am Donnerstag hat die Formel E Pause, stattdessen wird vermutlich die Roborace-Serie einen Testtag durchführen.

Die erste autonome Rennserie der Welt soll in der kommenden Saison, die im Dezember in Saudi-Arabien beginnt, erstmals Rennen im Rahmenprogramm der Formel E austragen. Die Roborace-Autos hätten schon vergangenes Jahr in Valencia testen sollen. Wegen Problemen mit der Sensorik musste der anberaumte Testtag jedoch abgesagt werden.

Valencia 2018: Das Testprogramm

Montag, 15.10.: Setup-Tag
Dienstag, 16.10.: 1. Test-Tag
Mittwoch, 17.10.: 2. Test-Tag
Donnerstag, 18.10.: Vorbereitungs-Tag, evtl. Roborace-Test
Freitag, 19.10.: 3. Test-Tag

Renn-Simulation für neuen Attack Mode?

Möglicherweise bekommen die Teams in Valencia die Möglichkeit, eine gemeinsame Rennsimulation durchzuführen. Schon bei den ersten Testfahrten in Donington gab es damals Probe-Rennen, um die Abläufe inklusive Fahrzeugwechsel besser zu verstehen. Ein solcher Test würde auch mit dem Generation-2-Auto durchaus Sinn ergeben.

Anstelle des Autotauschs rückt ab der kommenden Saison ein sogenannter Attack Mode als strategisches Element. Dabei können die Fahrer in einer definierten Zone auf der Strecke zusätzliche Leistung abrufen. Während die Power im normalen Rennmodus auf 200 kW (272 PS) beschränkt ist, dürfen in der Power-Zone 225 kW (306 PS) eingesetzt werden. Der Fanboost darf künftig nur noch an dieser Stelle aktiviert werden.

Valencia als neue Heimat

2017 absolvierte die Formel E erstmals ihre Testfahrten in Valencia statt wie in den Jahren zuvor im britischen Donington. Die Rennstrecke in Spanien eignet sich besser für Tests, da die Bedingungen eher zu den Straßenkursen passen, auf denen die Elektro-Serie ausschließlich ihre Rennen austrägt. Dazu wurde letztes Jahr eine temporäre Schikane auf der Start/Ziel-Geraden errichtet. Außerdem sind die klimatischen Bedingungen zu dieser Jahreszeit meist besser als in England.

BMW und HWA neu im Feld

Die zehn Teams aus der abgelaufenen Saison begrüßen zwei Neuzugänge im Starterfeld. BMW übernimmt das bisherige Andretti-Team und steigt damit als zweiter deutscher Hersteller nach Audi ein. Zudem gibt HWA als Kundenteam von Venturi sein Debüt. Die Truppe aus Affalterbach ist langjähriger Partner von Mercedes und bereitet den Einstieg des Autobauers zur Saison 6 vor.

Testfahrten in der Formel E sind eine seltene Angelegenheit. Während der laufenden Saison stehen nur sechs Testtage auf dem Programm. In der vergangenen Saison gab es neben den Valencia-Tests einen Rookie-Test nach dem Rennen in Marrakesch, wo ausschließlich Fahrer antreten durften, die zuvor noch nie ein Formel-E-Rennen bestritten hatten.

In Valencia darf jedes Team per Reglement maximal vier unterschiedliche Fahrer einsetzen. Da mit dem neuen GEN2-Auto der Fahrzeugwechsel zur Mitte eines Rennens entfällt, dürfen die Teams auch nur noch zwei Rennwagen mit nach Spanien nehmen. Jeder Fahrer erhält pro Testtag maximal vier Reifensätze, während im vergangenen Jahr noch fünf Sätze zur Verfügung standen.


Weitere Inhalte:
nach 12 von 12 Rennen
Wir suchen Mitarbeiter