Formel E

Meisterschaftsentscheidung im letzten Rennen - Buemi gewinnt das erste Rennen in London

Sebastien Buemi brachte sich durch seinen Sieg im ersten Rennen des Finalwochenendes wieder in den Meisterschaftskampf. Sein Team hat den Titel schon sicher.
von Manuel Schulz

Motorsport-Magazin.com - Das erste Rennen der Formel E im Stadtkern Londons gewann Sebastien Buemi souverän und schob sich in der Meisterschaft wieder in eine gute Position. Von der Pole Position kontrollierte der Schweizer das Rennen und ließ keinen Zweifel an seinem verdienten Sieg. "Ich bin sehr happy mit dem Rennen heute", gab Buemi nach dem Rennen zu, der seinen härtesten Konkurrenten in Jean-Eric Vergne sieht: "Jean-Eric hat heute eine starke Pace gezeigt. Es wird schwierig, ihn zu schlagen. Aber schauen wir mal, was morgen passiert. Ich versuche, morgen wieder zu gewinnen. Ich habe ja nichts zu verlieren."

Lucas di Grassi und Nelson Piquet Jr. sicherten sich durch die Positionen vier und fünf ihre Chancen auf den Titel. Die Teammeisterschaft ist jedoch schon entschieden. e.dams, das Team von Alain Prost, hat mit Sebastien Buemi und Nicolas Prost die Team-WM bereits genug Vorsprung. In der Fahrer-WM wird es jedoch noch sehr spannend. Nelson Piquet Jr. (138 Punkte), Sebastien Buemi (133 Punkte) und Lucas di Grassi (125 Punkte) haben noch die Chance, den Titelkampf im letzten Rennen für sich zu entscheiden.

Daniel Abt schien erst der Gewinner der Stopps zu sein, schied dann aber aus - Foto: Sutton

Der Start fand hinter dem Safety-Car statt, weil die erste Schikane nach dem Unfall von Jerome D'Ambrosio im Training als zu gefährlich eingestuft wurde. Es galt dort ein Überholverbot für das gesamte Rennen, weshalb der Start beim ersten Rennen in London auch entspannter als bei den vergangenen Events war. Buemi setzte seine Pole Position daher wenig überraschend in eine souveräne Führung um.

Bereits in der dritten Runde versuchte Nelson Piquet Jr. seinen Fanboost in ein Überholmanöver gegen Lucas di Grassi umzusetzen, doch der Versuch schlug fehl und anstatt eine Position zu gewinnen, verlor der Brasilianer eine Position an Jean-Eric Vergne, der von den dreckigen Reifen seines Konkurrenten profitieren konnte. Dadurch wurde der Meisterschaftskampf wieder spannender, denn die WM-Konkurrenten Buemi und di Grassi lagen vor dem WM-Führenden.

Ich versuche, morgen wieder zu gewinnen. Ich habe ja nichts zu verlieren.
Sebastien Buemi

Der schnellste Pilot zu Beginn des Rennens war jedoch Vergne, der nach dem Überholmanöver gegen Piquet Jr. auch die dritte Position von di Grassi übernehmen konnte. An der Spitze kontrollierte Buemi das Rennen und hielt seinen Vorsprung bei konstant bei ungefähr zwei Sekunden. Vergne wählte eine aggressive Strategie und musste eher an die Box als die Konkurrenz. Abgesehen von den Überholmanövern von Vergne gab es nur wenig Bewegung vor den Boxenstopps.

Erneut Pech für Abt

Daniel Abt schien erst einer der Gewinner der Boxenphase zu sein, denn der Deutsche kam von Rang 13 auf Platz neun vor, doch da die Konkurrenten wärmere Reifen hatten, verlor er viele Positionen, bevor er in die Barriere einschlug und das Rennen aufgeben musste. In Folge dessen kam das Safety-Car raus und schob das Feld wieder zusammen. Das Führungsduo Buemi/D'Ambrosio hatte dabei die besten Karten, denn ihr Akku war noch eine Runde frischer.

e.dams hat den Teamtitel bereits sicher - Foto: Sutton

Gegen Rennende gab di Grassi noch einmal richtig Gas und attackierte Vergne im Kampf um die dritte Position. Doch der Franzose konnte sich verteidigen. "Das war ein gutes Rennen mit fairen Überholmanövern. Ich bin zufrieden mit dem Resultat", sagte Vergne. "Heute gibt es aber keine Party, denn wir hoffen morgen auf ein weiteres gutes Rennen."

Sebastien Buemi gewann verdient vor Jerome D'Ambrosio und Jean-Eric Vergne. D'Ambrosio fuhr dabei ein unauffälliges, aber starkes, fehlerfreies Rennen. "Ich bin sehr happy, es war ein hartes Rennen", fasste er seinen Weg zum zweiten Platz zusammen. "Das Wochenende war schon sehr gut, hoffentlich wird es morgen noch etwas besser." Lucas di Grassi, Nelson Piquet Jr., Sam Bird, Nicolas Prost, Loic Duval, Oliver Turvey und Stephane Sarrazin komplettierten die Top-Ten.


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