Monaco hinterließ bei Nico Rosberg einen bitteren Nachgeschmack. "Es ist dumm gelaufen, schade", resümiert der Deutsche zwei Wochen nach dem Rennen. Die Tatsache, dass er trotzdem Punkte geholt hat, stimmt ihn wieder positiv. "Ich bin in der WM immer noch in Schlagdistanz. Momentan liege ich 22 Punkte hinter Red Bull, das ist weniger als ein Sieg. Deswegen kann ich das auch akzeptieren", erklärte Rosberg.

"Ich habe in den ersten vier Rennen mehr Punkte geholt als erwartet und in den letzten beiden Rennen weniger. Das gleicht sich wieder aus", fuhr er fort. Den Titelkampf hat er noch nicht abgehakt, auch wenn es immer schwieriger wird, Red Bull noch abzufangen. "Von den Punkten her sind sie nicht weit weg. Wir können nicht in einem Rennen auf sie aufholen, aber vielleicht können wir mit der Zeit näher an sie heranrücken. Wenn sie einmal Pech haben und wir etwas Glück, dann sieht die Sache schon wieder anders aus", meinte der Mercedes GP-Pilot.

Einsicht bei Radstand

Allerdings ging der erste Schritt in Barcelona nicht auf. "Klar ist es für uns schwieriger, denn unser wichtiger Schritt war in Barcelona und da hat es nicht ganz geklappt auf Red Bull aufzuschließen", gestand Rosberg. Für Istanbul hat Mercedes GP deshalb noch einmal aufgerüstet. "Wir haben einige Neuerungen, unter anderem den F-Kanal. Wir haben einige Simulationen damit abgespult und wissen, wie viel er bringt. Es ist auf jeden Fall ein guter Schritt, mehr kann ich dazu nicht sagen", erklärte Rosberg.

Zumindest in Sachen längerer Radstand kam der Deutsche zu einer Einsicht. "Ich habe die ganze Sache analysiert und am Ende war ganz deutlich zu erkennen, dass der längere Radstand der richtige Weg ist, weil es einfach das schnellere Auto ist. Deshalb gibt es keinen Grund damit unzufrieden zu sein, aber klar hatte ich vorher beim Team einmal angefragt, ob wir wieder zum kürzeren Radstand zurückkehren können", verriet Rosberg.