Ganz fit fühlte sich Fernando Alonso aufgrund seiner Ohreninfektion am Freitag in Sepang noch nicht, deswegen beschränkte sich der Spanier auch auf wenige Runden. "Das ist wegen der Hitze ein sehr anspruchsvolles Wochenende, denn ich schwitze sehr viel. Aber es war trotzdem wichtig, dass wir genug Informationen gesammelt haben", meinte der Spanier, der auch hoffte, dass die Informationen bei der Verbesserung des Setups helfen werden. Sich selbst hatte er zum Ziel gesetzt, am Freitagabend noch etwas gesünder zu werden, damit er im Qualifying wieder alles geben kann. "Ich denke, das wird einer der wichtigsten Teile dieses Wochenendes, also müssen wir dafür bereit sein."

Mit weniger Mühe als Alonso kam Nelson Piquet Jr. durch den Tag, schließlich war der Brasilianer auch Infektionsfrei. Da das Auto abgesehen von einem Radproblem am Morgen auch noch zuverlässig lief, sah er die Dinge schon einmal viel positiver als in Melbourne. "Es gibt aber noch viel Arbeit, dennoch bin ich zufrieden damit, dass wir das Auto zwischen den beiden Sessions verbessert haben. Es wird bei diesen Temperaturen ein hartes Rennen, aber ich freue mich darauf", meinte er.

Renault-Ingenieursdirektor Pat Symonds hatte die Strecke dank des Regenschauers vom Donnerstag am Morgen recht rutschig erlebt, dennoch konnte er berichten, dass die Balance des Autos besser war als in Melbourne. "Wir würden die Bremsstabilität aber gerne noch verbessern." Bei den Reifen gab es für Renault viel zu lernen, denn der harte Reifen war völlig neu. Trotz der fehlenden Erfahrung damit, lief es aber gleich zufriedenstellend. Zusatzarbeit brachte das Radproblem bei Piquet, denn das wurde bei Renault noch genauer untersucht. Dennoch war sich Symonds sicher: "Wir müssen am Rest des Wochenendes unsere Leistung gegenüber Australien steigern und die ersten Anzeichen zeigen, dass wir das können."