Formel 1

Verbesserungen in Singapur - 3. Training - Alonso sticht Hamilton aus

Fernando Alonso bewies auf dem neuen Straßenkurs in Singapur, warum er sich Doppelweltmeister nennt. Dahinter landeten die beiden Anwärter auf die WM-Nachfolge.
von Stephan Heublein

Motorsport-Magazin.com - Die zweite Nacht in Singapur begann genauso wie die erste endete: mit einer Bestzeit von Fernando Alonso. Der Renault-Pilot fuhr sechs Zehntel schneller als Lewis Hamilton im McLaren Mercedes und siebeneinhalb Zehntel schneller als Felipe Massa im Ferrari. Hinter den beiden Titelanwärtern bestätigte Nelsinho Piquet den guten Renault-Eindruck auf Position 4.

Aus deutscher Sicht hielt Nico Rosberg mit der fünftbesten Zeit die Fahnen hoch. Er platzierte sich vor Jenson Button, Robert Kubica und Mark Webber. Die Top10 komplettierten die beiden Toro Rosso von Sebastian Vettel und Sebastien Bourdais. Nick Heidfeld schrammte als Elfter knapp an den besten Zehn vorbei.

Freiflug für Fisichella

Die Technik forderte auch am Samstagabend (Ortszeit) ihren Tribut. David Coulthard rollte schon auf seiner ersten Runde mit einem Hydraulikproblem an die Box zurück, Kimi Räikkönen erwischte es eine Viertelstunde vor dem Ende. Er schoss in den Notausgang und konnte sich aus diesem nicht mehr befreien, da es ihm nicht möglich war, einen Gang einzulegen.

Die spektakulärste Aktion des 3. Trainings bot Giancarlo Fisichella, allerdings unfreiwillig. Er fuhr mit seinem Force India zu stark über die überhöhten Kerbs in Kurve 10, hob ab, flog in hohem Bogen durch die Luft, krachte hart auf den Boden und rutschte machtlos geradeaus in die Barriere. Die Schildkrötenpanzer auf den Kerbs in dieser Schikane sind bereits seit Mittwoch ein Thema im Fahrerlager, wurden bislang aber nicht geändert.

Neue Boxeneinfahrt

Kritik gab es am Freitag auch für die Ein- und Ausfahrt der Boxengasse. Mangels Platz sind diese zu gefährlich ausgefallen, was in den beiden Trainings prompt zu zwei Zwischenfällen führte, die glücklicherweise ohne Schaden endeten. Für das 3. Training wurde die weiße Einfahrtslinie verändert, so dass die Fahrer früher von der Rennlinie runter müssen.

"So wissen die Autos dahinter, dass der Fahrer vor ihnen an die Box geht", sagte Heikki Kovalainen vor dem Training. Nick Heidfeld hatte nach seiner ersten Kostprobe auf der Strecke wenig Freude daran: "Ich finde die Boxeneinfahrt jetzt noch viel gefährlicher", sagte er im Boxenfunk. Die Ausfahrt blieb jedoch unverändert. Dafür wurde über Nacht auch die Beleuchtung in einigen Kurven verbessert, in denen es den Fahrern am Freitag noch zuz dunkel gewesen ist.


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