Das ist heute eine spezielle Situation: Für uns als BMW Sauber F1 Team ist das Qualifying-Ergebnis enttäuschend, mein Startplatz ist schlecht - und ich kann der Sache trotzdem etwas Positives abgewinnen.
Wir haben schon gestern im freien Training gemerkt, dass es uns hier an Speed fehlt. Die Rennstrecke hier in Magny-Cours hat einen völlig anderen Charakter als die in Montréal, wo man mit relativ wenig Abtrieb fährt. Trotzdem haben wir uns vom Qualifying natürlich mehr erhofft. Ich als Zwölfter, und Robert als Zehnter gerade so reingerutscht ins Top-Ten-Qualifying, das ist natürlich nicht das, was wir von uns erwarten. Wir haben im Qualifying sowohl die harten als auch die weichen Reifen verwendet, beides hat nicht wirklich optimal funktioniert. Mit den weicheren hatte ich zwar etwas mehr Grip, aber dafür auch zu früh Graining. Diese Situation ist im Prinzip für alle Fahrer gleich.
Das hat aber nichts mit den Schwierigkeiten zu tun, die ich in letzter Zeit hatte. Im Gegenteil, da kann ich einen deutlichen Fortschritt feststellen, und das ist das Positive. Ich war hier im Qualifying deutlich näher dran, wieder das Maximale aus dem Auto herauszuholen. Es lagen nur ein paar Hundertstelsekunden zwischen Roberts und meiner Rundenzeit in Q2.
Ich werde morgen als Elfter starten, weil Lewis Hamilton zurückversetzt wird. Das bedeutet einen Platz auf der sauberen Seite und, dass wir meine Sprit-Strategie frei wählen können. Zwar macht einen auch die beste Strategie nicht schneller, aber wir wollen ein gutes Rennen abliefern und, wer weiß, vielleicht gibt es ja auch Regen zum richtigen Zeitpunkt.

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