Grundsätzlich bin ich zufrieden, es in die Top Ten geschafft zu haben. Die Rundenzeiten lagen wieder dicht beisammen. Innerhalb der Top Ten weiter nach vorn zu kommen, war aus meiner Sicht nicht realistisch. Ich habe zwar definitiv Zeit verloren, weil Ralf Schumacher vor mir fuhr, aber ich bezweifle, dass mit freier Fahrt ein besserer Startplatz drin gewesen wäre. Der Rückstand auf die Leute vor mir ist doch erheblich.

Ich habe mit Ralf gesprochen. Er hat gesagt, es tät ihm leid, falls er mich aufgehalten hätte. Diese Situationen sind für beide Fahrer schwierig. Als Vorausfahrender ist es sehr schwer, richtig einzuschätzen, wie dicht der andere eigentlich folgt und wie schnell er ist. Und als Hinterherfahrender leidet man eben auch bei großem Abstand unter einer Störung der Aerodynamik. Ich bin jetzt schon gespannt, wie es im Qualifying in Monaco zugehen wird...

Die Abstimmung meines Autos hat für die eine schnelle Runde gut gepasst, und ich hoffe, sie passt auch morgen über die Renndistanz. Nach dem Nürburgring habe ich das Chassis getauscht. Ich fahre jetzt das Chassis, das Robert dort fuhr. Theoretisch sind die Autos alle drei gleich. Aber ich denke doch, dass man als Fahrer kleinste Unterschiede spüren kann. Jedenfalls liegt mir der BMW Sauber F1.06-02 anscheinend besser, und das gilt auch für die Reifen, die Michelin uns hierher gebracht hat.

Die Balance des Autos war im Qualifying nicht konstant. Aber das ist hier normal, weil sich die Streckenbedingungen rasch ändern. Ich hoffe, dass einige der Schnelleren am Ende des Qualifyings mit weniger Sprit als ich unterwegs waren. Dann könnte ich im Rennen Boden gutmachen, indem ich länger draußen bleibe. Von Startplatz zehn aus ist man nur zwei Positionen von den Punkten entfernt. Das Rennen wird nicht einfach werden, aber ich habe schon von schlechteren Positionen aus Punkte geholt.