Das war das enttäuschendste Rennen meiner Karriere. Nicht nur in der Formel 1, sondern in meinem ganzen Leben. So etwas, was da in den letzten Runden passiert ist, habe ich wirklich noch nie erlebt.

Bis dahin war mein Rennen gut. Beim Start hatte ich zwar einen Platz verloren, aber danach war ich extrem schnell unterwegs. Das Auto war super, und die Strategie hat auch gepasst. Ich lag auf Platz vier und hätte den auch sicher ins Ziel gebracht. Aber dann haben ein paar zu Überrundende noch Mist gemacht. Das war erst Christijan Albers. Er blieb auf der trockenen Fahrbahnseite und ließ mich nicht vorbei. Ich musste im Nassen bremsen und hätte mich fast gedreht. Ich habe das Auto gerade noch abgefangen, war aber im Gras und habe ein paar Sekunden verloren. Und dann hielt mich Takuma Sato, der genau wie Albers überrundet war, mit seinem Super Aguri Honda fast eine ganze Runde lang auf. Dadurch fuhren die anderen beiden Honda auf, und Albers und Sato waren im Weg. In diesem Gedränge ist mir Rubens Barrichello ins Heck gefahren. Ich konnte noch froh sein, dass ich es mit dem kaputten Auto überhaupt noch ins Ziel geschafft habe. Diese Aktion hat uns drei WM-Punkte gekostet. Ich war stinksauer. Die Rennleitung untersuchte den Fall bereits, und hatte mich zur Anhörung eingeladen.

Dann habe ich leider Sakon Yamamoto erstmal zusammengestaucht, weil ich ihn anstatt Sato für den Übeltäter hielt. Ich habe mich entschuldigt und ihn gebeten, seinem Teamkollegen alles genau so auszurichten, wie ich ihm das gesagt habe. Jetzt muss ich mich erstmal wieder beruhigen. Morgen fliege ich nach Tokio und von da aus zum nächsten Rennen in Japan.