Die ersten Konsequenzen - ADAC lässt Mitarbeit in der FIA ruhen
Der erste Verband hat auf die Mosley-Bestätigung reagiert: der ADAC zieht sich von allen Funktionen in der FIA zurück.
Stephan Heublein
Stephan HeubleinChefredakteur
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Der ADAC wirkt nicht mehr in der FIA mit., Foto: Sutton
Max Mosley bleibt im Amt. So haben es die Mitglieder der FIA-Generalversammlung am Dienstag entschieden. Als erster Verband zog der ADAC seine Konsequenzen. Man habe die Entscheidung "mit Bedauern und Unverständnis" zur Kenntnis genommen, hieß es in einem Presseschreiben.
Deshalb entschied sich der größte Automobilclub Europas ab sofort alle seine Ämter und die Mitarbeit in der FIA ruhen zu lassen. Der ADAC zieht sich mit sofortiger Wirkung und so lange Mosley das Amt des FIA-Präsidenten bekleidet aus sämtlichen FIA-Arbeitsgruppen weltweit zurück.
Der ADAC hatte Mosley in einem persönlichen Brief "eindringlich" zum Rücktritt aufgefordert, "um Schaden von der FIA und ihren Institutionen fernzuhalten." Dies sei in enger Abstimmung mit anderen großen Automobilclubs in diesem Weltverband geschehen.
Am 24. Juli 2008 gewann Max Mosley den Prozess gegen die Zeitung "News of the World". Die Richter hielten in ihrem Urteil fest, dass die Privatsphäre durch die Berichterstattung nachhaltig verletzt wurde. Insbesondere die Behauptungen der Zeitung über "Bezüge zum Nationalsozialismus" erwiesen sich als unwahr.
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