Pat Symonds war nach dem Qualifying in Shanghai ein glücklicher Mann. Nachdem der Vorsprung von Alonso auf Schumacher bis Shanghai auf mickrige zwei Punkte geschmolzen war, kam das Ergebnis im Qualifying gerade zur richtigen Zeit: Alonso auf Pole, Fisichella auf Startplatz zwei. Michael Schumacher dagegen landete abgeschlagen auf Platz sechs, Felipe Massa gar auf Platz 22.

"Der Abstand zu den anderen war überraschend groß", sagte Symonds zufrieden. "Der beste Start für einen Doppelsieg ist die Doppel-Pole, damit sind wir also schon auf dem halben Wege."

Besonders, weil Schumachers Helfer Massa so weit hinten startet. "Das mit Massa ist ein echter Bonus für uns, denn wäre er auf Platz zwölf oder 13 gestanden, hätten wir immer noch mit zwei unterschiedlichen Strategien hantieren müssen", sagte Symonds. "Aber jetzt, mit dem 22. Platz, gibt es für uns wesentlich weniger Sorgen."

Symonds glaubt, dass der Sieg nun genau so gut im Regen wie auch im Trockenen zu erzielen ist. "Wenn es regnet, wird Michael Schwierigkeiten haben, das ist klar", sagte Symonds. "Im Trockenen war er dagegen seht gut hier. Aber auch da können wir anhand der Zeiten sehen, dass er, auch wenn er sich vom Platz sechs nach vorne arbeiten will, vielleicht vier Plätze noch schaffen kann. Aber wenn er uns vor sich hat, dann wird er Schwierigkeiten bekommen."

Es war eigentlich eine ziemliche Überraschung, dass Michelin in Shanghai so überlegen war. Das liegt daran, dass die Bridgestone-Teams alle auf Full-Wet-Reifen unterwegs waren - bis auf Schumacher bei einem Versuch - während die Michelin-Teams noch mit Intermediates gut fahren konnten.

"Bei uns ist die Grenze bei der Rundenzeit, wo die Full-Wet-Reifen noch vernünftig sind, irgendwo im Bereich von 1:47 bis 1:48", sagte Symonds. Alonsos Pole-Zeit 1:44,360 war noch wesentlich darunter.

Wie die Leistung bei Full-Wet-Reifen wäre, wollte Symonds nicht vorhersagen. "Letztes Jahr waren diese Reifen bei beiden Herstellern etwa gleich stark", sagt er. "Wir haben vor Kanada die neuen Full-Wet-Reifen eingeführt, und das war ein guter Schritt. Aber wo ist Bridgestone? Ich glaube, sie haben neulich Full-Wet-Reifen in Paul Ricard getestet, aber keiner weiß, wie gut sie jetzt sind."