Das breite Grinsen verging Rubens Barrichello in Shanghai nicht. Nachdem sein dritter Platz im Qualifying kurz in Gefahr war, da er angeblich Pedro de la Rosa behindert hatte, ist die mögliche Bestrafung mittlerweile vom Tisch. Die offizielle Begründung dafür: Wegen eines Systemfehlers gab es an der Boxenausfahrt kein Blaulicht und auch keine geschwenkten blauen Flaggen. Deswegen darf die Sonne im Herzen des Brasilianers im Regen von China weiterscheinen. Auch seine Aussagen, die er direkt nach dem Qualifikationstraining getätigt hat, behalten damit ihre Gültigkeit - auch wenn sie nicht jene Erleichterung beinhalten dürften, die Barrichello verspüren muss.

"Es ist aufregend, wieder in den Top Drei zu sein. Vor allem nach so einer schwierigen Session", meinte der Honda-Pilot. Die Schwierigkeiten stellten sich für ihn folgendermaßen dar: "Es war ziemlich heimtückisch da draußen und manchmal war es einfach unmöglich, zu pushen. Als ich es dann gemacht habe, habe ich mich gedreht und glücklicherweise hat mich der Kies genug gebremst, sodass ich auf dem Gras zum Stehen kam."

Mit Barrichello stimmte auch Jenson Button in das allgemeine Grinsen ein, da er zeitgleich mit seinem Teamkollegen auf Platz vier kam. Lediglich die früher erzielte Zeit des Brasilianers gab den Ausschlag für das Endergebnis. Button, mittlerweile ein gut geübter Grinser, störte das wenig. "Ich bin glücklich mit dem heutigen Resultat, vor allem weil Rubens und ich die exakt gleiche Zeit gefahren sind." An diesem Samstag hatten die beiden Honda-Piloten eben nicht nur die Stellung der Mundwinkel gemein.