Jenson Button hat vor drei Wochen in Budapest endlich das geschafft, worauf man bei Honda schon lange gewartet hatte: den ersten Sieg. Beim Grand Prix der Türkei werden die beiden Autos des Teams ein ganz spezielles Logo tragen, das an den Sieg des Honda-Sieg 1972 erinnern soll und den ersten als Werksteam seit John Surtees beim Grand Prix von Italien 1967 auf der obersten Stufe des Podiums stand. Mittlerweile ist der Siegstaumel von Budapest jedoch schon wieder Vergangenheit und bei den Japanern freut man sich auf das kommende Wochenende in der Türkei.

"Ich bin bereit, wieder ins Auto zu steigen und das Beste aus den noch verbliebenden fünf Rennen zu machen," erklärt Jenson Button. "In den vergangenen Wochen gab es ein paar sehr spezielle Momente und an die werde ich mich immer erinnern, jetzt ist es aber Zeit, für den Grand Prix der Türkei und den Rest der Saison." In Ungarn habe alles gepasst, meint der Brite, und der Sieg sei ein unglaublicher Motivationsschub für das gesamte Team gewesen. "Wir haben an unserem Potential nie gezweifelt, jetzt wissen wir aber, dass wir Sieger sind."

"In den kommenden Rennen wird es sicher noch Herausforderungen geben, aber unserem Auto sollte der Istanbul Park liegen und wir können da ein gutes Ergebnis erreichen," so Button weiter. "Mir hat der Kurs letztes Jahr wirklich gefallen und ich hatte ein gutes Rennen. Ich freue mich auf das Wochenende." Rubens Barrichello war von der Strecke am Bosporus im vergangen Jahr ebenfalls sehr angetan und sieht es als besonders positiv, dass die Strecke auch Überholmöglichkeiten bietet. "Außerdem ist die Strecke vom physischen Gesichtspunkt her recht anstrengend und wir erwarten wieder sehr hohe Temperaturen," erklärt der Brasilianer. "Deshalb war es auch wichtig, zwischen den Rennen weiter zu trainieren, auch wenn die Pause gut war um die Batterien wieder etwas aufzuladen."

Teamchef Gil de Ferran erklärt, dass man sich seit dem Rennen in Ungarn, trotz der Sommerpause, voll auf den Rest der Saison konzentriert hat. "Letztes Jahr hatten wir in Istanbul eines unseren besseren Rennen des Jahres und wir hoffen, dass wir auch dieses Jahr gut mitkämpfen können. Das Layout der Strecke beinhaltet einige Herausforderungen und hat eine einzigartige Kombination von Hochgeschwindigkeitskurven, langen Geraden und engen Haarnadelkurven, ganz abgesehen von den Steigungen." Alles in allem sei der Istanbul Park ein "Klassiker", meint de Ferran.