Die dreiwöchige Sommerpause ist fast beendet und am kommenden Wochenende steht Rennen Nummer vierzehn der Saison 2006 bevor. Der Istanbul Park in der Türkei ist zum zweiten Mal Gastgeber der Formel 1 und eine Strecke, von der die Fahrer im vergangenen Jahr äußerst beeindruckt waren. "Der Istanbul Park ist eine aufregende, herausfordernde Strecke, die völlig anders ist als das, was wir sonst bei modernen Strecken haben," sagt Ralf Schumacher. "Es gibt eine schöne Mischung an Kurven und die Hügel sind etwas, was heutzutage ungewöhnlich ist."
"Für uns sollte in der Türkei ein gutes Ergebnis möglich sein," so Schumacher weiter. "Wir haben unsere Leistung im Laufe der Saison immer weiter verbessert und, abgesehen von den Problemen, die wir Ungarn hatten, waren wir in letzten paar Rennen schnell." Der Trend sei eindeutig positiv und darauf müsse man jetzt aufbauen, meint der Deutsche. Diese Meinung vertritt auch Schumachers Teamkollege Jarno Trulli, der die Strecke in der türkischen Metropole allerdings nicht zu seinen Lieblingskursen zählt.
"Viele Fahrer waren vom Istanbul Park sehr beeindruckt, zu meinen persönlichen Favoriten zählt er aber nicht. Er ist nicht die schwierigste Strecke und hat nur eine schwere Kurve." Der Rest der Strecke sei recht einfach, auch wenn man gegen den Uhrzeigersinn fährt und die Nackenmuskulatur ungewöhnlich beansprucht werde. Pascal Vasselon, Toyotas Chassischef war im vergangenen Jahr am meisten überrascht, dass sämtliche logistische Abläufe so reibungslos über die Bühne gingen. "Wir haben einige Probleme erwartet, aber die Veranstaltung für die meisten eine positive Überraschung. Die Gegend ist wunderschön, aber nachdem wir den Verkehr letztes Jahr gesehen haben, werden wie dieses mal auf der asiatischen Seite des Bosporus bleiben!"
Die Besonderheit der Strecke sei die dreifache Linkskurve, die trotz vorheriger Simulationen eine Überraschung gewesen sei, erklärt Vasselon. "Man ist da bis zu 250 km/h schnell und das ist sowohl für den Fahrer als auch für die Reifen eine Herausforderung. Die Reifen müssen hart genug sein, um damit zurecht zu kommen, aber man muss auch das niedrige Griplevel auf dem Rest berücksichtigen." Toyota hat für die Türkei neue Aerodynamik-Teile im Gepäck wie einen modifizierten Frontflügel und Vasselon hofft, wie seine Fahrer, auf ein gutes Ergebnis.

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