Gestern ließ Williams die Bombe platzen: Alex Wurz und Nico Rosberg treten 2007 als Stammfahrer für das Team an! "Ich habe das schon vor einer gewissen Zeit erfahren", war Nico nicht so überrascht über die Nachricht wie der Rest der F1-Welt. Das erklärt auch, warum der junge Deutsche in den letzten Tagen so zuversichtlich in die Zukunft blickte.
"Sicherlich gibt das Rückenwind", gesteht er. "Aber ich will immer Resultate einfahren, egal ob mein Vertrag verlängert wurde oder nicht." Trotzdem freut er sich "total" sich in der F1 "etabliert" zu haben. "Jetzt kann ich mich auf meine Sachen konzentrieren und mich weiter steigern."
Seine Vertragsverlängerung kam auch nicht so überraschend, wie die Beförderung seines neuen Teamkollegen Alexander Wurz. "Ja und nein", lautete Nicos Antwort auf die Frage, ob ihn dies überrascht hätte. "Gewissermaßen war Alex ja schon das gesamte Jahr in der Diskussion. Er war bei den Testfahrten superstark, hat verdammt viel Erfahrung und hat ein großes technisches Verständnis", nannte er die Vorzüge des Williams-Testers. "Für mich ist es also nicht die große Überraschung, aber dass es jetzt so schnell gegangen ist, war auch für mich überraschend."
Für den Österreicher freut er sich dennoch. "Ich verstehe mich sehr gut mit ihm und freue mich für ihn, dass er es nach so langer Zeit als Testfahrer geschafft hat zurückzukehren." Für Nico ändert sich dadurch nichts: "Ich habe schon das ganze Jahr mit ihm zusammengearbeitet und da wird sich für mich nicht viel ändern - außer dass ich jetzt einen anderen Teamkollegen habe."
Den Abgang seines aktuellen Teamkollegen kann er zu einem gewissen Grad verstehen. "Mark will die Weltmeisterschaft gewinnen und möchte dafür in ein absolutes Top-Auto kommen." Das wird ihm Williams 2007 wohl noch nicht bieten können. "Ich glaube nicht, dass wir nächstes Jahr schon ein absolutes Top-Auto haben werden - aber mit Toyota möchten wir Stück für Stück nach oben kommen."
Den Anfang will Nico bereits an diesem Wochenende in Ungarn machen. "Ich bin in Hockenheim schlecht gefahren, aber Mark hatte ein Superwochenende - so gut waren wir schon lange nicht mehr. Das ist also ein Superaufwärtstrend, der sicherlich auch an den Bridgestone-Reifen liegt, die momentan sehr gut funktionieren", analysierte Nico die aktuelle blaue Situation. "Hier sollte das genauso sein und die Strecke sollte uns liegen. Wir sind auf dem richtigen Weg." Deswegen peilt er zumindest schon einmal wieder die Top10 an. "Monaco war unser stärkstes Rennen und diese Strecke kommt dem am nächsten - also hoffe ich, dass wir ganz gut aussehen."



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