Sie seien unschlagbar, meinte Renault-Teamchef Flavio Briatore noch vor wenigen Wochen. Nach den letzten drei Rennen und drei Siegen in Folge von Michael Schumacher musste sich der Italiener aber eines besseren belehren lassen. Der Punktevorsprung Fernando Alonsos auf den Ferrari-Piloten schrumpft weiter und sogar die Konkurrenz sieht Schumacher mittlerweile als Favorit auf den diesjährigen Titelgewinn.

"Sie haben im Moment einfach nicht mehr die Pace," sagte Jenson Button zu Speed TV. "Ich denke, dass Bridgestone einen guten Job macht und, dass es für Renault schwierig sein wird, sie zu schlagen." Williams-Rookie Nico Rosberg gibt ebenfalls zu, dass Ferrari "verdammt schnell ist" und schreibt in seiner Kolumne für Castrol, dass man die Scuderia mittlerweile schon als Titelfavorit sehen müsse.

Auch Alsonsos Teamkollege Giancarlo Fisichella, der sein Auto in Hockenheim, aufgrund der Blasen, die die Reifen warfen, als "unfahrbar" beschrieb, sagte zu unseren Kollegen der Gazzetta dello Sport, dass er sehr überrascht sei, wie sich die Situation gewendet habe. "Die Michelin-Reifen waren nicht perfekt, aber einige andere Autos mit Michelin-Reifen waren vor uns." Und was meint Michael Schumacher selbst zu seinen Aussichten? "Ich bin normalerweise sehr vorsichtig mit solchen Aussagen," schreibt er auf seiner Homepage, "aber wir haben eine sehr gute Chance, wieder sehr gut auszusehen."