Sie sind Konkurrenten, dennoch denken sie in die gleiche Richtung. Michael Schumacher und sein Konkurrent um den WM-Titel Fernando Alonso sind sich beide bewusst, dass ihr Duell so oder so ausgehen kann. "Der Wettkampf ist sehr hart und kann jederzeit auf die andere Seite kippen", meinte etwa Michael Schumacher während der Pressekonferenz am Donnerstag.

Auch Fernando Alonsos Einschätzung am Donnerstag hörte sich ähnlich an: "Es ist wichtig, wie das Paket jedes Wochenende funktioniert. Es ist bei jedem Rennen so anders. In Kanada haben wir gewonnen, waren dann aber eine Woche später mit demselben Auto und Motor gegenüber Ferrari eine Sekunde zurück. Das wird auch für den Rest der Saison passieren."

Als Zünglein an der Waage sieht Michael Schumacher klarerweise die Reifen: "Es ist bei beiden Herstellern so, dass man es entweder perfekt trifft, oder nicht." Getroffen hat es Bridgestone für Ferrari dabei offensichtlich in Indianapolis und Magny Cours, wo der siebenfache Weltmeister ungefährdet zum Sieg fahren konnte.

Davor war allerdings Renault dominant und diesen Zustand möchte Fernando Alonso gerne wieder erreichen. "Wir müssen jeden Grand Prix so angehen, als ob wir nicht wüssten, was passieren wird. Wir müssen die richtige Reifenwahl treffen und dürfen keine Fehler machen und wenn wir einen guten Grand Prix haben, müssen wir gewinnen", sagte Alonso. Dabei hat er aber noch den Vorteil des 17-Punkte-Vorsprungs, weswegen sein Plan B auch recht einfach ist: "Wenn wir einen schlechten Grand Prix haben, müssen wir Zweiter oder Dritter werden."