In der kommenden Saison wird Williams mit Toyota-Motoren an den Start gehen, eine Tatsache, die die Hoffung bei den Briten schürt, endlich wieder ganz an der Spitze mitfahren zu können. Mark Webber ist sicher, dass sich sein Team nächstes Jahr auch wieder zu den Grand Prix-Siegern zählen kann, auch wenn der Schritt bis zum WM-Titel wohl noch nicht ganz geschafft werden kann. "Es ist hart, an der Spitze zu sein," sagte der Australier am Donnerstag in Hockenheim. "Viel konkurrenzfähiger zu sein ist einfacher, sollte viel einfacher sein. Dauerhaft an der Spitze zu sein ist kein Fünf-Minuten-Job."
Teamchef Frank Williams hatte zuvor gesagt, dass der Drei-Jahres-Vertrag mit Toyota der Grundstein sei, dass Williams wieder um die Weltmeisterschaft kämpfen könne und Webber meinte, dass dieser Deal mit den Japanern eine großartige Neuigkeit sei für sein Team, das dieses Jahr mit den Cosworth-Motoren zu kämpfen habe. "Cosworth hatte immer das Wissen, nur die Ressourcen auf diesem Niveau sind manchmal ein Problem. Das ist nichts gegen die Qualität ihrer Produkte, es ist nur, dass sie nicht die finanziellen Mittel haben, die Toyota hat."
Teamkollege Nico Rosberg freute sich ebenfalls über die Aussichten, nächstes Jahr mit einem konkurrenzfähigeren Motor antreten zu können. "Ich hoffe, dass das auch auf mich Auswirkungen haben wird, das wäre phantastisch. Ich denke, dass das für das Team ein guter Schritt ist, ganz besonders, weil Toyota jede Menge Ressourcen hat." Wichtig, um wieder ganz nach vorne zu kommen, ist jedoch auch die Entwicklung des Chassis und da gibt es einige Zweifler, die befürchten, dass Williams in dieser Hinsicht vielleicht doch nicht mit den Herstellerteams mithalten kann.
Jacques Villeneuve, der 1997 mit Williams Weltmeister wurde, ist einer jener Zweifler. "Sie haben in der Vergangenheit so oft gewonnen, ich bin sicher, dass sie da auch wieder zurückkommen können - was den Motor betrifft, ist das kein Problem," sagte der Kanadier gegenüber Autosport. "Die Frage ist nur, haben sie auch das Budget, das Auto entsprechend weiterzuentwickeln?" Eine Aussage, der auch Webber zustimmte. "Motoren sind gut und schön, aber der Großteil der Leistung liegt woanders. Honda hatte letztes Jahr einen besseren Motor als Renault."

diese Formel 1 Nachricht