Kurz vor dem zweiten Heimrennen des in Köln-Marsdorf beheimateten Toyota Teams gaben die Japaner bekannt, was hinter nicht allzu stark vorgehaltener Hand schon seit Wochen diskutiert wurde: Toyota liefert ab der Saison 2007 für drei Jahre Kunden-Triebwerke an das Williams Team. Darauf konnten sich die Weiß-Roten und Sir Frank Williams am Mittwochabend einigen.

Williams wird vertragsgemäß die gleichen Motoren wie das Toyota-Werksteam erhalten und eng mit den Japanern zusammenarbeiten. "Wir sind glücklich Williams mit Motoren zu beliefern und mit einem der geschichtsträchtigsten F1-Rennställe zusammenzuarbeiten", freute sich Toyota-Vizepräsident Kazuo Okamoto.

Auch TMG-Präsident John Howett blickt der Zusammenarbeit optimistisch entgegen. "Wir möchten eine starke Partnerschaft aufbauen und sehen Williams als konkurrenzfähigen Benchmark für unsere Leistungen, so dass wir unsere eigene Performance noch weiter verbessern können."

Für Frank Williams ist der neue Motorendeal mit Toyota ein "Eckstein" für den Angriff auf die Weltmeisterkrone. "Toyota ist ein beeindruckender Industriegigant mit einem unglaublichen Ruf seine Ziele zu erreichen. Wir sind stolz mit ihrer Hilfe zu unseren Bestleistungen zurückzukehren."

Bei Williams geht man deshalb "nicht davon aus", dass man gegenüber dem Werksteam benachteiligt wird. "Sie sind genau wie wir Racer und wir werden auf der Strecke gegeneinander kämpfen", betonte Chris Chapple. "Wir sehen keine Nachteile an diesem Arrangement - nur Vorteile", fügte Howett hinzu. "Williams ist ein Top-Team und wir möchten sie auf der Strecke schlagen."