Der Abgang von Juan Pablo Montoya war abzusehen: Schon seit Wochen, wenn nicht gar Monaten, wird in der Formel 1-Welt nur noch über seinen Nachfolger diskutiert; kaum jemand glaubte daran, dass Montoya 2007 Teamkollege von Fernando Alonso werden würde.
Während der Kolumbianer also der F1 seinen Rücken kehrt und in seine Wahlheimat in den USA zurückkehrt, bleibt das Rennen um das zweite McLaren Mercedes Cockpit heiß. Die Silbernen hoffen noch immer auf einen Verbleib von Kimi Räikkönen, der aber immer mehr mit Renault und Ferrari in Verbindung gebracht wird. Somit bleiben Ron Dennis & Co noch zwei realistische Optionen für die Zukunft: Die Nachwuchstalente Gary Paffett und Lewis Hamilton.
"Die Nachwuchsarbeit gehört zu unserem Motorsportkonzept", sagte uns Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug über die erfolgreiche Arbeit bei McLaren Mercedes. "Manchmal wird uns dabei vorgeworfen, dass die von uns entdeckten Talente später nicht bei uns fahren. Das kann passieren, wenn man Nachwuchs ausbildet, nicht immer ist zur richtigen Zeit der richtige Platz frei, es gibt eben nur zwei Fahrer in einem Formel 1-Team. Wir wählen immer die bestverfügbaren und sollten wir einen Fahrer für die Konkurrenz ausgebildet haben, dann ist das so wie im richtigen Leben, da wechselt auch mal einer von BMW zu Mercedes oder umgekehrt."
Welcher der beiden Briten könnte also 2007 eher im zweiten McLaren sitzen? Gary Paffett ist von seinen Chancen überzeugt. "Lewis leistet tolle Arbeit in der GP2", sagte der McLaren-Testfahrer ITV über seinen Kollegen. "Aber ich fahre ein F1-Auto und er nicht. Wenn man in der F1 Rennen fahren möchte, dann muss man vorher ein Auto gefahren haben und das habe ich." Deshalb sieht sich der DTM-Champion von 2005 in einer "besseren" Ausgangslage.
Nichtsdestotrotz betonte Ron Dennis zuletzt, dass im nächsten Jahr möglicherweise sowohl Lewis Hamilton als auch Gary Paffett in der F1 fahren werden - wenn auch nicht im gleichen Team und für McLaren Mercedes. "Mein Ziel ist es ein Stammcockpit zu bekommen", so Paffett, "wenn ich dazu woanders fahren muss, ist das kein Problem."



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